17. Juli 2020 / 16:49 Uhr

Erstes Fußball-Testspiel nach der Corona-Pause ohne Schiedsrichter?

Erstes Fußball-Testspiel nach der Corona-Pause ohne Schiedsrichter?

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Normalerweise schaut immer ein Schiri drauf: Doch im ersten heimischen Fußball-Spiel nach der Corona-Pause muss das nicht unbedingt der Fall sein, hat Wolfsburg Schiri-Boss Claudio Menna (r.) angekündigt.
Normalerweise schaut immer ein Schiri drauf: Doch im ersten heimischen Fußball-Spiel nach der Corona-Pause muss das nicht unbedingt der Fall sein, hat Wolfsburg Schiri-Boss Claudio Menna (r.) angekündigt. © Baschin/Gerewitz
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Am Sonntag empfängt der VfR Eintracht Nord den SV Eischott zum ersten Testspiel nach der Corona-Pause. Für Wolfsburgs Schiedsrichter könnte die Partie zu früh kommen, die Gifhorner Kollegen können sich noch eine Woche länger auf ihre Rückkehr vorbereiten.

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Endlich geht es nach der Corona-Pause wieder auf den Platz! Am Sonntag (13 Uhr) stehen sich der VfR Eintracht Nord (1. Kreisklasse Wolfsburg) und der SV Eischott (1. Kreisklasse Gifhorn 1) im ersten Testspiel heimischer Klubs gegenüber. Das erlauben die jüngsten Lockerungen der niedersächsischen Landesregierung. Doch die 22 Spieler sind dann auf dem Feld natürlich nicht alleine: Mit dabei ist auch mindestens ein Schiedsrichter. Doch das Spiel könnte für die Unparteiischen in Wolfsburg zu früh kommen.

Wolfsburgs Schiedsrichter-Ausschuss-Vorsitzender Claudio Menna will das vorgelegte Hygiene-Konzept des NFV erst im Detail mit seinem Team durcharbeiten, bevor er die Herren an der Pfeife auf die Plätze schickt. „Wir haben noch keinen Schiedsrichter für das Spiel nominiert. Hier geht es nicht um Schnelligkeit, sondern die Gesundheit steht an erster Stelle“, sagt Menna.

Partie auch ohne Schiedsrichter möglich

Der Wolfsburger Schiri-Boss lässt sich zwei Optionen offen: Entweder wird er am Samstag kurzfristig einen Schiedsrichter für die Partie benennen, wenn das Konzept für ihn stimmig ist und er den Unparteiischen mit den nötigen Unterlagen versorgt hat. Es ist aber auch möglich, dass am Sonntag kein Schiedsrichter des NFV-Kreises auf das Spiel angesetzt wird. „Die Vereine können das Testspiel auch ohne einen offiziellen Schiedsrichter absolvieren“, sagt Menna.

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Schiedsrichter soll sich auf das Spiel fokussieren können

Grundsätzlich sieht die Vorbereitung der Schiedsrichter für die anstehenden Testspiele genauso aus, wie sonst auch. Natürlich gilt es auch für sie, die geltenden Abstands- und Hygiene-Maßnahmen abseits der Partie einzuhalten. „Wir sind da im engen Austausch mit den Behörden und halten uns an das Hygiene-Konzept“, sagt Menna, dem wichtig ist, dass seine Schiedsrichter sich auf das Geschehen auf dem Spielfeld konzentrieren können.

„Wir werden das Spiel leiten, aber wir sind nicht dafür da, zu schauen, ob die Hygiene-Vorschriften von jedem eingehalten werden. Unser Fokus ist, dass wir den Schutz der Schiedsrichter gewährleisten“, sagt Menna. Der gastgebende Verein ist dafür verantwortlich, dass die Maßnahmen von allen Sportlern und möglichen Zuschauern eingehalten werden.

Gifhorn hat längere Vorbereitung

In Gifhorn haben die Schiedsrichter noch ein paar Tage länger Zeit, die erste Partie bestreitet nach jetzigem Stand der Bezirksligist TSV Hillerse am 26. Juli gegen den MTV Hondelage. Der Schiedsrichter-Ausschuss-Vorsitzende Dennis Laeseke will die Zeit bis dahin nutzen, um letzte Fragen zu klären. „Wir müssen auch schauen, was passiert mit Schiedsrichtern, die zur Risikogruppe gehören“, sagt sagt der Gifhorner Schiri-Chef.

30 Personen: Schiedsrichter-Assistenten zählen nicht dazu

Im NFV-Hygiene-Konzept werden Schiedsrichter-Assistenten beispielsweise nicht zu den 30 Personen gezählt, die sich laut Corona-Verordnung gemeinsam auf dem Platz befinden dürfen. „Das ist auch eine Frage, die noch geklärt werden muss“, sagt Laeseke. Bei 22 Spielern auf dem Feld - plus Schiedsrichter - sind für beide Teams zusammen noch sieben Auswechselungen möglich. Auch die Frage, welche Mannschaften drei- und welche viermal wechseln darf, ist noch nicht geklärt. Laeseke: „Wir sind da noch in der Findungsphase."