03. Februar 2021 / 06:00 Uhr

10.000 Menschen stehen zu #GABFAF

10.000 Menschen stehen zu #GABFAF

Robin Jantos
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mehr als 10.000 sogenannte Supporter bekennen sich zur #GABFAF-Idee. Unter ihnen auch Prominente wie (hinten von links) Laura Wontorra, Marcell Jansen, Lars Stindl und Rafael van der Vaart.
Mehr als 10.000 sogenannte Supporter bekennen sich zur #GABFAF-Idee. Unter ihnen auch Prominente wie (hinten von links) Laura Wontorra, Marcell Jansen, Lars Stindl und Rafael van der Vaart. © Privat, KBS-Picture Kalle Meincke
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Das Amateurfußball-Bündnis wächst und wächst. Der Zeitpunkt dafür könnte nicht besser sein: Nicht zuletzt wegen Corona stehen viele Klubs mit dem Rücken zur Wand.

Es sind zwei simple Sätze, aber sie haben viel ausgelöst. „Amateure verdienen keine Millionen. Amateure verdienen Respekt.“ Mit diesem Statement hat der Sportbuzzer im Jahr vor der Pandemie das Amateurfußball-Bündnis #GABFAF aus der Taufe gehoben. Viele Prominente schlossen sich an, vor allem aber auch viele Menschen, die Woche für Woche auf den Sportplätzen unterwegs sind. In diesen Tagen hat sich der zehntausendste Unterstützer eingetragen.

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Prominente Unterstützer

„Der Amateurbereich bildet die Basis für alles im Fußball – auch für alles, was ich erreicht habe“, sagt etwa Werder-Profi Niclas Füllkrug, der zu den #GABFAF-Supportern der ersten Stunde zählt. Auch Weltmeister Roman Weidenfeller ist dabei: „Eine klasse Aktion, die genau dort ansetzt, wo der Fußball Aufmerksamkeit und Unterstützung benötigt.“ Welttorhüter Oliver Kahn, Nationalspieler Lars Stindl, die Weltmeister Christoph Kramer und Kevin Großkreutz sowie viele weitere Spieler, Manager und prominenten Reporter sprachen sich für die #GABFAF-Idee aus.

Jochen Breyer erklärt #GABFAF in 60 Sekunden

Und es blieb nicht bei warmen Worten. Bochum-Stürmer Simon Zoller startete mit dem Bündnis eine Spendenaktion, die 20.000 Euro für Amateurklubs in Corona-Not brachte. Comedian Matze Knop überraschte mitsamt Videoteam einen besonders rührigen Platzwart auf dessen Geburtstagsparty. Vizeweltmeister Rafael van der Vaart trainierte mit Kindern. HSV-Präsident Marcell Jansen ehrte gemeinsam mit dem „Gemeinsamen Aktionsbündnis zur Förderung des Amateurfußballs“ verdiente Ehrenamtliche auf dem Rasen des Volksparkstadions.

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Hilfe, die bei den Amateurklubs ankommt

Rund 50.000 Euro flossen seit der Vereinsgründung an bedürftige Vereine. Dazu kam Sachunterstützung wie etwa für den VfB Peine, der nach einem schweren Unfall dringend einen neuen Bus für die Jugendmannschaften benötigte und auf #GABFAF-Initiative von Volkswagen gestellt bekam.

Und es gab Aktionen, die auf die Probleme der Klubs aufmerksam machten und Ehrenamtliche in den Mittelpunkt stellten. Ein Thema, dem gerade in der Corona-Pandemie besondere Aufmerksamkeit zukommt: Nach einer Erhebung der Deutschen Sporthochschule in Köln steht mehr als die Hälfte der deutschen Sportvereine vor existenziellen Problemen – auch, weil sich die Arbeit auf immer weniger Schultern verteilt.

„Im Amateurfußball gibt es diesen besonderen Spirit, dieses: zusammen kriegen wir das schon hin“, sagt Heiko Ostendorp, Sportchef beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Aber gerade in diesen schwierigen Zeiten braucht es oft auch Hilfe von außen. Diese wollen wir mit #GABFAF auch weiterhin anbieten.“

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Dass sich mehr als 10.000 Menschen hinter die Idee gestellt haben, hilft enorm, um konkrete Hilfe zu organisieren. So können die Supporter in wenigen Tagen im Newsletter schon wieder entscheiden, an wen der nächste Zuschuss vergeben werden soll. Weitere Sach- und Geldmittel werden in den nächsten Wochen verteilt.

Jetzt Supporter werden

Wer mehr wissen will, kann sich auf gabfaf.de/supporter eintragen – und damit auch gleich mithelfen, dass #GABFAF bald die nächste Marke knackt. Der Amateurfußball braucht gerade jetzt eine laute Stimme.