11. Juli 2019 / 14:31 Uhr

Erst am Ende wird's deutlich: Havelser U19 bezwingt den SV Frielingen mit 4:0

Erst am Ende wird's deutlich: Havelser U19 bezwingt den SV Frielingen mit 4:0

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Valmir Avdulli bringt die Havelser A-Junioren in Führung, Frielingens Torhüter Renke Lampen ist geschlagen.
Valmir Avdulli bringt die Havelser A-Junioren in Führung, Frielingens Torhüter Renke Lampen ist geschlagen. © Christian Hanke
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„Mit dem Resultat bin ich absolut zufrieden.“ Der SV Frielingen hat bei der Garbsener Stadtmeisterschaft gegen die A-Junioren des TSV Havelse mit 0:4 den Kürzeren gezogen. Jürgen Siegel war zufrieden mit der Darbietung seiner Mannschaft. Wesentlich deutlicher ging es beim Spiel TSV Stelingen gegen MTV Meyenfeld zu.

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Das Leder rollt und rollt: Der zweite Spieltag der Garbsener Stadtmeisterschaft ist über die Bühne gegangen. Und die Favoriten haben sich erneut keine Blöße gegeben. In der Hammergruppe A liegen die U19 des TSV Havelse und der TSV Stelingen punktgleich mit sechs Zählern vorn. Gastgeber TuS Garbsen machte ebenfalls vorzeitig den Schritt in die nächste Runde perfekt. Die beiden Erstplatzierten der drei Gruppen sowie die zwei besten Dritten qualifizieren sich für das Viertelfinale.

Underdog hält lange mit

Die Youngsters vom TSV Havelse setzten sich in einer ansehnlichen Partie der Guppe A mit 4:0 (1:0) gegen Kreisligist SV Frielingen durch. Der Underdog hielt lange gut mit, erst zum Ende hin wurde das Ergebnis deutlich(er). In der ersten Halbzeit gab es für den Bundesliga-Absteiger kaum ein Durchkommen, die Frielinger Defensive stand sicher.

„Das haben wir bis zur Pause richtig gut gemacht“, sagte Frielingens Trainer Jürgen Siegel – von einer Situation abgesehen: „Ein einziges Mal haben wir uns ausspielen lassen, prompt war der Ball drin.“ Valmir Avdulli zielte präzise für die Elf von Coach Stefan Gehrke (25.).

Bilder vom Spiel der Garbsener Stadtmeisterschaft zwischen dem TSV Havelse U19 und SV Frielingen

Havelses Ilir Qela (links) wird von Frielingens Marvin Kolze verfolgt. Zur Galerie
Havelses Ilir Qela (links) wird von Frielingens Marvin Kolze verfolgt. ©
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Nach dem Seitenwechsel drehten die Jungs in Rot-Weiß zunehmend auf und dominierten das Geschehen. Begünstigt durch ein Missverständnis in der gegnerischen Abwehr erzielte Avdulli das 2:0 (70.). Ein später Doppelpack von Ilir Qela (84., 89.) versetzt dem SV den endgültigen K.o. „Mit dem Resultat bin ich absolut zufrieden“, betonte Siegel. „Wir haben halt die stärkste Gruppe erwischt, Stelingen und Havelse sind Hochkaräter.“ Die Frielinger peilen nun einen Sieg über den Vierten im Bunde, MTV Meyenfeld, an – und hoffen, als einer der beiden besten Dritten weiterzukommen. 

Im Parallelspiel schoss der TSV Stelingen gegen das „Leichtgewicht“ aus Meyenfeld einen 18:1 (9:1)-Sieg heraus. Bezirksliga-Topmannschaft versus Team aus der 3. Kreisklasse – dieses ungleiche Kräfteverhältnis spiegelte sich auf dem Feld wider. Es waren noch keine 60 Sekunden gespielt, da hatte Ahmet Kaya die Kugel bereits versenkt, im Laufe der Partie gelangen ihm noch drei weitere Tore.

Halbes Dutzend von Sabab

Hüsnü Sabab steuerte sechs Treffer zum Schützenfest bei. Benjamin Hartmann zirkelte das Leder fünf Mal in die Maschen, Josip Gerip traf doppelt, den Schlusspunkt setzte Niclas Langhans. Das zwischenzeitliche Ehrentor ging auf das Konto von MTV-Akteur Mirza Cebic.

Hut ab vor den Meyenfeldern, die ungeachtet der zu erwartenden Klatschen bei der Stadtmeisterschaft auflaufen – und sich den Garbsener Goliaths des Fußballs wacker stellen. „Dem Gegner gebührt Respekt, zweifellos. Aber ehrlich gesagt, bringt uns so ein Spiel nicht wirklich weiter“, sagte Stelingens Trainer Marko Orsolic. Man müsse vielleicht mal über den Modus der Stadtmeisterschaft nachdenken.

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Das zweite Spiel am Mittwochabend entfiel: Der SV Türkay Spor Garbsen trat gegen den TSV Berenbostel nicht an. Der Grund war schlicht Personalmangel, viele Türkay-Akteure sind derzeit im Urlaub, andere mussten aufgrund ihres Schichtdienstes absagen. Die Ergebnisse der gestrigen Partien in der Gruppe C standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest. 

Am Freitagabend (Freitag, 19 Uhr) steigt ein echter Kracher am Kochlandsweg: Eine Garbsener Stadtauswahl - gespickt mit Akteuren aller teilnehmenden Mannschaften – läuft gegen Regionalligist TSV Havelse auf. „Das wird bestimmt interessant. Wir freuen uns auf dieses Spiel“, sagt Kummer, der das Stadtteam zusammen mit Ahmet Cagli, dem Trainer des TSV Berenbostel, coacht.

Die Bilder der Saison 2018/2019 in Hannovers Amateurfußball:

Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. Zur Galerie
Kirchdorfs Dennis Lattmann kracht nach einem Foul von Björn Fischer in die Bande und bekommt direkt noch eine Bierdusche. ©

In der Gruppe B marschiert Gastgeber TuS Garbsen vorneweg: Das Team von Trainer Martin Kummer entschied das äußerst kampfbetonte Duell gegen den Garbsener SC mit 4:2 (1:1) für sich. Die Führung des TuS durch Baris Aktas (32.) egalisierte Amad Merwan Hussein (33.).

Quast lässt den TuS jubeln

Der Kreisliga-Absteiger legte sich mächtig ins Zeug, es ging hart zur Sache. Minh Le (53.) und Yasin Güzelcümbüs per Strafstoß (54.) brachten die Kummer-Elf schließlich binnen zwei Minuten auf die Siegerstraße. Carsten Fricke konnte verkürzen (64.), aber Dustin Quast ließ erneut den Bezirksligisten jubeln (83.).

„Ein verdienter Erfolg über eine gute GSC-Mannschaft“, konstatierte Kummer. Der Gegner habe sehr kampfstark und körperlich agiert, „gerade für unsere jungen Spieler war das eine wertvolle Erfahrung und gut für deren Lernprozess. Die Jungs haben prima gegengehalten.“

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