17. November 2020 / 16:14 Uhr

BFC Dynamo bietet Patenschaft für Spieler an, Lok Leipzig verkauft Bahnschwellen

BFC Dynamo bietet Patenschaft für Spieler an, Lok Leipzig verkauft Bahnschwellen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Hinspiel trennten sich der BFC Dynamo und der 1. FC Lok 0:0.
Der BFC Dynamo (weinrote Trikots) und der 1. FC Lok Leipzig haben sich kreative Ideen überlegt, um den finanziellen Schaden durch die gegnwärte Zwangspause im Rahmen zu halten. © Thomas Gorlt/Archivbild
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Regionalliga Nordost: Mannschaften benötigen in Zeiten des unterbrochenen Spielbetriebs besonders viel Fan-Unterstützung.

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Bereits während der ersten coronabedingten Pause im Frühjahr wurden die Vereine in der Fußball-Regionalliga Nordost sehr kreativ. Sie suchten nach Lösungen, um den finanziellen Schaden während der Zwangspause im Rahmen zu halten.

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Die BSG Chemie Leipzig hatte zum Beispiel Unterstützerpakete gepackt und über die Internetseite verkauft. Nach vier Tagen hatte man damit schon 80 000 Euro eingenommen. Fans des FC Energie Cottbus konnten „Antikörper“ für rund 20 Euro erwerben, um dabei mitzuhelfen, den Verein „immun“ gegen die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus zu machen. „Sie können lindern, Sicherheit geben und Platz für unsere Zukunft geben“, teilte der Verein damals mit. Beim SV Babelsberg 03 konnten sich Sympathisanten zur Unterstützung des Vereins im Frühjahr zum Beispiel Tickets für ein virtuelles Heimspiel sichern oder auf der Vereinshomepage gegen Bezahlung Retro-Matches ansehen. Rund 80 000 Euro kamen zusammen.

In Bildern: Das sind die Rekordspieler der Regionalliga Nordost seit 2012/13. Stand: 16. März 2020

<b>Das sind die Rekordspieler der Regionalliga Nordost seit der Saison 2012/13.</b> Zur Galerie
Das sind die Rekordspieler der Regionalliga Nordost seit der Saison 2012/13. ©

Unter der Überschrift „Neue Wege in ungewöhnlichen Zeiten“ wirbt der BFC Dynamo seit Samstag für eine Spielerpatenschaft, die interessierte Fans für 599 Euro erwerben können. Damit würden sie sich „viele tolle Highlights“ sowie „Aufmerksamkeit im Stadion und bei vielen offiziellen Auftritten“ mit ihrem Lieblingskicker der Weinroten sichern.

Beim 1. FC Lok Leipzig, dessen Mannschaft seit dem Sommer vom Ex-Babelsberger Almedin Civa trainiert wird, wirbt man auf der Homepage mit dem Slogan „Wir ziehen die Loksche ins neue Jahr“ um zusätzliche Unterstützung. Dafür verkauft der Club aus der sächsischen Messestadt virtuelle Bahnschwellen zum Preis von einem Euro und fragt: „Wie viele legst du auf unseren Weg ins neue Jahr?“ Lok-Präsident Thomas Löwe wendet sich auf der vereinseigenen Homepage an Mitglieder und Sympathisanten und sagt: „Um die Situation weiter so bravourös zu meistern, bitten wir euch erneut um eure Unterstützung, wohlwissend, dass diese Krise bei vielen auch am eigenen Geldbeutel nicht spurlos vorübergeht.“

Im Frühjahr hatte Lok zum Preis von einem Euro Tickets für ein virtuelles Rekordspiel – angelehnt an das legendäre Europapokal-Halbfinale gegen Bordeaux 1987 – mehrere zehntausend Euro eingenommen. „Ihr habt sensationell große Summen gespendet, die Anzahl der Sponsoren ist während der Krise sogar noch deutlich gewachsen“, zeigt sich Thomas Löwe dankbar und hofft, bald wieder vor Zuschauern spielen zu können. „Fußball bei Lok funktioniert nur mit euch, im Stadion und im gesamten Vereinsleben.“