10. Oktober 2020 / 12:42 Uhr

FV Dresden-Laubegast liebäugelt gegen den 1. FC Lok Leipzig mit einer Überraschung

FV Dresden-Laubegast liebäugelt gegen den 1. FC Lok Leipzig mit einer Überraschung

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Laubegasts Trainer Christoph Klippel (hier mit Philipp Schramm) hofft auf eine Überraschung.
Laubegasts Trainer Christoph Klippel (hier mit Philipp Schramm) hofft auf eine Überraschung. © Jochen Leimert
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Mannschaft von Trainer Christoph Klippel möchte die seit vier Spielen sieglosen Probstheidaer ärgern und die nächste Runde erreichen.

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Dresden. Für den Landesliga-Aufsteiger FV Dresden-Laubegast steht nach dem 3:1-Derby-Sieg in Radebeul am Sonntag (14 Uhr/MDR-Livestream) das nächste wichtige Spiel auf dem Programm. Im Sachsenpokal erwarten Trainer Christoph Klippel und seine Mannschaft keinen Geringeren als den Regionalligisten 1. FC Lok Leipzig. Obwohl die Probstheidaer im Sommer nach dem knapp verpassten Aufstieg in die 3. Liga mit Almedin Civa einen neuen Trainer und einige neue Spieler holten, die sich erst zusammenraufen müssen, sind sie für Klippel natürlich im anstehenden Pokalduell klarer Favorit. Chancenlos sieht der Coach des Sechstligisten seine Nullsechser aber keineswegs: „Vielleicht ist bei Lok nach dem 0:5 in Altglienicke die eine oder andere Unsicherheit da. Vielleicht können wir die Leipziger mit einem guten Start gedanklich brechen. Wir werden unsere Chance suchen.“

Vor der Partie hat der Dresdner Trainer seine Jungs akribisch auf den kommenden Gegner eingestellt. „Wir haben eine Videoanalyse gemacht. Ich habe mir extra einige Sequenzen von befreundeten Trainern aus der Regionalliga besorgt. Wir haben uns gut vorbereitet“, berichtet Klippel. Zufrieden registrierte er, dass die Spieler im Training noch mal eine Schippe drauf gelegt haben: „Man hat gemerkt, dass noch einmal ein anderer Zug dahinter war. Jeder will natürlich spielen.“ 21 gesunde Spieler hat Klippel zur Verfügung, keiner ist verletzt, krank oder gesperrt. „Da wird es schwer, aber ich muss am Sonntag noch drei aus dem Kader streichen, denn ich kann leider nur 18 mitnehmen.“

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Wichtig ist für Klippel am Sonntag aber nicht nur ein achtbares Ergebnis gegen die Leipziger, „denn wir wollen nächste Woche auch mit einem guten Gefühl in das Ligaspiel gegen Spitzenreiter Bautzen gehen“. Doch das ergibt sich von ganz allein, wenn die Laubegaster die „Lokisten“ ärgern können. In Topform sind die Messestädter derzeit wohl nicht, denn sie sind seit vier Spielen ohne Sieg und aktuell nur Siebenter in ihrer Regionalliga-Staffel. Nach der Pleite in Altglienicke erwartet Klippel auch einige Änderungen bei den Leipzigern. Ein großes Handicap für die Probstheidaer ist sicher der Ausfall von Routinier Sascha Pfeffer, denn der 33 Jahre alte Ex-Dynamo erlitt im Abschlusstraining vor dem Liga-Spiel gegen Cottbus (1:1) einen Innenband-Riss im rechten Knie und fällt monatelang aus. Somit gibt es auf dem Rasen an der Steirischen Straße kein Wiedersehen zwischen Pfeffer und seinem ehemaligen Dynamo-Mitstreiter Tony Schmidt.