01. September 2020 / 15:37 Uhr

"Ganz schön anstrengend": VfL-Rakete Almas schwitzt mit den Bundesliga-Profis

"Ganz schön anstrengend": VfL-Rakete Almas schwitzt mit den Bundesliga-Profis

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Trainierte bei den Profis des VfL Wolfsburg mit: Deniz Almas, Deutschlands Top-Sprinter.
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Training mal anders... Deniz Almas, der deutsche Meister über 100 Meter vom VfL Wolfsburg, schwitzte am Dienstag im Training mit den Bundesliga-Profis des VfL.

Mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg in exzellenten 10,09 Sekunden war Deniz Almas am 8. August über 100 Meter deutscher Meister geworden – jetzt ging die Sprint-Rakete des VfL fremd… Almas übte am Dienstagvormittag bei den Profis des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten mit. Bei den Sprints über knapp 50 Meter hatte keiner der VfL-Profis gegen den 23-Jährigen eine Chance.

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Deniz Almas trainiert bei den VfL-Profis mit

Deniz Almas trainiert bei den VfL-Profis mit... Zur Galerie
Deniz Almas trainiert bei den VfL-Profis mit... © VfL Wolfsburg

„Das war spannend, mal so einen Einblick zu bekommen, was die Profis so machen“, meinte Almas bestens gelaunt. „Es hat super viel Spaß gemacht, so etwas mal mitmachen zu dürfen, aber das war für mich auch ganz schön anstrengend." Er könne zwar auch ein bisschen „kicken, aber das reicht eher für die Altherren-Mannschaft, für die Profis ganz sicher nicht“, sagte Almas und verriet, dass er Bayern-Fan sei. „Aber vielleicht werde ich jetzt auch VfL-Fan, nachdem ich mit den Jungs hier habe mitmachen dürfen.“

"Und jetzt bin ich hier"

Deutschlands bester Sprinter schwitzt zusammen mit den VfL Profis – wie kam es eigentlich dazu? Der VfL hatte ihm via Twitter zu seinem Titel bei der DM gratuliert. „Und dann kam das eine zum anderen – und jetzt bin ich hier“, freute sich Almas, der die Trainingsbedingungen beim VfL lobte. „Solche Bedingungen können wir uns in der Leichtathletik nur wünschen, da merkst man schon, dass im Fußball deutlich mehr Geld drinsteckt als in der Leichtathletik.“

100-Meter-Rakete Almas trainiert bei den VfL-Profis mit

Wolfsburgs schnellster Wolf macht Paulo Otavio und Co. Beine – bei dem kleinen Kraftzirkel auf dem Platz neben dem AOK-Stadion standen natürlich auch Sprints an. Almas‘ erster Gegner: Linksverteidiger Otavio. Der Brasilianer ist mit der schnellste im VfL-Kader. Aber gegen die Sprint-Rakete des VfL war auch er chancenlos. Auch VfL-Offensiv-Talent Omar Marmoush konnte nur kurz mithalten – so lange, bis Almas den Turbo zündete.

„Ich dachte, es wird vorn heraus etwas knapper, aber dann ging es doch ganz gut...“, meinte der VfL-Athlet, der sich sicher ist, dass er auch Bayerns Alphonso Davies, einen der schnellsten Spieler der Bundesliga, bezwingen würde. „Ohne arrogant zu klingen, aber kein Fußballer der Welt kann es mit einem Leichtathleten aufnehmen“, der die 100 Meter in zehn Sekunden „rennen kann. Ich vergleiche mich auch nicht mit Fußballern. Ich sage nicht, ich kann so gut spielen wie Davies. Das ist etwas komplett anderes".

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Ein Problem wurde vorm Training schnell geklärt. Almas hatte zwar Fußballschuhe dabei, aber die hatte er acht Jahre lange nicht mehr benutzt. "Die waren ein bisschen klein, zum Glück hatten sie beim VfL noch ein Paar in meiner Größe im Schrank", erzählte Almas grinsend. Diese ungewöhnliche Trainingseinheit für ihn dürfe sich aus seiner Sicht gern wiederholen: "Wenn es passt, warum nicht? Gerade wenn es um Sprint-Tests geht, ist das für die Jungs eine gute Motivation, wenn sie gegen mich rennen können."