14. September 2021 / 17:10 Uhr

Fußballkreis Oberhavel/Barnim sagt Hallensaison 2021/22 schon ab

Fußballkreis Oberhavel/Barnim sagt Hallensaison 2021/22 schon ab

Matthias Schütt
Märkische Allgemeine Zeitung
_R2R8375
Das Zittern um eine Saison 2021/22 unter dem Hallendach geht weiter. Derzeit ist es schwer für die Organisatoren, irgendetwas zu planen. © Roeske
Anzeige

Für die Verantwortlichen ist eine Planung des Indoor-Spielbetriebs derzeit nicht möglich. Damit finden auch 2021/22 keine offiziellen Meisterschaften bei den Herren-, Frauen-, Senioren- und im Nachwuchsbereich statt.

Der sportliche Wert ist meist überschaubar, aber sozial und auch finanziell sind sie für viele Vereine im Amateurbereich ein wichtiger Faktor: die spannenden Hallenturniere im Winter. Ob im Herren-, Frauen-, Senioren- oder Juniorenbereich. Die Wintersaison bedeutete für die Zuschauer in den verschiedenen Hallen in Oberhavel in den Vorjahren viele Teams, viel Action, viele Tore – zusammengefasst also jede Menge Unterhaltung. Doch zumindest der Fußballkreis Oberhavel/Barnim wird auf diese spezielle Zusammenkunft im Winter der Saison 2021/22 verzichten. „Uns sind das Risiko und die Unsicherheit derzeit einfach zu groß“, sagt Steffen Misdziol, Spielausschussvorsitzender des Fußballkreises und Vorstandsmitglied. Damit wird es erneut keine einzige offizielle Kreismeisterschaft geben.

Anzeige

Diese Entscheidung fiel dem Vernehmen nach vergangenen Donnerstag auf einer FK-Vorstandstagung. „Die Hallenmeisterschaften waren zig Jahre traditionelle und bewährte Wettbewerbe. Da tut es schon weh, sie ausfallen lassen zu müssen“, sagt Misdziol. „Aber allein für die Planung braucht es schon Vorlaufzeit und keiner kann sagen, was in ein paar Monaten ist.“

Mehr zum Sport in Oberhavel

Wie schon in der Vorsaison droht diese wichtige Werbeplattform für den Amateurfußball in diesem Winter wieder weitgehend ausfallen. Der Verband hat nun als erstes die Reißleine gezogen. Schon im Vorjahr fand pandemiebedingt kein Kreisbudenzauber mehr statt, nun folgt das zweite Jahr in Folge, wo die Zuschauer zumindest auf Kreiswettbewerbe verzichten müssen. Doch nicht nur der Fußballkreis richtete in der Vergangenheit zahlreiche Turniere unter dem Hallendach aus, sondern auch die vielen Vereine in Oberhavel. Diese können und werden ihre eigenen Entscheidungen treffen müssen, ob eine Durchführung in der jeweiligen Kommune machbar ist und zu welchem Preis. Denn derzeit gibt es für das Hallenspektakel keine hundertprozentige Planungssicherheit.

Das gilt für Vereine wie für Spieler. „Ich liebe den Hallenfußball, spiele sehr gerne unter dem Dach“, sagt Miguel Eikelmann vom Kreisoberligisten TuS Sachsenhausen II. Gerne denkt der Stürmer dabei vor allem an das Stadtturnier in Oranienburg. Solche Ereignisse in diesem Winter stattfinden zu lassen, dafür gibt es aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie derzeit keine Garantie. Und das macht es für die Oberhavel-Clubs schwer, Turniere vorzubereiten. Normalerweise wurden in den früheren Jahren zum jetzigen Zeitpunkt Hallenzeiten gebucht, Sponsoren für Namen und Pokale gesucht, nach passenden Kontrahenten Ausschau gehalten, um entsprechend Qualität für das jeweilige Turnier zu sichern.

Ist Training unter dem Hallendach möglich?

Hannes Krämer, Trainer des Kreisoberligisten Falkenthaler Füchse, führt noch einen weiteren wichtigen Aspekt an. „Das Interesse am Hallenfußball im Männerbereich ist ja zuletzt rückläufig gewesen. Viel wichtiger als die Turniere wäre es, dass wir im Winter als Mannschaft unter dem Hallendach trainieren dürfen und es nicht wieder zu einer langen Pause kommt“, so Krämer.