05. April 2022 / 16:24 Uhr

Vier Auswärtssiege, vierter Doppelpack: Nur der Zernitzer SV jubelt daheim

Vier Auswärtssiege, vierter Doppelpack: Nur der Zernitzer SV jubelt daheim

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Eric Stiefel (am Ball) traf zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 3:0-Erfolg seiner Wusterhausener bei Union Neuruppin II.
Eric Stiefel (am Ball) traf zum zwischenzeitlichen 2:0 beim 3:0-Erfolg seiner Wusterhausener bei Union Neuruppin II. © Dirk Becker
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Kreisoberliga Prignitz/Ruppin: Talfahrt der SG Stahl Wittstock geht weiter, Blau-Weiß Wusterhausen feiert dritten Zu-Null-Sieg in Serie.

Fußball-Kreisoberliga, 18. Spieltag 2021/22: Zernitzer SV – TSV Wustrau 4:0 (1:0). Tore: 1:0 Manuel Lübke (35.), 2:0 Robert Tietz (68.), 3:0 Lübke (80.), 4:0 Christof Bernier (90.+2). Zuschauer: 114. Einen gelungen Einstand als neuer Trainer des Zernitzer SV feierte Alexander Jarius. Mit 4:0 besiegten seine Schützlinge den TSV Wustrau. „Und das absolut verdient“, wie Jarius empfand, „wir hatten den Gegner im Griff und maximal eine Torchance zugelassen.“ Vor allem Torjäger Domenic Biemann hatte bei der Defensive des Gastgebers einen schweren Stand. Auf der Gegenseite war es Manuel Lübke, der seinen vierten Doppelpack in Serie schnürte und damit die Torschützenliste der Liga mit 18 Treffern anführt.

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Union Neuruppin II – Blau-Weiß Wusterhausen 0:3 (0:0). Tore: 0:1 Pascal Daube (48.), 0:2 Eric Stiefel (53.), 0:3 Paul Vatter (80.). Zuschauer: 47. Einen verdienten, wenn auch hart erkämpften, Dreier fuhren die Blau-Weißen ein. „Meine Jungs haben gut angefangen, versäumten es aber, das erste Tor zu machen“, erklärte Wusterhausen-Coach Andreas Nucklies. Stattdessen gewannen die ersatzgeschwächten Gildenhaller noch vor dem Seitenwechsel Oberwasser. „Da verlieren wir den Faden. Union muss in dieser Phase auch einen Elfmeter bekommen, da haben wir Glück gehabt“, sagte Nucklies fair. Der Doppelschlag zu Beginn des zweiten Durchgangs war ein Brustlöser: „Danach hatten wir alles im Griff, legen per Weitschuss noch nach. Der Sieg war dann in Ordnung.“

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Stahl Wittstock – Rot-Weiß Kyritz 2:3 (1:2). Tore: 0:1 Stefan Keiling (37.), 1:1 Jannes Langerwisch (40., Strafstoß), 1:2, 1:3 Jens Westphal (43., 50.), 2:3 Mathias Dannehl (66., Strafstoß). Gelb-Rote Karte: Benjamin Deutschmann (56., wdh. Foulspiel, Stahl). Zuschauer: 85. Durch die neuerliche Niederlage haben sich die Stählernen wohl endgültig aus dem Meisterrennen verabschiedet. „Das war schon vorher nicht mehr unser Anspruch“, sagte Matthias Stock. Der Wittstocker Co-Trainer will mit seinem Team „irgendwie durch die Saison kommen, vernünftig und mit Anstand“. Dabei war Stahl keineswegs die schlechtere Mannschaft, doch drei Kyritzer Standardsituationen brachen dem Gastgeber das Genick. „Viel spielte sich zwischen den Strafräumen ab, unsere ruhenden Bälle haben wir perfekt ausgenutzt“, resümierte RWK-Trainer Mario Schneider. Der Hausherr war zu zehnt bemüht, es fehlte aber das Quäntchen Glück.

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BSV Zaatzke – Garz-Hoppenrade 0:4 (0:4). Tore: 0:1 Wilhelm Schiele (7.), 0:2 Eric Pörschke (11.), 0:3 Leon Neumann (30.), 0:4 Schiele (44.). Zuschauer: 41. „Garz hat unsere Fehler konsequent ausgenutzt“, haderte BSV-Coach Bastian Klakow. Früh geriet Zaatzke auf die Verliererstraße, der Plan der Gäste ging voll auf, erklärte Trainer Daniel Klukas: „Wir wollten sofort Druck machen, die frühen Tore gaben uns Sicherheit.“ Zwar kämpfte der BSV bis zum Ende, doch „wir haben es gut verteidigt bekommen“, so Klukas.

Blumenthal/Grabow – SV 90 Fehrbellin 1:2 (1:2). Tore: 0:1 Thales Simm (5.), 0:2 Hannes Katzenski (9.), 1:2 René Steinhauer (45.). Zuschauer: 80. Eiskalt erwischt wurden die Grabower um Trainer Ralf Lengert: „Wir waren noch nicht wach, da stand es durch individuelle Fehler bereits 0:2.“ Besetzungstechnisch gebeutelt, fehlten die Mittel, um die 90er zu brechen. „Das war einer der schwächeren Auftritte, da muss man es auch akzeptieren, wenn der Gegner den Platz als Sieger verlässt“, so Lengert. Der Gegner war der SV 90, bei dem Coach Ronald Schubert und Co-Trainer Christian Bertz nicht mehr an der Seitenlinie stehen. „Wir haben unser Amt nach dem Spiel gegen Wustrau niedergelegt“, erklärte Schubert auf Nachfrage. Vorerst übernimmt Richard Hasse als spielender Übungsleiter.