10. Oktober 2020 / 17:35 Uhr

Grimma unterliegt Cupverteidiger Chemnitzer FC, Inter Leipzig quält sich

Grimma unterliegt Cupverteidiger Chemnitzer FC, Inter Leipzig quält sich

Frank Müller
Leipziger Volkszeitung
Der Chemnitzer FC wirft den FC Grimma, wie bereits in der Vorsaison aus dem Pokal (li.). Mehr Mühe hatte da Inter Leipzig gegen die SG Taucha (re.).
Der Chemnitzer FC wirft den FC Grimma, wie bereits in der Vorsaison aus dem Pokal (li.). Mehr Mühe hatte da Inter Leipzig gegen die SG Taucha (re.). © hanni/Christian Modla/Montage
Anzeige

Keine Blöße gab sich der Drittliga-Absteiger und Titelverteidiger Chemnitzer FC: Im Husaren-Sportpark gewannen sie 5:1 gegen den FC Grimma. Der Oberigist Inter Leipzig dagegen erreicht nur ein knappen 1:0 in Taucha. Einzige Überraschung war der 3:2-Sieg von Weißig gegen den FC Eilenburg.

Anzeige

Leipzig. Die Überraschung blieb aus, Fußball-Oberligist FC Grimma konnte den Chemnitzer FC in der 3. Runde um den Sachsenpokal wie schon im Vorjahr nicht überraschen. Der Pokalverteidiger gewann im Husarensportpark vor 320 Zuschauern mit 5:1 (3:0). Den Torreigen eröffnete der Chemnitzer Neuzugang Andis Shala mit einem etwas kuriosen Tor: Der Grimmaer Oliver Kurzbach schoss Kevin Freiberger beim Abwehrversuch an, Shala profitierte davon und es stand nach nur einer reichlichen Minute 1:0 für die Gäste.

Christian Bickel (18. Minute) und Freiberger (41.) erhöhten noch vor der Pause auf 3:0. Tim Cambulka (59.) setzte den vierten Treffer drauf, ehe Kurzbach mit dem Ehrentor seinen anfänglichen Lapsus kompensierte (62.) und Alexander Dartsch den Schlusspunkt setzte (89.). „Es hat sehr viel Spaß gemacht“, sagte Shala nach seinem gelungenen Start für die Chemnitzer.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Sachsenpokal-Spiel

Der FC Inter Leipzig entscheidet die Sachsenpokal-Partie für sich und gewinnt bei der SG Taucha mit 1:0. Zur Galerie
Der FC Inter Leipzig entscheidet die Sachsenpokal-Partie für sich und gewinnt bei der SG Taucha mit 1:0. ©

Bei Sachsenligist SG Taucha quälte sich Oberligist Inter Leipzig förmlich ins Achtelfinale. Zwar dominierten die Gäste vor 115 Zuschauern an der Kriekauer Straße nahezu über die gesamte Spielzeit, doch allzu viele Chancen erarbeitete sich der Favorit beim 1:0 (1:0)-Sieg gegen die recht kompakt stehenden Gastgeber nicht.

Inter mit viel Ballbesitz

Und das Tor fiel ähnlich, aber noch kurioser als das erste Tor in Grimma. Beim Abwehrversuch schoss Jonas Bär Johannes Pistol an und der Ball landete von dem Inter-Akteur springend im Netz (7.). Diese frühe Führung tat dem Spiel nicht gut, echte Pokalatmosphäre kam nicht auf, obwohl die SGT das Resultat knapp hielt.

Inter hatte viel Ballbesitz, doch außer zum Teil weit am Kasten vorbeifliegenden Fernschüssen von Stefan Wutte und vornehmlich Lovro Sindik sprang nicht viel heraus. Und die auf immerhin fünf Positionen gegenüber dem vorwöchigen Punktspielsieg in Riesa (4:0) umgestellten Tauchaer entwickelten nach vorn so gut wie keine Gefahr.

Die einzige Chance war ein guter Fernschuss des sich unablässig, aber oft auch vergeblich in der Angriffsspitze mühenden Maaz Abdelrahim. Doch der Ball strich in der 59. Minute knapp übers Gästetor. Auf der Gegenseite scheiterte der flinke Iskander van Doorne aus guter Position noch an SG-Keeper Niklas Noetzel. Das war´s dann schon für die personell ebenfalls etwas umgestellten Gäste.

Auch Krostitz gewinnt

„Wir haben uns ordentlich verkauft“, sagte Tauchas Trainer Marcus Jeckel. „Vor allem in der zweiten Halbzeit haben wir sehr ordentlich gespielt und dabei allerhand Kraft gelassen. Ich bin zufrieden, auch wenn es uns gegen den höherklassigen Gegner an Durchschlagskraft gefehlt hat.“ Inter-Coach Zoran Levnaic konnte mit Ergebnis auch leben und sagte: „Der Sieg war verdient, wir hatten viel Ballbesitz und die Kontrolle übers Spiel.“

Landesklasse-Vertreter FSV Krostitz setzte sich in einer spannenden Partie gegen den gleichklassigen BSC Rapid Chemnitz mit 4:3 (1:0) durch. Dem 1:0 von Andreas Luck in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs folgte nach dem Seitenwechsel erstmal der Chemnitzer Ausgleich durch Nick Röthling (57.). Der Ex-Eilenburger Dennis-Sven Radig brachte Krostitz erneut in Vorhand (81.), ehe Röthling wieder egalisieren konnte. Alexander Hofmann drehte die Partie gar auf 2:3 (88.), doch damit war die Entscheidung keineswegs gefallen. Luck (90.) und Radig (90.+3) drehten den Spieß nochmals herum und ersparten ihrem Team so sogar die Verlängerung.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum deutlichen Sieg der Chemnitzer

Die Kicker des Chemnitzer FC gaben sich beim FC Grimma keine Blöße: 5:1 konnte der Regionalligist gewinnen. Zur Galerie
Die Kicker des Chemnitzer FC gaben sich beim FC Grimma keine Blöße: 5:1 konnte der Regionalligist gewinnen. © hanni

Immerhin eine Überraschung bot die 3. Runde des Fußball-Sachsenpokals: Oberligist FC Eilenburg – jüngst noch Finalist – musste beim Dresdner Stadtligisten SG Weißig mit 2:3 die Waffen strecken. Das entscheidenden Tor erzielte der Außenseiter kurz vor Schluss mit einem 40-Meter-Schuss. Das für den Buß- und Bettag (18.11.) vorgesehene Achtelfinale wird am Dienstag in Leipzig ausgelost – dann mit den Drittligisten FSV Zwickau und Dynamo Dresden im Topf.