07. Juni 2019 / 06:39 Uhr

Vereinsfunktionär mit 25: Johannes Ziebarth ist beim FSV Testorf Upahl der Mann für alle Fälle

Vereinsfunktionär mit 25: Johannes Ziebarth ist beim FSV Testorf Upahl der Mann für alle Fälle

Alexander Stepanek
Ostsee-Zeitung
Auf den Plätzen des FSV Testorf Upahl kennt sich Johannes Ziebarth bestens aus.
Auf den Plätzen des FSV Testorf Upahl kennt sich Johannes Ziebarth bestens aus. © Dietmar Lilienthal
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Klub-Vize, Platzwart, Fanbetreuer, Online-Beauftragter: Johannes Ziebarth übernimmt beim FSV Testorf Upahl viele Aufgaben. Und notfalls spielt er auch noch.

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Auf dem Sportplatz ist er in seinem Element. Beim Aufschließen und Betreten des Sportlerheims des Fußball-Kreisoberligisten FSV Testorf Upahl (Nordwestmecklenburg) erinnert sich Johannes Ziebarth gern an seinen ersten Kontakt mit seinem heutigen Herzensklub zurück. „Ich war damals zehn Jahre alt und wurde von meinem Bruder auf dem Moped mitgenommen zum ersten Training. Die erste Übungseinheit war eine ganz besondere“, schwärmt der mittlerweile 25-Jährige.

Ziebarth gilt beim FSV Testorf Upahl als der Mann für alle Fälle. Er arbeitet als zweiter Vorsitzender im Vorstand mit und hilft im Tagesgeschäft dort aus, wo Not am Mann ist. „Natürlich helfe ich, wo ich kann. Wenn wir bei der Herrenmannschaft kaum Leute haben, setze ich mich auch auf die Ersatzbank“, erklärt der 1,83 Meter große Allrounder, der in seiner aktiven Zeit auf vielen Positionen gespielt hat. Heute fehlt ihm die Zeit, regelmäßig zu trainieren und zu spielen.

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Der Nachwuchs hat Priorität

Stattdessen legt Ziebarth besonders große Priorität auf die Förderung des Nachwuchses beim FSV Testorf Upahl. Er springt hin und wieder auch als Trainer ein. „Gute Nachwuchsarbeit ist für jeden Verein sehr wichtig. Ich würde gern sehen, wie die von mir trainierten D-Junioren irgendwann bei unserer Männermannschaft aktiv sein werden“, sagt der gelernte Erzieher und erzählt: „Ich habe von einem ehemaligen Spieler, der uns für ein Nachwuchsleistungszentrum verlassen hat, einen Gutschein für ein Spiel von ihm erhalten, falls er irgendwann einmal professionell spielt. Ein sehr schönes Geschenk von so einem jungen Kerl.“

Johannes Ziebarth kümmert sich auch um den Platz in Testorf.
Johannes Ziebarth kümmert sich auch um den Platz in Testorf. © Dietmar Lilienthal
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Für sein besonderes Engagement im Verein wurde Ziebarth von einem Kollegen für die Auszeichung Fußballhelden – Aktion junges Ehrenamt 2018 vorgeschlagen und gewann diese. „Ich habe nicht damit gerechnet, aber ich freue mich trotzdem auf die gewonnene Fahrt nach Barcelona.“, amüsiert sich Ziebarth, fügt allerdings ernst hinzu: „Durch meine aktuelle Lebenssituation ist es für mich nicht leicht, aktiv am Vereinsleben teilzunehmen. Da ich in Schwerin wohne, mit meiner Freundin Nachwuchs erwarte und mich ums Haus kümmern muss, kann ich nicht mehr jeden Tag vor Ort sein. Ich bin sozusagen aktuell nur passiv dabei.“

"Er identifiziert sich total"

Auch wenn Johannes Ziebarth nicht immer bei seinem Verein sein kann, haben die Anhänger des Clubs aus Nordwestmecklenburg nur Positives für ihn übrig „Johannes identifiziert sich total mit dem Verein. Er ist immer mit dem Herzen dabei und gibt immer einhundert Prozent für den Klub. Dabei spielt es keine Rolle, in welcher Liga wir spielen oder wie viel Budget wir haben.“

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Biniam Hadera kam vor fast 40 Jahren als Flüchtling nach Deutschland. Heute ist er Trainer und Sportlicher Leiter beim TSV Fortuna Sachsenross in Hannover. Der Verein engagiert sich stark in der Integration, hat aber eine marode Anlage. Unser Ascheplatz ist eine Katastrophe, sagt Hadera. (<a href=https://www.sportbuzzer.de/artikel/fortuna-sachsenross-hannover-amateurfussball-integration-sahlkamp-gabfaf/ target=_blank>mehr dazu</a>) Zur Galerie
Biniam Hadera kam vor fast 40 Jahren als Flüchtling nach Deutschland. Heute ist er Trainer und Sportlicher Leiter beim TSV Fortuna Sachsenross in Hannover. Der Verein engagiert sich stark in der Integration, hat aber eine marode Anlage. "Unser Ascheplatz ist eine Katastrophe", sagt Hadera. (mehr dazu) ©

#GABFAF? "Eine sehr gute Idee"

Besonders interessant ist für den FSV Testorf Upahl das vom SPORTBUZZER gestartete Gemeinsame Aktionsbündnis zur Förderung des Amateurfußballs – kurz #GABFAF. „Ich finde, dass es eine sehr gute Idee ist. Man lebt ja im Prinzip nur von Sponsoren, und dass die dann auch noch sehr ambitioniert sind, das gibt es kaum noch. Man muss irgendwo immer etwas machen, schließlich möchte man als Dorfverein auch attraktiv sein. Als Verein mit zwei Standorten ist es unpraktisch, zwei Naturrasentrainingsplätze zu haben.“ Testorf und Upahl liegen fünf Kilometer voneinander entfernt.

„Das i-Tüpfelchen wäre ein Kunstrasen, da dieser zur jeder Jahreszeit sehr gut bespielt werden kann“, sagt Zierbarth. Ein nächster Erfolg, den der Verein gern erreichen möchte, ist der Aufstieg der Herrenmannschaft von der Kreisoberliga in die Landesklasse. Wenn es die Zeit zulässt, wird Johannes Ziebarth vor Ort sein. Das hat er schon versprochen.

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