01. Februar 2021 / 13:43 Uhr

Gamsens Kapitän Zaeefi: Dieses Team-Ritual vermisst er besonders

Gamsens Kapitän Zaeefi: Dieses Team-Ritual vermisst er besonders

Henning Kampen
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Kein Fußball: Also hat Gamsens Kapitän Khaled Zaeefi (r.), der sich von einer Verletzung erholt, auch viel Zeit für Söhnchen Kiam (kl. Bild).
Kein Fußball: Also hat Gamsens Kapitän Khaled Zaeefi (r.), der sich von einer Verletzung erholt, auch viel Zeit für Söhnchen Kiam (kl. Bild). © Gero Gerewitz/Privat
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Er ist der Kopf der Mannschaft, sein Wort hat auf dem Platz und in der Kabine Gewicht: Der Fußball-Kapitän. In der Corona-Krise ist vieles anders, er aber nicht weniger gefordert. Wie funktioniert Zusammenhalt trotz Lockdown? Wie geht Gemeinsamkeit trotz Einsamkeit? Wie geht Fitness ohne Teamtraining? Der SPORTBUZZER fragt nach: Wie ist die Lage, Kapitän?

Bisher blieb nur die Zuschauerrolle

Der Kapitän wird oft als verlängerter Arm des Trainers bezeichnet, führt seine Mitspieler auf dem Feld und geht mit Einsatz und Leidenschaft voran. Für Khaled Zaeefi galt das in dieser Saison noch nicht, dem Spielführer von Bezirksligist MTV Gamsen blieb bisher nur die Zuschauerrolle. Im Testspiel beim VfL Wahrenholz Mitte August hatte sich der Innenverteidiger einen Bänder- und Kapselriss im Fuß zugezogen, im Bezirkspokal und den vier Ligaspielen vor der Unterbrechung kam er nicht zum Einsatz. „Das tat mir richtig weh, da ich mich gerade wieder von einer Oberschenkelverletzung erholt hatte, durch die ich auch schon acht Monate nicht spielen konnte“, sagt Zaeefi.

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Nicht nur den Gamsener Kapitän plagte eine Verletzung, das gesamte Team von Trainer Ralf Ende ging wegen der straffen Vorbereitung mitsamt Bezirkspokal auf dem Zahnfleisch. Für das Liga-Spiel gegen den VfB Fallersleben bekam der MTV nur neun Spieler zusammen und musste die Partie absagen. „Aus dieser Sicht ist die Pause für uns ganz gut, da wir uns auskurieren können. Ich selbst fühle mich noch nicht fit, aber zumindest bin ich jetzt verletzungsfrei“, sagt Zaeefi. In seiner Abwesenheit übernahm Maik Grunau das Kapitänsamt. „Er hat es sehr gut gemacht und ist auch neben dem Platz ein Top-Typ“, lobt Zaeefi seinen Stellvertreter.

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Mit Kiam zur Krippe

Gamsens Kapitän genießt die fußballfreie Zeit mit seiner Familie. Der 32-Jährige, der als Projektkoordinator bei der Volkswagen Group Services arbeitet und sich in Elternzeit befindet, ist voll in den Tagesablauf seines einjährigen Sohnes Kiam eingespannt. „Ich bringe ihn zur Krippe und bleibe für die Eingewöhnungsphase mit dort. Wir versuchen auch, so viel es geht rauszukommen und spazieren zu gehen. Ich genieße die Zeit mit ihm einfach“, sagt Zaeefi, für den die Rückkehr in den Trainingsbetrieb eine Herausforderung wird. „Ich hätte nie gedacht, dass es ohne Fußball geht. Es wird schwierig, wenn ich mal nicht mehr so viel Zeit für den Kleinen habe.“

Trotzdem: Neben dem Training und den Spielen mit seinen Teamkollegen vermisst Zaeefi das wöchentliche Team-Ritual vor den Spieltagen. „Nach dem Abschlusstraining am Freitag treffen wir uns im Mannschaftsheim zum gemeinsamen Essen. Sonst habe ich es nie genug zu schätzen gewusst, aber jetzt merkt man, wie wertvoll und schön es wirklich ist, als Mannschaft zusammensitzen zu können“, sagt Zaeefi, der mit Freude auf das nächste Mannschaftsessen blickt. Und auf sein erstes Pflichtspiel in dieser Saison.

Die Kapitäns-Tipps für die Corona-Zeit

Serien-Tipp: „The Blacklist. Die Zusammenarbeit des FBI mit dem Hauptcharakter Red, der eigentlich ein Schwerverbrecher ist, finde ich spannend.“

Spielzeug-Tipp: Für Kinder. „Die Toniebox. Nach kurzer Zeit lernen Kinder, wie sie die Box selbst bedienen können und haben Spaß dabei, die Lieder mitzusingen.“


Spiele-Tipp: „Ich mag Gesellschaftsspiele wie Phase 10 oder Tabu. Damit kann man die Abende gut verbringen.“