03. März 2022 / 19:00 Uhr

Gegen Flensburg: Friedenstaube statt Sponsorenlogos beim SC DHfK Leipzig

Gegen Flensburg: Friedenstaube statt Sponsorenlogos beim SC DHfK Leipzig

Tim Niklas Herholz
Leipziger Volkszeitung
Der SC DHfK wird mit einem Sondertrikot gegen Flensburg antreten.
Der SC DHfK wird mit einem Sondertrikot gegen Flensburg antreten. © Verein
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Mit der SG Flensburg-Handewitt kommt ein Schwergewicht des internationalen Handballs zum SC DHfK. Viel gewichtiger ist aber die Botschaft, die auf dem Heimtrikot seinen Platz finden soll.

Leipzig. Als „ein Spiel unter einem besonderen Stern“, hatte Karsten Günther, Geschäftsführer der SC DHfK Handballer, die kommende Partie Anfang der Woche auf einer Pressekonferenz beschrieben. Und das hat gleich mehrere Gründe. Zum einen ist da natürlich der Gegner: Die SG Flensburg-Handewitt, ein Schwergewicht der Handball-Bundesliga und aktuell auf Tabellenplatz drei. Zum anderen dürfen sich die Leipziger endlich wieder auf lautstarke Unterstützung in der eigenen Halle freuen. Bis zu 6000 Zuschauer können am Sonntag in die Halle. Und: Auch bei diesem eigentlich so freudigen Anlass wird der Krieg gegen die Ukraine Thema sein.

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Die Flensburger seien eine der besten Mannschaften in der Bundesliga und Europa, weiß Trainer André Haber um die große Herausforderung, die nun vor ihm und seiner Mannschaft liegt. Doch Druck hätten er und seinen Spieler deshalb nicht: „Rein sportlich ist das natürlich ein sehr schweres Spiel gegen Flensburg, gleichzeitig aber auch eines der einfachsten für uns. Wir werden alles geben, so wie wir das immer tun. Und wenn es nicht reicht, dann ,war das halt Flensburg‘. Wir wollen aber auf jeden Fall versuchen zu gewinnen. Auch wenn wir wissen, wie schwer das ist“, sagte Haber.

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Dabei helfen könnte Luca Witzke, der zuletzt wegen einer Verletzung an der Halswirbelsäule passen musste. Auf Lovro Jotic (Knie) muss Andre Haber jedoch weiter verzichten: „Wir hoffen, dass Luca zum Wochenende zurückkehrt und Lovro dann gegen Göppingen wieder zur Verfügung steht“, sagte der Coach.

Leipziger unterstützten Crowdfunding-Kampagne

Statt Sponsorenlogos werden die Leipziger am Sonntag übrigens eine weiße Taube, das Symbol des Friedens, auf der Brust tragen. „Wir werden mit einer eindeutigen Botschaft auflaufen: Eine Botschaft für den Frieden. Man darf sich jetzt einfach nicht heraushalten und wir wollen einen flammenden Appell senden, der heißt: ,Stopp! Hört auf zu schießen’“, sagte Karsten Günther. Das Sondertrikot wird im Fanshop erhältlich sein. Alle Erlöse sollen der Hilfe von Kriegsopfern, vor allem betroffenen Kindern, zu Gute kommen. Auch online können die Trikots unter www.handballzeit.de erworben werben.

Außerdem unterstützen die Handballer eine neue Crowdfunding-Kampagne. Über die Plattform „Leipziger Crowd“ sollen in den kommenden zwei Wochen 609 869 Euro für Hilfsprojekte in der Ukraine sowie Schutzsuchenden in Leipzig gesammelt werden. Das entspräche einer Spende von einem Euro je Einwohner der Stadt.