10. Oktober 2020 / 10:57 Uhr

Gegen Mügeln-Ablaß: Wacker Dahlen winkt die Spitze - Wermsdorf im Pokal gefordert

Gegen Mügeln-Ablaß: Wacker Dahlen winkt die Spitze - Wermsdorf im Pokal gefordert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Pascal Ziegler (r.) schoss beim jüngsten 3:3 des SV Mügeln-Ablaß in Zwochau zwei Tore für seine Mannschaft.
Pascal Ziegler (r.) schoss beim jüngsten 3:3 des SV Mügeln-Ablaß in Zwochau zwei Tore für seine Mannschaft. © Thomas Jentzsch
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Ein heißes Nordsachsenliga-Derby steht an: Wacker Dahlen gegen Mügeln-Ablaß. Oschatz und Wermsdorf müssen dagegen im Pokal ran.

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Dahlen/Mügeln/Oschatz. Im Fußball-Kreispokal bekleckerten sich Wacker Dahlen und der SV Mügeln-Ablaß nicht mit Ruhm und flogen früh raus. Deshalb haben beide jetzt am Achtelfinal-Wochenende Zeit, das am 1. Spieltag verlegte Nordsachsenliga-Derby nachzuholen: Am Sonntag um 15 Uhr bitten die Heidestädter das Team aus dem Obstland zum heißen Tanz.

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Der Tabellendritte aus Dahlen kann mit einem Sieg sogar Blau-Weiß Wermsdorf von der Spitze verdrängen. Das jüngste 1:0 in Schildau und sieben Punkte aus den drei bisherigen Spielen sollten Selbstvertrauen gegeben haben. Trainer Thomas Patommel sieht keinen Grund, die Euphorie seiner Jungs zu bremsen. „Die sollen die Situation genießen und locker auftrumpfen“, meint der Coach, „aber es wird nicht einfach, Mügeln hat eine starke, eingespielte Truppe, wir müssen immer ein Auge auf Torjäger Paul Erdmann werfen.“ Und mit einem Lächeln ergänzt der Coach: „Es wird Zeit, dass die große Serie der Obstländer reißt. Wenn wir ans Limit gehen, schaffen wir das auch.“

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Aber das haben schon viele versucht. Saisonübergreifend ist der SVMA seit zehn Liga-Spielen ungeschlagen, unter Trainer Matthias Streit gab es sieben Siege und drei Remis. Vereins-Chef und Torwart Arne Schütze hofft auf weiterere Erfolgs-Gefühle: „Jede Serie endet mal, aber bitte nicht am Sonntag im Derby. Ich denke, dass die Tagesform entscheidet. Motivieren müssen wir niemanden.“

Wermsdorf: Die Cup-Mannschaft schlechthin

Auch die Mügelner sind gut gestartet: 4:2 gegen Oschatz, 3:3 in Zwochau, zuletzt hatten sie spielfrei. „Wenn wir klar im Kopf sind, können wir jeden schlagen“, glaubt Schütze, „aber manchmal sind wir zu leichtsinnig, und Dahlen hat eine junge, hungrige Truppe mit einem erfahrenen Trainer. Außerdem ist Wacker nicht unser Lieblingsgegner, wir haben da oft schlecht ausgesehen.“ Schütze, der in Zwochau wegen einer Grippe fehlte, wird wieder im Kasten stehen, dafür muss der SVMA auf Philipp Fischer (Gelb-Rot-Sperre) und langfristig auf Gregor Mayerhofer, der zur Marine gegangen ist, verzichten.

Der FSV Oschatz ist am Sonntag im Pokal bei Kreisklasse-Vertreter Schenkenberg II gefordert – dort, wo es gegen die Erste der Concorden jüngst eine 0:5-Schlappe gab. Auch wegen vieler Ausfälle. Nun hat sich die Verletztenliste noch verlängert: Ben Queißer knickte im Training um und verpasst das Achtelfinale. Coach Steffen Wiesner muss auf einige Anschlusskader aus dem Reserve-Team zurückgreifen, will das aber nicht als Vorab-Entschuldigung wissen: „Wir haben 14 spielfähige Akteure und werden nichts herschenken. Der Pokal ist in diesem Jahr eine große Chance für uns, mit etwas Losglück könnten wir weit kommen.“ Allerdings will der Trainer von seinen Jungs mehr Biss sehen. „Wenn es schon spielerisch nicht läuft, müssen Laufbereitschaft und Kampfgeist hundertprozentig stimmen. Und das war in Schenkenberg nicht so, auch wenn wir besser waren, als das Ergebnis vermuten lässt, und unsere Niederlage um einige Treffer zu hoch ausfiel.“

Die Cup-Mannschaft schlechthin war in den vergangenen Monaten Blau-Weiß Wermsdorf. Die Hubertusburger holten sich im Torgauer Finale überraschend den TZ-Bärenpokal, qualifizierten sich für den Landeswettbewerb und schieden dort erst in Runde zwei gegen Radefeld aus. Nun müssen sie wieder im Kreismaßstab ran und am Sonntag erst einmal ihr Zweitrundenspiel bei Elbaue Torgau nachholen. Die Mehderitzscher sind zwar ungeschlagener Zweiter der Kreisklasse Ost, aber auch krasser Außenseiter gegen den Cupverteidiger und Nordsachsenliga-Spitzenreiter.

Auf Wermsdorf wartet im Erfolgsfall ein echter Prüfstein: Im Achtelfinale müssten die Schützlinge von Trainer Dierk Kupfer am 18. November beim SV Naundorf antreten, der seine ersten drei Nordsachsenliga-Spiele gewonnen hat.