12. Mai 2020 / 15:40 Uhr

Ginczek wird gegen Augsburg zum Alleinunterhalter: "Können es kaum erwarten"

Ginczek wird gegen Augsburg zum Alleinunterhalter: "Können es kaum erwarten"

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Erzielte gegen den SC Paderborn seine einzigen beiden Saison-Treffer: VfL-Stürmer Daniel Ginczek.
Erzielte gegen den SC Paderborn seine einzigen beiden Saison-Treffer: VfL-Stürmer Daniel Ginczek. © dpa
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Daniel Ginczek wird aufgrund der Gelbsperre von Wout Weghorst gegen den FC Augsburg wohl allein in der Sturmspitze des VfL Wolfsburg auflaufen. Beim letzten Auswärtsspiel ohne Weghorst in der Startelf hatte der Stürmer seine bislang einzigen Liga-Treffer in dieser Saison erzielt.

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Zwei Liga-Treffer hat Daniel Ginczek in dieser Saison erzielt, beide beim 4:2-Auswärtssieg in Paderborn. Es war das letzte Gastspiel, in dem der VfL Wolfsburg auf Topstürmer Wout Weghorst in der Startelf verzichtete - am Samstag in Augsburg ist der Niederländer aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Die Chance für Ginczek, wieder allein im Zentrum für Wirbel zu sorgen. "Wir können es kaum erwarten, dass es endlich wieder losgeht", sagte Ginczek im Telefoninterview bei Sky.

Die Wolfsburger befinden sich seit Samstag im Quarantäne-Trainingslager und pendeln zwischen Trainingsplatz und Hotel Ritz-Carlton. Ginczek beschrieb den Tagesablauf: "Der typische Alltag ist morgens aufstehen und zu frühstücken. Wir sitzen alle alleine an einem Tisch, man geht auch einzeln zur Essensausgabe. Danach geht es mit Fahrrädern zum Training, dabei haben wir auch unsere Masken auf. Anschließend geht es zum Mittagessen, und je nach dem, wie das Training gesteuert ist, geht es noch einmal zum Platz oder wieder ins Hotel, dann gibt es Abendessen und dann ist freie Verfügung."

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Ginczek will den Leuten "etwas bieten"

Am Freitag geht es für den VfL vor dem anstehenden Liga-Spiel am Samstag um 15.30 Uhr per Flieger nach Augsburg. Ginczek freut sich nicht nur darüber, dass er und seine Teamkollegen wieder in den Wettkampf einsteigen können, sondern auch, dass für die Fans die fußballfreie Zeit ein Ende hat. "Ich glaube auch alle Leute werden sich freuen, am Wochenende wieder Bundesliga schauen zu können. Wir versuchen natürlich, auch unser Bestmögliches zu geben und den Leuten etwas zu bieten, so gut es geht in dieser Situation."

Das Risiko mit Blick auf die Gesundheitsgefahr geht Ginczek, der Anfang April zum dritten Mal Vater geworden ist, ein. "Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht. Wenn es irgendwo die Möglichkeit gibt weiterzuspielen, dann werde ich das natürlich machen, will dazu beitragen, dass es funktioniert", sagte Ginczek. Vielleicht als Alleinunterhalter in Abwesenheit von Teamkollege Weghorst.