01. Dezember 2021 / 21:23 Uhr

Gebrauchter Tag für Empor Rostock

Gebrauchter Tag für Empor Rostock

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
TV Emsdette I - HC Empor Rostock, Ausgebremst: Empor-Kreisläufer Jonas Thümmler, der hier von drei Emsdettenern gestoppt wird. 
TV Emsdette I - HC Empor Rostock, Ausgebremst: Empor-Kreisläufer Jonas Thümmler, der hier von drei Emsdettenern gestoppt wird. © Bernd Oberheim
Anzeige

Schwach gespielt und klar verloren. Die Handballer des HC Empor Rostock haben das Auswärtsspiel beim TV Emsdetten mit 19:28 verloren. Torhüter Jesse Ewers (24) gab sein Zweitliga-Debüt.

Ein Wort mit x – das war nix! Die Handballer des HC Empor Rostock haben das Auswärtsspiel am Mittwochabend beim TV Emsdetten sang- und klanglos mit 19:28 (9:14) verloren. Der Aufsteiger war erstmals in dieser Saison völlig chancenlos und rutschte in der Tabelle mit 13:13 Punkten auf Rang sieben ab.

Anzeige

„Da lief nicht viel zusammen. Wahrscheinlich hätten wir noch eine Stunde spielen können und hätten keinen Blumentopf gewonnen. Irgendwie stand jeder neben sich“, meinte Empor-Geschäftsführer Stefan Güter.

Für Empor war die Partie der Start in den heißen Monat Dezember mit sieben Partien innerhalb von 26 Tagen. Nach dem dritten Auswärtsspiel in Folge genießen die Rostocker dreimal Heimrecht. Am Montag kommt der TSV Bayer Dormagen, vier Tage später der EHV Aue (beide Spiele in der Ospa-Arena), ehe am 14. Dezember der Dessau-Roßlauer HV in der Stadthalle gastiert.


Eines steht fest: Die Rostocker, die auf die angeschlagenen Tim Völzke, Jakub Zboril, Leon Mehler und Janos Steidtmann verzichten mussten, müssen schnellstmöglich ihre Offensivschwäche ablegen, um mit einem beruhigenden Punkte-Polster in die Winterpause zu starten. „Das ist das Gute an den englischen Wochen. In ein paar Tagen redet hoffentlich niemand mehr über das Spiel in Emsdetten“, meinte Güter.

Die Deckung stand gut, Torhüter Robert Wetzel begann stark, aber im Spiel nach vorn lief kaum etwas zusammen. Die Gäste scheiterten reihenweise am überragenden TVE-Keeper Maurice Paske, der insgesamt 16 Würfe entschärfte. Robin Breitenfeldt und Marc Pechstein trafen vom Siebenmeterpunkt das Tor nicht. Hinzu kamen Abspielfehler.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten schien sich der HCE gefangen zu haben. Breitenfeldt erzielte nach gut 14 Minuten das 6:6. Die Gäste besaßen sogar die Chance, in Führung zu gehen, doch ein Fehlpass leitete die schwächste Phase ein. Fast 13 Minuten lang blieben die Mecklenburger ohne Torerfolg.

Die Gastgeber, die auf den verletzten Ex-Rostocker Gabor Langhans verzichten mussten, ließen sich nicht lange bitten und zogen auf 11:6 davon.

Die letzte Szene der ersten Halbzeit passte ins Bild. Die Gastgeber bekamen in der Schlusssekunde einen Freiwurf. Frederic Stüber schnappte sich den Ball und knallte ihn durch die Rostocker Deckung ins linke obere Eck – 14:9.

Der gebrauchte Tag setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Richard Lößner scheiterte an Paske. Im Gegenzug erhöhte Maximilian Nowatzki auf 15:9. Beim Stand von 19:14 knallte Breitenfeldt einen Siebenmeter an die Latte. Nowatzki und Stüber bauten die Führung aus. 21:14 – die Entscheidung.

Mit der klaren Führung im Rücken spielte der TVE frei auf, während die Rostocker entnervt wirkten. Sie ließen insgesamt 26 Chancen liegen und produzierten 17 technische Fehler – das war zu viel des Schlechten.

In der Schlussphase machte Torhüter Wetzel Platz für Jesse Ewers. Der 24 Jahre alte Schlussmann aus der zweiten Mannschaft kam somit zu seinem Zweitliga-Debüt.

Statistik

Emsdetten: Krechel, Paske – Terhaer 5, Dimitrievski 2, Schwabe 1, Kolk 1, Schliedermann 2, Thomas, Holzner 4/2, Jansen 4, Stüber 5, Mihaljevic, Runarsson 1, Nowatzki 3.

Empor: Wetzel, Ewers, L. Mehler n.e. – Wilhelm 1, Steidtmann n.e., Ottsen 3, Schütze, D. Mehler, Witte, Asmussen 1, Schmidt, Breitenfeldt 9, Kohnagel, Thümmler 2, Pechstein, Lößner 3.

Siebenmeter: Emsdetten 3/2, Empor 5/2.

Anzeige

Strafminuten: Emsdetten 8, Empor 4.