04. Oktober 2020 / 14:51 Uhr

FV Dresden-Laubegast gewinnt Derby beim Radebeuler BC mit 3:1

FV Dresden-Laubegast gewinnt Derby beim Radebeuler BC mit 3:1

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Der Laubegaster Robert Scannewin ist hier gegen Marius Riedel (hi.) zuerst am Ball.
Der Laubegaster Robert Scannewin ist hier gegen Marius Riedel (hi.) zuerst am Ball. © Steffen Manig
Anzeige

Das Klippel-Team startet beim RBC 08 denkbar schlecht, dreht die Partie in der zweiten Halbzeit aber noch.

Anzeige

Radebeul. In der Fußball-Landesliga hat der FV Dresden-Laubegast seinen zweiten Saisonsieg gefeiert. Die ohne den erkrankten Tony Schmidt angetretene Mannschaft von Trainer Christoph Klippel gewann am Sonnabend das Derby beim Radebeuler BC trotz 0:1-Rückstandes noch klar mit 3:1 (0:1). Vor 156 Zuschauern im Radebeuler Weinbergstadion brachte Marius Riedel die anfangs überlegenen Gastgeber in der 18. Minute mit 1:0 in Front. Seinen Schuss aus Nahdistanz konnte Patrick Richter im Tor der Nullsechser nicht parieren. Laubegast stand meist in der eigenen Hälfte, hatte Mühe, sich zu befreien und haderte mehrfach mit Schiedsrichter Martin Gläser.

Anzeige

Trainer Klippel war mit seiner Mannschaft ganz und gar unzufrieden. In der Kabine fand er klare Worte. „Wir hatten Redebedarf. Ich habe den Spielern gesagt, dass wir ein von beiden Seiten eher niveauarmes Spiel durch bessere individuelle Leistungen für uns entscheiden können“, so Klippel. Seine Laubegaster kamen zur zweiten Halbzeit auch wie verwandelt zurück auf das Feld und übernahmen nun das Heft des Handelns. Von Radebeul kam nicht mehr viel, der RBC ließ sich immer mehr in die Defensive drängen. Stürmer Aleksandre Labadze erzwang in der 55. Minute per Seitfallzieher den Ausgleich. Radebeuls Torwart Oliver Birnbaum war das erste Mal geschlagen. Die Vorlage für Labadze hatte Johann Wölk von der linken Seite gegeben. Mit dem 1:1 im Rücken verspürten die Gäste noch mehr Aufwind, und Philipp Wappler schoss aus zehn Metern per Dropkick das 2:1 für die Blau-Gelben (65.). Allerdings verletzte sich „Wappi“, wie er im Team genannt wird, beim nächsten Schritt am Oberschenkel und musste mit einer Zerrung ausgewechselt werden.

Mehr aus der Sachsenliga

Der für ihn eingewechselte Maurice Heinelt machte dann in der 88. Minute mit dem 3:1 alles klar. Er verwertete einen Querpass von Tim-Oliver Pohle und kassierte ein Sonderlob von seinem Trainer: „Für ihn freut es mich besonders, denn er ist ein junger Spieler, der immer willig ist, immer Gas gibt und sich über Einsätze in der 2. Mannschaft empfohlen hat.“ Am Ende konnte Klippel auch mit der positiven Reaktion seiner Truppe gut leben: „Wir waren in der zweiten Halbzeit die eindeutig bessere Mannschaft und haben das Spiel aufgrund dieser zweiten Hälfte auch verdient gewonnen. Das hat auch der Gegner so gesehen.“