11. Oktober 2020 / 17:37 Uhr

FV Dresden-Laubegast piesackt den 1. FC Lok Leipzig

FV Dresden-Laubegast piesackt den 1. FC Lok Leipzig

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
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Der Dresdner Torwart Patrick Richter ist vor dem Leipziger Gabriel Boakye am Ball. © Steffen Manig
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Die Landesliga-Kicker vom FV Dresden-Laubegast unterliegen im Sachsenpokal dem Viertligisten Lok Leipzig nur knapp mit 0:1 (0:0). Das entscheidende Tor erzielt Paul Schinke.

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Dresden. Der FV Dresden-Laubegast hat das Achtelfinale im Sachsenpokal knapp verpasst, dem haushohen Favoriten 1. FC Lok Leipzig vor 600 Fans auf eigenem Platz aber einen großen Kampf geliefert. Der Landesligist hielt die Partie am Sonntag gegen den Regionalligisten lange offen, verlor nur durch einen Elfmeter, den Lok-Kapitän Paul Schinke in der 73. Minute im Nachschuss verwandelte, mit 0:1 (0:0). Laubegasts Keeper Patrick Richter, mit viele guten Paraden Mann des Spiels, hatte den ersten Versuch noch vereitelt.

Zwar waren die Gäste aus Probstheida wie erwartet das bessere Team, doch sie machten zu wenig aus ihren Möglichkeiten. Laubegasts Trainer Christoph Klippel durfte sich über über hohes Engagement seiner Spieler freuen: „Ich bin brutal stolz auf die Jungs, das haben sie richtig gut gemacht.“ Ein Extralob erntete sein Keeper Richter: „Riesenkompliment, ich habe ihm schon in der Halbzeit gesagt, dass er eine super Partie spielt. Er hat uns da schon mit zwei, drei Paraden im Spiel gehalten.“ Präsident Peter Stein sah auch einen ganz starken Richter: „Was der weggefangen hat, ist nicht normal.“

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Der 1. FC Lok Leipzig konnte sich in der dritten Runde des Sachsenpokals knapp mit 1:0 gegen Dresden-Laubegast durchsetzen. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig konnte sich in der dritten Runde des Sachsenpokals knapp mit 1:0 gegen Dresden-Laubegast durchsetzen. ©

Doch ehe die Laubegaster Nummer 92 in den Fokus rückte, hätte Mittelstürmer Tim-Oliver Pohle die Gastgeber 1:0 in Front bringen können, doch Leon Heynke rettete auf der Linie (3.). Erst in der 9. Minute hatte Gabriel Boakye nach einem Eckball die erste Lok-Chance, er köpfte aus fünf Metern über das Tor. Laubegast versuchte es weiter, Pohles Schuss konnte Heynke aber blocken (13.).

Aufregung um zwei Elfmeter

Nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden Mohames Djahdous (18./Aleksandre Labadze kam) wurden die Messestädter aber stärker und kamen vermehrt zu Chancen: Richter pflückte Tom Nattermann den Ball vom Fuß (22.), parierte zweimal stark gegen Denis Jäpel (39., 40.) und noch einmal gegen Nattermann (44.). Dafür bekam Richter zur Halbzeit auch Anerkennung vom MDR-Experten Benjamin Kirsten: „Er hat zwei-, dreimal richtig gut gehalten.“

Nach dem Seitenwechsel gab es Aufregung, als Jäpel nach einem Zweikampf mit Robert Scannewin im Strafraum der Dresdner fiel. Referee Clemens Biastoch zeigte Scannewin Gelb und auf den Punkt, nahm die Entscheidung aber nach Intervention des Linienrichters zurück (51.). Leipzig machte weiter das Spiel, aber Nattermann (Kopfball vorbei/63.), Djamal Ziane (Kopfball gehalten/69.) und Jäpel (70./gehalten) scheiterten vorm Tor der Nullsechser. Erst als Labadze vorn den Ball verlor, der Konter lief und Nico Wermann hinter der Strafraumgrenze Boakye foulte, gab es Elfmeter: Schinke trat an, Richter parierte, musste aber Schinkes Nachschuss passieren lassen (74.). Bitter für Richter, bitter für Laubegast!

Doch noch waren die Klippel-Kicker nicht geschlagen, sie versuchten noch einmal alles. Leider verpasste Tony Schmidt am zweiten Pfosten eine Eingabe von Felix Wappler knapp (75.), Labadzes Fernschuss fing Lok-Keeper Jeroen Gies ab (80.). Zwar reichte das nicht mehr zum Weiterkommen, doch das anstehende Heimspiel gegen Landesliga-Spitzenreiter Budissa Bautzen (Sonntag, 15 Uhr) können die Laubegaster mit breiter Brust angehen.