04. März 2022 / 13:35 Uhr

Gegen Leverkusen: Wolfsburg-Ultras kehren in die Arena zurück!

Gegen Leverkusen: Wolfsburg-Ultras kehren in die Arena zurück!

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Bald wieder eine volle Nordkurve? Die VfL-Ultras kehren gegen Leverkusen zurück in die VW-Arena.
Bald wieder eine volle Nordkurve? Die VfL-Ultras kehren gegen Leverkusen zurück in die VW-Arena. © Roland Hermstein
Anzeige

Der VfL Wolfsburg kann bald wieder auf die Unterstützung seiner aktiven Fanszene zählen. Zum Heimspiel gegen Bayer Leverkusen kehren die Ultras in die VW-Arena zurück.

Zwei Jahre lang hatten sie ihren Support eingestellt - bald kehren die Ultras des VfL Wolfsburg aber in die VW-Arena zurück: Erstmals wird die aktive Fanszene den Fußball-Bundesligisten wieder bei der Partie am 20. März (17.30 Uhr) gegen Bayer Leverkusen vor Ort unterstützen. Voraussetzung dafür bleibe, "dass die tiefgreifenden Maßnahmen wie angekündigt zu dem Heimspiel aufgehoben werden und ein Spieltagsbesuch wie einst möglich ist", heißt es in einem Facebook-Post der "Nordkurve Wolfsburg".

Anzeige

Die VfL-Ultras waren dem Stadion ebenso wie die Ultra-Gruppierungen einiger anderer Bundesligisten seit Pandemie-Beginn ferngeblieben - zum Teil, weil sie mit den Corona-Schutzmaßnahmen nicht in Gänze einverstanden waren, vor allem aber, weil das Stadionerlebnis nicht ihren Vorstellungen von Stimmung und Support entsprach, wegen der kleinen Menge an zugelassenen Fans oft auch nicht entsprechen konnte. Jetzt besteht die Hoffnung, dass so gut wie alle Einschränkung bis zum Leverkusen-Spiel fallen werden. Nach aktueller Verordnungs-Lage gelten dann bei Veranstaltungen im Außenbereich weder 3G noch 2G oder 2G-plus. Zudem dürfen gegen Bayer erstmals wieder 30.000 Zuschauende in die Arena. Die Maske darf am Platz abgenommen werden, Speisen und Getränke müssen darüber hinaus dann nicht mehr am Platz zu sich genommen werden.

Mehr zum VfL Wolfsburg

"Nachdem es uns nunmehr zwei Jahre nicht uneingeschränkt möglich war, im Stadion zu stehen und unseren VfL so zu unterstützen, wie wir es uns gewünscht hatten", schrieb "Nordkurve Wolfsburg" weiter, "kehren die Gruppen der aktiven Fanszene des VfL Wolfsburg - Weekend Brothers, Green White Angels, Wilde Wölfe und Coesione - in die Nordkurve zurück." Und das auch in der Hoffnung, dass weitere Fans und Dauerkarten-Inhabende ihrem Beispiel folgen werden.

Anzeige

In den letzten Monaten hatten die Klubs der Bundesliga nicht nur mit wechselnden Corona-Vorgaben zu kämpfen, sondern auch ein generell nachlassendes Fußball-Interesse registriert. "Man sieht ja an anderen Standorten, dass eine gewisse Zurückhaltung der Menschen da ist", hatte beispielswiese VfL-Geschäftsführer Tim Schumacher bereits kurz nach Rückrundenbeginn festgestellt.

Nun kehrt in zwei Wochen - wenn die Maßnahmen bis dahin nicht wieder verschärft werden - ein großes Stück Normalität zurück, mit Trommeln, Vorsängern und mit Capo Chris Heise, der zu denen gehört, die seit Pandemie-Beginn gar nicht im Stadion waren und nun gegen Leverkusen wieder seinen gewohnten Platz auf dem Zaun vor der Nordkurve einnehmen will.

Mehr "echte" Stadion-Stimmung - darüber ist auch Holger Ballwanz glücklich. "Es gab Vorgaben, die der Ultra-Szene nicht so gefallen haben", sagt der VfL-Fanbeauftragte. "Daher freuen wir uns jetzt über die Entscheidung der Fanszene. Sie machen die Atmosphäre in der Arena mit aus."

Gegen Union Berlin am Samstag (15.30 Uhr) werden die Ultras noch nicht mit von der Partie sein. 22.500 Zuschauende dürfen bei dem Spiel vor Ort sein, der VfL rechnet mit etwa 15.000 Fans - was kein Saisonrekord wäre. Die meisten Anhänger waren beim ersten Heimspiel von Trainer Florian Kohfeldt dabei (16.200), das die Wolfsburger mit 2:1 in der Champions League gegen RB Salzburg gewannen. Vier Tage später waren in der Liga 16.100 Zuschauende gegen den FC Augsburg (1:0) im Stadion. Bei der Teilzulassung merke man jedoch, "dass jemand wie Capo fehlt", sagt Ballwanz. "Mit ihm wird es ab dem Leverkusen-Spiel wieder koordinierter. Das kann auch der Mannschaft helfen. Gerade bei Heimspielen sind die Fans der zwölfte Mann."

Zum Leverkusen-Spiel werden wohl auch die Dauerkarten wieder freigeschaltet. Dann könnte bald auch wieder die 20.000er Marke überschritten werden - so viele Fans waren zuletzt vor zwei Jahren beim 0:0 gegen RB Leipzig in der VW-Arena (27.200). "Wir erhoffen uns schon, dass alle Dauerkarten-Besitzer ins Stadion kommen. Dann kann die Marke geknackt werden", sagt Ballwanz. Der Fanbeauftragte mahnt trotz aller bereits erfolgten sowie bevorstehenden Lockerungen weiter zur Vorsicht: "Aufgepasst werden muss weiterhin, da geht's jetzt auch um Eigenverantwortung."