12. Februar 2021 / 18:18 Uhr

Gegen Gladbachs Rose: Erstmals geht Wolfsburgs Glasner als Gejagter ins Duell

Gegen Gladbachs Rose: Erstmals geht Wolfsburgs Glasner als Gejagter ins Duell

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Zwölftes Duell: Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner trifft auf Gladbach-Coach Marco Rose.
Zwölftes Duell: Wolfsburg-Trainer Oliver Glasner trifft auf Gladbach-Coach Marco Rose. © Federico Gambarini/dpa
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Der VfL Wolfsburg muss am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach ran - das ist auch wieder das Duell zwischen Oliver Glasner und Marco Rose. Die Trainer treffen zum zwölften Mal aufeinander - aber noch nie stand der VfL-Coach mit seinem Team vor dem des Gegenübers.

Ein erneutes Wiedersehen: Auf keinen anderen Trainer traf Gladbachs Coach Marco Rose so oft wie auf Oliver Glasner vom VfL Wolfsburg - am Sonntag (18 Uhr) duellieren sich beide Fußballlehrer bereits zum zwölften Mal. Nicht immer in der deutschen Bundesliga. Aber noch nie stand Glasner mit seiner Mannschaft in der Tabelle vor der des Kontrahenten. Eine besondere Ausgangslage.

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Acht Partien bestritten beide Glasner und Rose in Österreich gegeneinander, drei Aufeinandertreffen gab's in Deutschland bereits. Doch erstmals geht der VfL-Coach als Gejagter ins Rennen. "Ich war mit dem Linzer ASK Aufsteiger und Marco war Trainer des aktuellen Double-Gewinners", merkt der Wolfsburger an. Da sei es verständlich, dass er bisher der Jäger war, aber "der Abstand wurde immer geringer, wir sind nähergekommen". War er mit dem LASK zunächst Vierter, ging es in der Folge-Saison hoch auf Platz zwei - aber in beiden Fällen hinter Rose mit RB Salzburg. Wer jetzt vor wem liegt, ist Glasner aber nicht wichtig: "Das ist für mich überhaupt kein Thema. Ich sehe keine persönliche Auseinandersetzung zwischen Marco Rose und mir."

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Ähnlich sieht es Rose auf der anderen Seite - den der VfL gern bei sich gehabt hätte. Schon 2019 war Jörg Schmadtke am Sachsen dran gewesen, er sollte die Nachfolge von Bruno Labbadia antreten. "Er ist ein sehr aufrechter und klarer Mensch und hat eine klare Auffassung von Fußball", hatte Wolfsburgs Manager jüngst im ZDF-Sportstudio gesagt und bestätigt, dass es damals schon ein Treffen beider Parteien gegeben hatte. Das Problem: Ein Interesse aus Gladbach hatte der VfL-Manager "nicht auf dem Schirm", wie er zugab. So entschied sich Rose für die Borussia, der VfL holte stattdessen als Plan-B-Lösung Glasner nach Wolfsburg.

Beide Trainer schätzen sich dennoch, statt einer Kampfansage gab's von Rose Lob für seinen Gegenüber. "Er steht für eine klare Art von Fußball, die sehr intensiv und aggressiv ist", weiß der Gladbach-Trainer. Da sich beide so gut kennen, gibt es "keine großen Geheimnisse, die Abläufe sind klar". Rose weiß, was die Wolfsburger gerade so stark macht, warum der VfL auf Platz drei steht. "Sie haben eine klare Spielidee, die auf unglaublicher Laufbereitschaft basiert. Das hat die Mannschaft gefressen, sie hat gemerkt, dass sie damit erfolgreich ist." Seinen Anteil am Erfolg hat laut Rose auch Xaver Schlager - beide arbeiteten in Salzburg zusammen. "Xaver ist ein hervorragender Fußballer, ein richtig guter Typ, der nie zufrieden ist und immer nach Höherem strebt. Er ist ein absoluter Mentalitätsspieler, der das Spiel versteht, Räume findet, Zweikämpfe sucht. Er hat sich in eine richtig gute Verfassung gebracht."

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Aber auch Glasner weiß, worauf es gegen den Wolfsburger Lieblingsgegner (22 Siege, gegen kein Team gab's mehr) ankommt. "Gladbach hat sehr viel Qualität in der Offensive", sagt der Coach und nennt unter anderem Marcus Thuram, Lars Stindl, Breel Embolo, Alassane Pléa und Jonas Hofmann. "Ich habe viele Stärken gesehen, aber auch das eine oder andere, wo wir ansetzen können." Ansetzen, um zu Hause weiter ungeschlagen zu bleiben, den Abstand auf Gladbach und Rose zu vergrößern sowie mit einem Sieg dafür zu sorgen, "dass Gladbach auch nach dem Spiel unser Lieblingsgegner ist..."

Glasner traut Weghorst 20 Tore zu

Einer, der am Sonntag wieder für Gefahr sorgen soll, ist VfL-Knipser Wout Weghorst. Bei 14 Liga-Toren steht der Niederländer bereits, sein Ziel hat er erreicht - und nun nach oben korrigiert. 20 Buden sollen es mindestens am Saisonende sein. "Dieses Ziel kann ich nun angehen", sagte der Stürmer. Und er bekommt volle Unterstützung. "Ich traue es Wout absolut zu", sagt Trainer Oliver Glasner. "Er ist einer super Verfassung. Wichtig wird sein, dass er fit bleibt und die Mitspieler ihn weiter mit Bällen füttern."

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