15. April 2019 / 11:39 Uhr

Fußball-Oberliga: TSV Schilksee und Inter Türkspor Kiel zittern weiter

Fußball-Oberliga: TSV Schilksee und Inter Türkspor Kiel zittern weiter

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Inter Türkspors Mannschaftskapitän Erdogan Cumur (li.) hat mit diesem Schuss gegen den Eutiner Thies Bochardt noch Pech, erzielte aber später den Ausgleich.
Inter Türkspors Mannschaftskapitän Erdogan Cumur (li.) hat mit diesem Schuss gegen den Eutiner Thies Bochardt noch Pech, erzielte aber später den Ausgleich. © Uwe Paesler
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In zwei Abstiegsduellen gab es Punkteteilungen, weshalb sowohl der TSV Schilksee als auch Inter Türkspor Kiel weiter um den Klassenerhalt bangen müssen. Der TSV Bordesholm hingegen beseitigte mit dem 2:1-Sieg gegen den TSV Lägerdorf letzte Zweifel am Klassenerhalt.

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Will denn in der Fußball-Oberliga keiner frühzeitig den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen? Doch! Der TSV Bordesholm beseitigte mit einem 2:1-Heimsieg gegen den TSV Lägerdorf wohl die letzten Restzweifel am Oberligaverbleib. Hingegen verpassten Inter Türkspor Kiel und Eutin 08 durch das 1:1 im direkten Duell den finalen Befreiungsschlag. Weiter zittern mit jeweils 27 Punkten müssen der TSV Schilksee, der zu einem glücklichen 1:1 gegen den VfR Neumünster kam, und der PSV Neumünster, der seine Talfahrt auch gegen den SC Weiche Flensburg 08 (0:2) nicht stoppen konnte.

Inter Türkspor Kiel – Eutin 08 1:1

Inter war das bessere Team, geriet aber durch einen umstrittenen Foulelfmeter in Rückstand. „Das muss man nicht unbedingt pfeifen“, meinte Inter-Trainer Özcan Atasoy, als Eutins Egzon Lahi nach einem Kontakt mit Chris Schimming zu Boden fiel. Rasmus Tobinski verwandelte (18.). Danach vergaben die Gäste durch Tobinski (36.) und Sören Lepin (45.) zwei Hochkaräter. Türkspor blieb dominant und hatte durch Ali Kalma (28.) und Erdogan Cumur (33.) gute Gelegenheiten. „Wir waren mit und ohne Ball aktiver und konnten uns gut durchspielen. Beim Abschluss fehlte aber die Konsequenz“, so Atasoy, dessen Team im zweiten Abschnitt immer überlegener wurde. Die Hereinnahme von Ramyar Ismail (65.) brachte Schwung. Cumur wechselte nach außen, Ismail lauerte im Sturmzentrum. Dann setzte sich Cumur über rechts durch und glich aus spitzem Winkel verdient aus (68.). Anschließend wehrte Eutins Schlussmann Nikolas Wulf mit dem Fuß einen Schuss von Cumur ab (75.), ehe Alban Jasari den Ball in die Maschen beförderte. Schiedsrichter Eike-Robert Albig verweigerte dem Treffer aber nach Intervention seines Assistenten die Anerkennung. „Schade. Aber immerhin haben wir einen Punkt geholt. Den haben sich meine Jungs auch verdient“, sagte Atasoy. „Wir hatten die hochwertigeren Chancen. Deshalb geht das Ergebnis in Ordnung“, sagte Eutins Trainer Dennis Jaacks.

(von Michael Felke)

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TSV Bordesholm – TSV Lägerdorf 2:1

In den ersten 20 Minuten hatte die Heimmannschaft das Spielgeschehen gut im Griff, was auch ihrem Coach Björn Sörensen gefiel. „Das war so, wie ich es mir vorgestellt habe. Danach haben wir den Faden aber komplett verloren.“ Das nutzten die Lägerdorfer für sich aus und starteten gefällige Offensivaktionen. Bei ihrem Führungstor profitierten sie allerdings von einem krassen Fehlpass des Bordesholmers Benedict Klimmek, dem prompt der Rückstand durch Yanneck Kuhr (37.) folgte. Kaum aus der Halbzeit heraus wieder auf dem Platz, drehten die Gastgeber das Spiel. Sebastian Klimmek traf erst zum Ausgleich (48.) und dann mit einem Distanzschuss aus 20 Metern zum 2:1 (63.). Danach ließen die Bordesholmer die Zügel wieder schleifen und hatten letztlich Glück, dass der nie aufsteckende Tabellenletzte aus Lägerdorf seine Chancen nicht verwerten konnte. Die größte Möglichkeit ließ Lasse Engel aus, der den Bordesholmer Keeper Thorsten Schütt ausgespielt hatte, dann den Ball aber übers leere Tor jagte (76.). „Wir haben es versäumt, nach unserer Führung souveräner zum Sieg zu kommen“, bilanzierte Björn Sörensen nach dem Schlusspfiff.

(von Reinhard Gusner)

TSV Schilksee – VfR Neumünster 1:1

„Wir sind überglücklich mit diesem Punkt. Der VfR war eindeutig das bessere Team“, sagte Schilksees Coach Benjamin Szodruch. Seine Elf blieb trotz der frühen Führung durch Yannik Jakubowski blass. Der Zugriff auf den VfR fehlte. Die Veilchen hielten mit hoher Laufbereitschaft und viel Leidenschaft dagegen, erspielten sich nach dem Seitenwechsel ein deutliches Chancenplus. Dann stach Joker Sefa Cakir zum Ausgleich (66.). Und es war mehr drin. Nach einem Foul von Schilksees Philipp Spohn an Cakir pfiff Schiedsrichter Torben Neesch (TSV Drelsdorf) Elfmeter. Doch VfR-Angreifer Tarik Alioua zeigte Nerven und setzte den Strafstoß neben das Tor (88.). „Wir hätten uns den Sieg verdient gehabt. Für Lob können wir uns nichts kaufen. Aber wir haben erneut einen Matchball vergeben, jetzt wird es ganz schwer“, sagt VfR-Coach Jörg Zenker mit Blick auf die Chancen im Abstiegskampf.

Klickt euch durch die Fotos zur Oberliga-Begegnung zwischen dem TSV Schilksee und dem VfR Neumünster:

Viktor Dragusha (Mitte/TSVS) setzt sich gegen Nick Sita Lututala und Kjell Tietgen (re.) durch und legt damit den Grundstein zum 1:0. Zur Galerie
Viktor Dragusha (Mitte/TSVS) setzt sich gegen Nick Sita Lututala und Kjell Tietgen (re.) durch und legt damit den Grundstein zum 1:0. ©
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PSV Neumünster – Weiche Flensburg 08 II 0:2

Gerade einmal 53 Sekunden waren gespielt, da kreuzte PSV-Angreifer Patrick Fürst nach einem Ballverlust von Jannis Pläschke völlig frei vor Weiche-Keeper Mats Hinrichs auf, doch der bekam irgendwie noch die Fußspitze an den Ball. Fortan lieferten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe, wobei die Gäste durch Sebastian Kiesbye (9.) und Martin Pitter (29.) ebenfalls zwei Hochkaräter ausließen. Ein individueller Fehler brachte die Polizisten auf die Verliererstraße. Eine vom Wind verwehte Ecke bekam PSV-Torwart Jan Seelow nicht unter Kontrolle, so dass Hendrik Ostermann zum 1:0 (69.) abstaubte. Der PSV erhöhte das Risiko und kassierte kurz vor Schluss durch Jannik Drews den 0:2-Genickschlag. „Die Laufbereitschaft und die Einstellung stimmte, aber unser großes Manko ist die Chancenverwertung. Was sich uns bietet, müssen wir nutzen“, haderte PSV-Coach Thomas Möller nach der fünften Niederlage in Serie.

Das sind die besten Torjäger in Schleswig-Holstein (Oberliga, Landesliga und Verbandsliga). Stand: 27. Mai 2019.

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