10. Dezember 2020 / 20:21 Uhr

Zwei Varianten, keine Entscheidung: Wie geht's weiter für den VfL II in der Regionalliga?

Zwei Varianten, keine Entscheidung: Wie geht's weiter für den VfL II in der Regionalliga?

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Eine Entscheidung steht aus: Noch wissen der VfL Wolfsburg II (grüne Trikots) und die anderen 21 Vereine aus der Regionalliga Nord nicht, wie es weitergeht.
Eine Entscheidung steht aus: Noch wissen der VfL Wolfsburg II (grüne Trikots) und die anderen 21 Vereine aus der Regionalliga Nord nicht, wie es weitergeht. © Boris Baschin
Anzeige

Am Donnerstag tauschte sich der Norddeutsche Fußball-Verband mit den 22 Vereinen aus der Regionalliga Nord in einer Telefonkonferenz aus, um den weiteren Saison-Verlauf zu diskutieren. Nun liegen zwei mögliche Varianten auf dem Tisch, eine Entscheidung gab's aber noch nicht.

Anzeige

Die 22 Vereine der Regionalliga Nord warten weiter auf eine Entscheidung, wie die Saison im kommenden Jahr fortgesetzt werden soll. Aber: Es scheint auf zwei Varianten hinauszulaufen. Variante Nummer 1: Die Qualifikations-Runde wird als einfache Runde gespielt, nur die Nachhol-Partien der Hinserie werden 2021 noch absolviert, dann folgen direkt Meister- und Abstiegsrunde. Das Streit-Thema bei der Telefonkonferenz am Donnerstag zwischen dem Norddeutschen Fußball-Verband und den Vereinen war, ob und in welcher Form die bereits erspielten Punkte und Tore dann mit in die Meister- und Abstiegsrunden genommen werden. Variante Nummer 2 sieht vor, dass die Quali-Runde in Hin- und Rückserie ganz normal beendet wird und anschließend nur noch Relegationsspiele zwischen den beiden Staffel-Siegern ausgetragen werden.

Anzeige
Mehr zum VfL Wolfsburg

Würde der Norddeutsche Fußball-Verband die zweite Variante beschließen, hätte der VfL Wolfsburg II als Tabellen-Neunter noch immer die Chance, sich für das Relegationsspiel um den Aufstieg zu qualifizieren. Beim Abbruch nach der Qualifikations-Hinrunde hätte das Team von Trainer Henning Bürger bei nur noch einem ausstehenden Spiel (bei Schlusslicht Atlas Delmenhorst) keine Möglichkeit mehr, es unter die besten fünf Mannschaften zu schaffen. Hannover 96 II hat als Tabellen-Fünfter vier Punkte Vorsprung auf den VfL II, der mit neun Punkten auf Rang neun steht.

So viel ist klar: Der Zeitplan ist straff, bis zum 31. Mai muss die Saison aufgrund der EM und der folgenden Relegation mit dem Meister der Regionalliga Bayern ein Ende gefunden haben. Ursprünglich war geplant, dass sich die 22 Mannschaften aus den Staffeln Nord und Süd ab Anfang Februar auf zehn Teams in der Auf- und zwölf Klubs in der Abstiegsrunde aufteilen.

Viele offene Fragen, aber kein Ergebnis. Und wie geht es nun weiter? „Der Verbands-Spielausschuss wird darüber am Montag sprechen“, sagt dessen Vorsitzender Jürgen Stebani, „aber es kann noch keine finale Entscheidung geben, weil niemand weiß, wann es tatsächlich wieder losgehen kann.“ Klar ist, dass es nicht so weitergehen kann, „wie wir es ursprünglich vor hatten. Das kann nicht gehen, allein schon aus Zeitgründen.“ Wird es noch 2020 eine Entscheidung geben? „Eher nicht“, sagt Stebani.