13. November 2021 / 12:00 Uhr

Besondere Pokal-Überraschung in Markranstädt: Nürnberg-Coach Klauß spielt mit

Besondere Pokal-Überraschung in Markranstädt: Nürnberg-Coach Klauß spielt mit

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Beim Sachsenpokal-Achtelfinale setzte der SSV Markranstädt Nürnbergs Trainer Robert Klauß (li.) ein.
Beim Sachsenpokal-Achtelfinale setzte der SSV Markranstädt Nürnbergs Trainer Robert Klauß (li.) ein. © imago images/Fotostand
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Von der Trainerbank in der 2. Liga auf den Rasen im Landespokal: Sachsenligist Markranstädt setzt beim 0:3 gegen Budissa Bautzen Nürnberg-Coach Robert Klauß ein. In der ersten Halbzeit erarbeiten sich die Markranstädter viele Chancen, verpassen aber diese zu nutzen. Danach drehen die Bautzener etwas auf.

Markranstädt. Der SSV Markranstädt hat erneut eine Pokal-Überraschung geschafft. Nein, diesmal nicht mit dem Spielresultat, die Achtelfinalpartie gegen Fußball-Oberligist Budissa Bautzen endete einigermaßen standesgemäß mit 0:3 (0:0). Die Überraschung fand sich im Aufgebot des Sachsenligisten: Auf der Wechselbank nahm Robert Klauß Platz, seines Zeichens aktuell erfolgreicher Trainer von Zweitligist 1. FC Nürnberg.

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Klauß stürmte von 2006 bis 2009 und nochmal von 2013 bis 2016 für den SSV, dazwischen für die SG Taucha und auch für RB II, ehe er sich bei den Rasenballern im Nachwuchs bis zum Co-Trainer der Männer unter Ralf Rangnick hocharbeitete und schließlich als Coach in Nürnberg engagiert wurde.

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Die Verbindung nach Markranstädt riss jedoch nie ab. Erst vor kurzem spielte er in der Alt-Herren-Elf des SSV mit und erzielte beim 6:4 über den SSV Stötteritz vier Tore. Olaf Brosius, dem Trainer der „Ersten“, entging das natürlich nicht, mit dieser eindeutigen „Empfehlung“ nahm er ihn nun für das Match gegen Bautzen mit ins Aufgebot. „Olaf und ich, wir kennen uns schon ewig, auch sonst habe ich noch mit einigen der jetzigen Mannschaft gespielt, andere habe ich trainiert“, erklärt der 36-jährige Klauß. Er komme immer wieder gern nach Markranstädt.


Gegen Budissa wurde er in der 76. Minute für Roman Noguera eingewechselt. Da stand es durch Tore von Radoslaw Sarelo (54. Und 60. Minute) bereits 0:2. Viel ausrichten konnte der prominente „Gastspieler“ also nicht mehr, aber Spaß habe es ihm trotzdem gemacht. Zumal er von den knapp 200 Zuschauern schon vor seiner Auswechslung herzlich begrüßt wurde.

Tick zu hoch

Die Partie selbst sah eine starke Markranstädter Mannschaft in Durchgang eins. Die Gastgeber hatten sogar mehr und klarere Torchancen als die favorisierten Gäste. Die beste vergab Luis Freigang in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit, als er eine Eingabe Nogueras nicht verwerten konnte.

Nach der Pause gelang es dem SSV nicht mehr so gut, die Räume zu verdichten, die Bautzener kamen zu einigen wenigen Torgelegenheiten, die sie effektiv nutzten und so eigentlich einen Tick zu hoch gewannen. „Bis zum 0:1 hatten wir den Gegner gut im Griff, wir hätten halt unsere Chancen nutzen müssen“, stellte Brosius fest. „Nach der Pause konnten wir läuferisch nicht mehr so ganz mithalten. Budissas Sieg ist am Ende okay. Wir haben dennoch die gute Entwicklung der letzten Monate bestätigt.“