19. Februar 2014 / 10:29 Uhr

Fuwate – der neue Ballspaß aus Hannover

Fuwate – der neue Ballspaß aus Hannover

Chiara Olthoff
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Mit Schmackes: Phillip Mayer tritt den Beachvolleyball beim Fuwate mit Kraft übers Netz.
Mit Schmackes: Phillip Mayer tritt den Beachvolleyball beim Fuwate mit Kraft übers Netz. © Petrow
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Fußballwandtennis ist ein neuer Trendsport in Hannover. Hierbei kickt, tritt, passt und spielt man den Ball an die Wand und dann ins Tor.

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Vier Spieler, zwei auf jeder Seite des Spielfelds, in der Mitte hängt ein Volleyballnetz. Philipp Mayer (17) und Vincent Hügen (21) haben den Ball, sie machen die erste Angabe für Matthias Sickers (22) und Janik Liebkowsky (21). Schon gehts los. Mayer kickt den Ball rüber. Sickers nimmt ihn mit dem Kopf an, spielt einen Pass zu Mitspieler Liebkowsky. Der tritt den Ball gegen die Decke, er springt gegen die Wand des gegnerischen Teams und – vorbei! Hügen und Mayer kriegen den Ball nicht mehr. Er liegt auf dem Boden. Punkt für das Team Liebkowsky-Sickers.

Was wird hier gespielt?
Fußball? Volleyball? Und warum darf der Ball gegen die Wände prallen? Fußball-Wand-Tennis, kurz Fuwate – das ist der brandneue Sport, den immer mehr Menschen lieben. Im Juni letzten Jahres stellten ihn seine Erfinder Robert Wicke (38) und Frank Reichelt (52) auf dem Hochschulfest der Leibniz-Universität vor. Mit großem Erfolg: „Mittlerweile ist Fuwate Teil des Hochschulsports und wir haben ein Spielfeld auf dem Uni-Gelände. Im Sommer kommt sogar ein zweites dazu“, erzählt Wicke begeistert. Eigentlich studierten die beiden Jongleure eine neue Nummer ein und spielten nur zum Aufwärmen mit einem Ball über eine Leiter, die sie in ihrem Übungsraum gefunden hatten. Und das machte Spaß. „Irgendwann wollte keiner mehr jonglieren“, sagt Wicke und lacht. Da der Proberaum im Faust aber sehr klein war, sprang der Ball immer wieder gegen die Wände – die Idee war geboren.

Und zwar bereits im Jahr 1999. Warum haben sie Fuwate erst jetzt populär gemacht? „Die Midlife-Crisis kam dazwischen“, scherzt Wicke. „Tatsächlich haben wir erst nur für uns gespielt und die Regeln nach und nach entwickelt. Jetzt war es an der Zeit“, erzählt der Jongleur.

Jubelschreie. Das Team Liebkowsky-Sickers hat vier Punkte erspielt und damit gerade den ersten von vier nötigen Sätzen für den Sieg entschieden. Wie man ein Fuwate-Talent werden kann, weiß Miterfinder Wicke: „Man muss nicht zwingend Fußballer sein, damit man Erfolg hat.“ Allerdings sei es nicht von Nachteil, sich mit ein paar Ballspielen auszukennen: „Dann weiß man die Flugbahnen des Balls besser einzuschätzen.“

Das ist Fuwate
Die ständigen Richtungswechsel machen das Spiel zu einer sportlichen Herausforderung. Flink und ausdauernd sollte man also schon sein – oder es mit ein bisschen Übung werden. „Eigentlich übt man bei Fuwate die ganze Zeit Ballannahmen. Wir hatten sogar schon zweimal die Damen-Fußballmannschaft von Arminia Hannover bei uns, die Fuwate als Trainingseinheiten gespielt hat“, sagt Wicke. Immer mehr Interessierte kommen dazu. Und auch immer mehr Sponsoren, sogar die Lotto-Sport-Stiftung ist dabei. Selbst auf der Freizeitmesse ABF vom 25. Januar bis zum 2. Februar war Fuwate ein Renner. Zwei Turniere mit 35 Teilnehmern wurden dort gespielt. Für 2014 stehen viele Projekte an: „Wir wollen mehr Turniere machen“, kündigt Wicke an. „Momentan arbeiten wir an einem mobilen Spielfeld, mit dem wir zu Stadtfesten, in Parks oder zu Sportveranstaltungen fahren können.“

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