09. Juni 2021 / 17:29 Uhr

Oberligist MTV Gifhorn kehrt ins Mannschaftstraining zurück, aber "ganz, ganz locker"

Oberligist MTV Gifhorn kehrt ins Mannschaftstraining zurück, aber "ganz, ganz locker"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Rückkehr ins Mannschaftstraining: Trainer Michael Spies freut sich, lässt es nach der langen Pause aber locker angehen.
Rückkehr ins Mannschaftstraining: Trainer Michael Spies freut sich, lässt es nach der langen Pause aber locker angehen. © Sebastian Preuß
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Am Dienstag fand das erste Mannschaftstraining für die Fußballer des Oberligisten MTV Gifhorn statt. Das Team soll nach der langen Pause langsam wieder an den Wettbewerbs-Rhythmus herangeführt werden, um Verletzungen vorzubeugen.

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Zurück ins Mannschaftstraining. Bereits in der vergangenen Woche trafen sich die Kicker von Fußball-Oberligist MTV Gifhorn zum Training, da allerdings noch in Kleingruppen und auf Abstand. Am Dienstagabend fand erstmals seit November wieder Mannschaftstraining statt, worüber Trainer Michael Spies sich sehr freute. Es war eine Einheit mit angezogener Handbremse, an ein normales Training war noch nicht zu denken. „Nach so langer Zeit ist eine große Verletzungsgefahr da, die wollen wir minimieren, es geht ganz, ganz locker los“, so Spies, dem direkt auffiel, wer es in der Zeit ohne gemeinsames Training schleifen ließ. „Man sieht, dass der eine ein wenig fitter ist, als der andere, aber wir haben noch genügend Zeit.“

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Kaderplanung gedanklich abgeschlossen

Kim Kemnitz sowie Nireas Igbinoba befinden sich noch im Urlaub und fehlten bei der ersten Zusammenkunft auf dem Rasen an der Flutmulde. Lennart Keil, Neuzugang aus der eigenen U19, musste angeschlagen passen, auch Marc Upmann, der vor der Abgabe seiner Master-Arbeit steht, war nicht dabei. 24 Spieler gehören dem MTV-Kader an, vier mehr als in der vergangenen Saison. „Wir benötigen auch mehr Spieler, weil die Verletzungsgefahr durch Corona größer sein kann“, sagt Spies, der mit der Kader-Planung zufrieden ist: „Wir müssen nichts mehr machen, falls doch, dann müssen wir hundertprozentig davon überzeugt sein. Sprich, ein Spieler, der uns sofort weiterbringen kann oder ein absolutes Top-Talent.“ Oder es gebe in der Vorbereitung auf einer Position Probleme.

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Neben Keil rückte auch Athanasios Palanis aus der eigenen U19 zum Oberliga-Kader auf, mit Sören Saikowski (SSV Kästorf), den Luczkiewicz-Brüdern Marvin und Melvin (beide Vahdet Braunschweig) und Niklas Pieper aus der U19 von Eintracht Braunschweig kamen vier externe Zugänge. Einzig Erik Weinhauer und Noah Moreno Silva werden den Verein wohl aufgrund von Sport-Stipendien Richtung USA verlassen.



Der MTV zeichnet sich durch seinen Zusammenhalt aus, das zeigen auch die vier externen Neuzugänge, die allesamt eine MTV-Vergangenheit haben. Trainer Michael Spies sowie seine Co-Trainer Daniel Spies und René Cassel hatten ihre Verträge im März verlängert, auch dieses Zeichen der Kontinuität sei wichtig für den Gemeinschafts-Sinn. Zudem, betont der Coach, leistet auch der Betreuer-Stab eine tolle Arbeit. „Es ist für die ganze Mannschaft wichtig, dass wir ein gut funktionierendes Team um sie herum haben."

Wiedersehen mit Jovan Hoffart

Um Testspiele bemühte sich der MTV bereits, einzig die Termine wurden noch nicht festgelegt. Ausnahme ist der 2. Juli, da wird es ein Wiedersehen mit Ex-MTVer Jovan Hoffart geben, der im vergangenen Jahr zu Regionalligist HSC Hannover gewechselt war.

Zu- und Abgänge MTV Gifhorn

Zugänge:

  • Sören Saikowski (SSV Kästorf)
  • Marvin Luczkiewicz
  • Melvin Luczkiewicz (Vahdet Braunschweig)
  • Niklas Pieper (U19 Eintracht Braunschweig)
  • Lennart Keil (eigene U19)
  • Athanasios Palanis (eigene U19)

Abgänge: keine

Infos zur Oberliga

Die kommende Saison in der Oberliga Niedersachsen soll Mitte August starten, die Einteilung der Spielklassen wurde noch nicht festgelegt, die Entscheidung wird auf der nächsten Verbandsspielausschuss-Sitzung getroffen, die noch nicht terminiert wurde. Deren Vorsitzender Jürgen Stebani geht davon aus, dass es, wie in der vergangenen Saison wieder geteilte Staffeln geben wird. „Ich sehe keine Alternative, da wir keine Absteiger haben.“ Was ebenfalls beibehalten wird, ist der abgeänderte Pokal-Wettbewerb. Der Niedersächsische Fußball-Verband testete zwei Jahre lang einen neuen Modus für den NFV-Pokal, im Dezember fiel die Entscheidung, dass es auch in Zukunft die bestehenden zwei Wettbewerbe geben wird. Regionalligisten und Drittligisten treffen in einem Wettbewerb aufeinander, Oberligisten und die vier Bezirkspokal-Sieger in einem anderen, die jeweiligen Finalsieger ziehen in den DFB-Pokal ein.