07. Februar 2021 / 19:23 Uhr

Heimische Fußball-Vertreter glauben an frühere Rückkehr zum Spielbetrieb als 23. Juli

Heimische Fußball-Vertreter glauben an frühere Rückkehr zum Spielbetrieb als 23. Juli

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sehen es ähnlich wie NFV-Präsident Distelrath: Gifhorns Kreisvorsitzender Ralf Thomas (r.) und Wolfsburgs Spielausschuss-Vorsitzender Bernd Hartwig rechnen mit der Rückkehr auf die Fußballplätze im März.
Sehen es ähnlich wie NFV-Präsident Distelrath: Gifhorns Kreisvorsitzender Ralf Thomas (r.) und Wolfsburgs Spielausschuss-Vorsitzender Bernd Hartwig rechnen mit der Rückkehr auf die Fußballplätze im März. © Tim Schulze / Gero Gerewitz / NFV- Kreis GF
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Der Landessportbund Niedersachsen (LSB) plant die Rückkehr in den Mannschaftssport ab dem 23. Juli, der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV), in Person von Präsident Günter Distelrath, nennt das Vorhaben „weder plausibel noch akzeptabel“. Die Vertreter aus Gifhorn und Wolfsburg rechnen mit einer Rückkehr auf die Fußballplätze ab März.

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Auf dem 46. NFV-Verbandstag übte der wiedergewählte Distelrath deutliche Kritik am Vorhaben des LSB: „Zu diesem Zeitplan sagen wir in aller Deutlichkeit nur ein Wort. Und dieses heißt: nein. Wir sagen nein, dass erst ab dem 23. Juli die Rückkehr zum gewohnten Sportbetrieb möglich sein soll.“ Vorausgegangen am Vorhaben des Landessportbunds war die Veröffentlichung des Stufenplans 2.0 des Landes Niedersachsen.

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Distelrath weist darauf hin, dass der Fußball eine „wichtige Kraft ist, um unsere Gesellschaft zusammenzuhalten. Eine Kraft, die unser Land mehr denn je braucht. Deshalb fordern wir einen weitaus früheren Wiederbeginn von Training und Wettkampfsport ein, sofern es der Inzidenz-Wert zulässt, und dies wäre ein Wert zwischen 50 und 25.“ Konkret bedeute dies „einen Wiederbeginn von Trainingsmöglichkeiten in festen Gruppen im Verein ab März und einen Beginn von Wettkampfsport in Gruppenstärke von bis zu 50 Personen ab April“.

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"Werden auf keinen Fall erst im Juli anfangen"

Gifhorns Kreisvorsitzender Ralf Thomas sieht die Situation ebenfalls wie Distelrath und beim niedersächsischen Stufenplan mehr Handlungsspielraum: „Der LSB kann gern eine Meinung haben, aber wir halten uns an den Stufenplan von Ministerpräsident Stephan Weil. Wir haben eine sportliche und gesellschaftliche Verantwortung und die nehmen wir ernst. Wir werden auf keinen Fall erst im Juli anfangen.“ Wann wieder begonnen werden kann, hänge vom Verlauf der Pandemie ab, „aber wir sind zuversichtlich, dass wir früher wieder beginnen können“, so Thomas. Der Kreis Gifhorn plant sogar, bereits im März wieder in den Spielbetrieb zurückkehren zu können, „doch es hängt beispielsweise auch davon ab, wie sehr uns die Coronavirus-Mutationen noch beschäftigen werden.“

Wolfsburgs Spielausschuss-Vorsitzender Bernd Hartwig geht davon aus, dass der bis 14. Februar festgelegte Lockdown verlängert wird, aber anhand des aktuellen Pandemie-Verlaufs ab Mitte März wieder trainiert werden kann. Es werden laut Hartwig die Konzepte greifen, wie auch nach dem vorherigen Lockdown, ohne die Benutzung der Duschen in den Umkleidekabinen und mit getrennten Ein- und Ausgängen: „Bei einem Inzidenz-Wert unter 50 können wir ab Mitte März wieder Fußball spielen, denn auf den Plätzen ist bisher das Wenigste passiert.“