05. September 2021 / 00:01 Uhr

Beim 0:4 gegen Luckenwalde: Eigentor leitet Neustädter Pokalaus ein

Beim 0:4 gegen Luckenwalde: Eigentor leitet Neustädter Pokalaus ein

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
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Alexander Huber-Schweizer (l.) kann sich in dieser Szene gegen Robin Spreitzer behaupten. © Marius Böttcher
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AOK-Landespokal: Nach der zweiten Runde ist die Cup-Saison für den SV Schwarz-Rot vorbei - die Hürde Regionalligist FSV 63 war zu hoch.

AOK-Landespokal, 2. Runde: Schwarz-Rot Neustadt – FSV 63 Luckenwalde 0:4 (0:2). Tore: 0:1 Jann Priesemuth (26., Eigentor), 0:2, 0:3 Dennis Rothenstein (39., 65.), 0:4 Peer Heinze (76.). Zuschauer: 190.

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Raus mit Applaus – für die Landesliga-Kicker des SV Schwarz-Rot Neustadt ist die Landespokal-Saison 2021/22 nach der zweiten Hauptrunde Geschichte – die Hürde FSV 63 Luckenwalde war am Samstagnachmittag vor 190 Zuschauern zu hoch. Grämen mussten sich die Gastgeber nach der 0:4-Niederlage aber keinesfalls. „Ich bin absolut zufrieden, wir haben bis zur letzten Minute diszipliniert und aktiv verteidigt“, lobte Silvano Fiore nach der Partie. Der Schwarz-Rot-Coach hatte den Wunsch, „als Underdog mit 0:0 in die Kabine zu gehen, was ohne dieses doofe Eigentor auch möglich gewesen wäre“.

In Bildern: FSV 63 Luckenwalde gewinnt Pokalduell bei Schwarz-Rot Neustadt mit 4:0.

Der favorisierte Regionalliga-Vertreter (gelbe Trikots) zog beim Landesligist aus der Pferdestadt glanz- aber auch problemlos ins Achtelfinale des AOK-Landespokals ein. Ein Eigentor von Jann Priesemuth, Doppelpacker Dennis Rothenstein und Peer Heinze trafen vor 190 Zuschauern für die Gäste. Zur Galerie
Der favorisierte Regionalliga-Vertreter (gelbe Trikots) zog beim Landesligist aus der Pferdestadt glanz- aber auch problemlos ins Achtelfinale des AOK-Landespokals ein. Ein Eigentor von Jann Priesemuth, Doppelpacker Dennis Rothenstein und Peer Heinze trafen vor 190 Zuschauern für die Gäste. © Marius Böttcher

In der 26. Spielminute war der schlecht zu Ende gespielte Angriff der Gäste eigentlich schon bereinigt, da verunglückte Jann Priesemuths Rettungsversuch über Neustadt-Keeper Sascha Hädicke hinweg ins eigene Netz. Bis dahin hatten die clever verteidigenden Hausherren keinen gefährlichen Abschluss des gegenwärtigen Regionalliga-Zweiten von Cheftrainer Michael Braune zugelassen. „Wir wussten, dass es gegen einen tief stehenden Gegner zäh wird, konnten aber die richtige Einstellung bei unseren Jungs, die Neustadt nicht unterschätzt haben, rauskitzeln“, fand FSV-Co-Trainer Steve Müller.

Folgerichtig erhöhte der Favorit noch vor dem Pausentee auf 2:0 – einen Vorstoß über die linke Seite schloss Dennis Rothenstein am zweiten Pfosten erfolgreich ab (39.). Kurz danach hätte der Angreifer bereits für die Entscheidung sorgen können, schoss das runde Leder aber aus Nahdistanz über das von Hädicke, der diesmal den Vorzug vor Johannes Wilke erhielt, gehütete Tor.

Tarik Wenzel vergibt beste Neustädter Chance

Nach dem Seitenwechsel ließ der Favorit den Gegner bewusst kommen (Müller: „In unserer Liga spielen wir mit einer Führung im Rücken oft so, um Räume zu schaffen“), die Fiore-Schützlinge wagten sich auch in die Offensive – vor allem über Lukas Japs. „Hin und wieder konnten Nadelstiche gesetzt werden, ein, zwei Chancen waren da. Wir wussten aber, was der Gegner wollte. Wir haben das Verteidigen nicht vergessen“, sagte der Neustädter Trainer, dessen Mannen es Luckenwalde mit viel Laufbereitschaft auch im zweiten Abschnitt schwer machten.

Erst 25 Minuten vor Ultimo war der Deckel drauf: Schwarz-Rot bekam das Spielgerät nicht aus der Gefahrenzone – Rothenstein schloss von der Strafraumkante mit Übersicht zum 3:0 ab und schnürte seinen Doppelpack. Der eingewechselte Peer Heinze sorgte mit dem linken Fuß für den Endstand (76.). Die beste Chance für die sich nie aufgebenden Pferdestädter vergab Tarik Wenzel, der bei seinem Abschluss in FSV-Schlussmann Konstantin Filatow seinen Meister fand.


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„Ich kann meinem Team keinen Vorwurf machen. Das war eine couragierte Leistung, das finale Ergebnis vielleicht sogar um ein Tor zu hoch“, resümierte Silvano Fiore. Luckenwaldes Steve Müller hat trotz des Mammutprogramms in der Viertklassigkeit (in der Regionalliga Nordost sind 20 Mannschaften im Einsatz) große Lust auf den Cup-Wettbewerb: „Wir waren so oft davor, nicht nur im Finale zu stehen sondern auch das Ding hoch zu stemmen. Das ist nicht lästig, gehört einfach dazu. Und wir lernen das Land Brandenburg besser kennen.“

Neustadt: Hädicke – Priesemuth, Krüger (53. Silva Machado), Huber-Schweizer, Thormann – Japs, Erdmann, Mahmutagic, Bröker (71. Pörschke) – Gotthardt (81. da Silva Junior) – Wenzel.