24. September 2018 / 10:11 Uhr

Fußball-Regionalliga Nord: Holstein Kiel II klettert auf Rang vier

Fußball-Regionalliga Nord: Holstein Kiel II klettert auf Rang vier

Jan-Philipp Wottge
Kieler Nachrichten
Jubeltraube: Die Jungstörche feiern den 1:0-Torschützen Noah Awuku (unten Zweiter von rechts).
Jubeltraube: Die Jungstörche feiern den 1:0-Torschützen Noah Awuku (unten Zweiter von rechts). © Wottge
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Jungstörche schlagen SSV Jeddeloh nach ereignisreicher zweiter Halbzeit mit 2:0

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Dem Nieselregen und dem grauen Himmel zum Trotz strahlten die Jungstörche nach dem Schlusspfiff heller als die imaginäre Sommersonne. Die drei Spiele währende Sieglosserie beendete Holstein Kiel II in der Regionalliga Nord mit einem 2:0-Heimsieg vor lediglich 155 wetterfesten Zuschauern. Durch den fünften Saisonsieg kletterte die Werner-Elf auf Rang vier.

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„Wir haben sehr gut, sehr erwachsen gespielt“, lobte KSV-Coach Ole Werner nach dem 2:0-Sieg. Es war einer mit langem Anlauf. Die Jungstörche konnten ihre optischen Vorteile zunächst nicht in Durchschlagskraft umwandeln. „Wir haben nicht den Zugriff auf Holstein bekommen wie wir uns das erwünscht haben“, gab Jeddelohs Trainer Kay Riebau unumwunden zu. Die Niedersachsen hechelten hinterher. Gefährlich wurde es allerdings erst, als Laurynas Kulikas einen Kopfballwischer knapp neben dem Gästetor platzierte (15.). Nach einem Sander-Diagonalschlag prüfte der agile Noah Awuku SSV-Keeper Marco Maaß aus spitzem Winkel. Auf der Gegenseite lenkte KSV-Schlussmann einen Aufsetzer von Mats Kaiser zur Ecke (33.).

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Die zweite Halbzeit war keine 25 Sekunden alt, da war die wie in Stein gemeißelte Null Geschichte. Noah Awuku zirkelte einen Querpass des überragenden Barne Pernot von der Strafraumgrenze zum 1:0 in die Maschen. Es war das Startsignal für munteren Offensivfußball. Tim Siedschlag konnte seinem Kopfball nach Sander-Flanke nicht den nötigen Druck verleihen (48.), dann brannte es in der Störche-Box. Jeddelohs Thorsten Tönnies setzte einen Kopfball freistehend über das Tor. Der nasse Rasen dampfte. Es ging hoch und runter. Jungstorch Laurynas Kulikas wurde von Gnerlich geblockt (51.). KSV-Keeper Timon Weiner fischte einen Freistoß von Ex-Storch und Weltenbummler Björn Lindemann („Hier in Kiel entwickelt sich viel Gutes. Trotzdem hätte ich gerne einen Punkt mitgenommen“) aus dem Winkel (55.).

Die Bilder zur Regionalliga-Begegnung zwischen Holstein Kiel II und dem SSV Jeddeloh:

Volles Risiko: Holsteins Narek Abrahamyan (links) zieht ab. Jeddelohs Conor Gnerlich versucht, zu retten. Zur Galerie
Volles Risiko: Holsteins Narek Abrahamyan (links) zieht ab. Jeddelohs Conor Gnerlich versucht, zu retten. ©

Die Kieler verpassten es im Anschluss, für die Vorentscheidung zu sorgen. Den Abpraller nach einem Pernot-Kopfball jagte Narek Abrahamyan (67.) über das Tor. Tjorve Mohrs Kopfball klatschte gegen das Aluminium (75.). Erst Barne Pernot tütete die drei Punkte ein, als er ansatzlos ins kurze Eck zum 2:0 (89.) traf. In der Schlussminute kratzte schließlich KSV-Kapitän Florian Foit einen Wegener-Schuss von der Linie. „Das Spiel war in der zweiten Halbzeit offen. In der ersten Halbzeit haben wir es gut gelöst. Einzig die Konsequenz im letzten Drittel fehlte“, resümierte Werner. Die 155 wetterfesten Zuschauer im Citti Fussball Park haben ihr Kommen indes nicht bereut, schließlich feierten die U23-Störche im fünften Heimspiel bereits den vierten Heimsieg.