16. April 2021 / 21:50 Uhr

Ganz stark: Grizzlys Wolfsburg nach 4:2 in Straubing in den Play-Offs

Ganz stark: Grizzlys Wolfsburg nach 4:2 in Straubing in den Play-Offs

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Riesen-Jubel: Die Grizzlys Wolfsburg gewannen in Straubing mit 4:2 und haben die Play-Offs erreicht. © Harry Schindler
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Was für ein Finish. In der Hauptrunde. Und am Freitag in Straubing. Die Grizzlys Wolfsburg haben die Play-Offs im Eishockey-Oberhaus als Dritter erreicht, gewannen bei den Straubing Tigers nach zweimaligem Rückstand mit 4:2. 

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Was für ein Finish. In der Hauptrunde. Und am Freitag in Straubing. Die Grizzlys Wolfsburg haben die Play-Offs im Eishockey-Oberhaus erreicht. Das Hauptrunden-Finale können sie am Sonntag (14.30 Uhr) entspannt angehen. Dann sind wieder die Straubing Tigers der Gegner. In der Eis-Arena. Am Freitag gewannen die Grizzlys in Straubing mit 4:2 (1:1, 1:1, 2:0). Toto Rech (2), Sebastian Furchner und Spencer Machacek trafen für Wolfsburg. Die Grizzlys haben den Play-Off-Platz sicher.

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UPDATE: Die Partie der Iserlohn Roosters in München dauerte wegen eines Glasbruchs viel länger. München gewann 4:2. Iserlohn kann die Grizzlys dadurch nicht mehr einholen, die DEG müsste - eine Wolfsburger Niederlage am Sonntag vorausgesetzt - selbst gewinnen und einen Zehn-Tore-Rückstand im Torverhältnis aufholen, um Wolfsburg noch von Platz drei zu kippen. Die Grizzlys starten damit am Dienstag um 20.30 Uhr bei den Fischtown Pinguins in Bremerhaven ins Viertelfinale, das im Modus Best of Three gespielt wird. Am Donnerstag hat Wolfsburg Heimrecht.

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Personal

Die Grizzlys konnten nicht mit dem gleichen Aufgebot starten wie am Dienstag beim 5:1 gegen München. Dominik Bittner, der sich nach einem unglücklichen Crosscheck von Yasin Ehliz die Nase gebrochen hatte, war mit Vollvisier-Helm dabei, Stürmer Pekka Jormakka, der im Schlussabschnitt gegen München nur noch kurz gespielt hatte, stand zwar im Kader, spielte aber nicht. Nach Beobachtungen von Magentasport-Kommentator Christoph Fetzer könnte er beim Aufwärmen Probleme bekommen haben. Hungerecker übernahm seinen Platz in der dritten Sturm-Reihe.



Für beide Teams ging es um den Play-Off-Platz, Straubing begann druckvoll, doch die Gäste hatten die erste Chance, Spencer Machacek schoss vorbei. Straubing ging - quasi mit Verspätung - in Führung. Andi Eder hatte im Powerplay getroffen, doch der Puck war so schnell wieder nach scheinbarem Lattentreffer im Spiel, dass erst der Videobeweis bei der nächsten Unterbrechung Klarheit brachte. Wolfsburg ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, suchte im bewährten Stil Lücken zum schnellen Angriff. Mathis Olimb riss per Solo eine Lücke, Rech verwandelte Machaceks Zuspiel zum 1:1. Danach hätte Fauser, der in Ex-Grizzly Sebastian Vogl seinen Meister fand, für die Führung der trotz Mini-Kader offensiv selbstbewusst spielenden Niedersachsen sorgen können.

Im zweiten Drittel erwischten die Bayern die Gäste mit deren eigenen Mitteln: Aus einem hängen gebliebenen Pass machten sie einen Konter, Marcel Brandt schloss ab - 2:1. Straubing setzte nach, die Grizzlys schüttelten sich auch diesen Gegentreffer aus dem Pelz und legten wieder los. Ein Schuss von Armin Wurm rollte abgefälscht knapp vorbei, Machacek scheiterte in Top-Postion an Vogl. Dann überraschte Furchner Matti Järvinen mit einer Ablage direkt vor Straubings Kasten, aber die Scheibe blieb heiß, Görtz beförderte sie ums Tor rum zu Furchner - und der Scharfschütze zeigte nun schon zum wiederholten Mal in dieser Saison blendende Hände und hob die Scheibe mit der Rückhand ins kurze Eck - 2:2.

Im letzten Drittel wurde es zerfahren, beide Teams gingen auf Nummer sicher. Doch dann kam Toto Rech, so als ob er nie ein Tor-Loch gehabt hätte. Er scheiterte erst mit seinem Hammer an Vogl, doch es gab noch einen Nachschuss von der blauen Linie von Maximilian Adam, Rech fälschte ab, 3:2 - die Grizzlys hatten den Play-Off-Platz erreicht. Für Rech war es der achte Treffer binnen sieben Spielen. Im Powerplay verpasste Garrett Festerling frei das 4:2. Das allerdings holte Machacek nach, als Straubing im Powerplay und ohne Keeper alles versuchte.

Sonntag Korso bei Spieler-Ankunft geplant

Zum Hauptrunden-Finale planen Grizzlys-Fans Besonderes: Vor dem Spiel am Sonntag (14.30 Uhr) gegen Straubing sollen die Profis mit einem Korso empfangen werden. Die Initiative ging in der Grizzlys-Fangruppe bei Facebook von Robin Schulz aus, inzwischen wurde sie mit Thomas Lubahn vom Fanrat und in Absprache mit den Grizzlys verfeinert.

Wenn sich mindestens 15 Fans mit Autos melden – und danach sieht es aus –, werden sie sich am Sonntag im Allerpark treffen und die Spieler jeweils im Korso zur Halle begleiten. Lubahn: „So kriegen sie alle mit, dass wir hinter ihnen stehen.“ Lubahn und Schulz, so ist der Plan, werden als Einzige aussteigen und Infos zum Ablauf ansagen. Alle anderen werden gebeten, in den Autos zu bleiben. Und eine weitere Bitte: Bei mehr als einer Person im Auto ist Mundschutz Pflicht. Anmeldungen sind in der Facebook-Gruppe oder per Mail an fans@grizzlys.de bis Samstag, 12 Uhr, möglich. Bald darauf wird in der Gruppe bekannt gegeben, wann genau es am Sonntag losgeht.

Statistik

Tigers: Vogl – Kohl, Brandt; Schopper, Eriksson; Acolatse, Gormley; Daschner – Williams, Mulock; Mouillierat; Bassler, Eder, Schönberger; Tropp, Balisy, Laganiere; Ziegler, Latta, Brunnhuber.

Grizzlys: Strahlmeier – Likens, Melchiori; Bittner, Möser; Bruggisser, Wurm – Görtz, Järvinen, Furchner; Fauser, Festerling, Hungerecker; Machacek, Olimb, Rech; Raabe, Adam.

Schiedsrichter: Steingroß/Rohatsch. Zuschauer: keine. Strafminuten: Straubing 4 / Wolfsburg 6.

Tore: 1:0 (6:54) Eder (Williams/Gormley - 5:4), 1:1 (10:30) Rech, 2:1 (29:28) Brandt (Eder/Ziegler), 2:2 (34:36) Görtz, 2:3 (51:50) Rech (Adam), 2:4 (59:22) Machacek (Festerling - 4:6/ENG).

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