15. Oktober 2021 / 15:56 Uhr

Dynamo Dresden vertraut gegen den 1. FC Nürnberg auf seine Heimstärke

Dynamo Dresden vertraut gegen den 1. FC Nürnberg auf seine Heimstärke

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt war mit der Trainingswoche bislang hochzufrieden
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt war mit der Trainingswoche bislang hochzufrieden © Steffen Manig
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Der Zweitliga-Aufsteiger erwartet am Sonntag im maximal halbvollen Rudolf-Harbig-Stadion bislang noch ungeschlagene Franken.

Dresden. Nach der 0:3-Niederlage beim FC St. Pauli strebt Dynamo Dresden am Sonntag (13.30 Uhr) im eigenen Stadion gegen den 1. FC Nürnberg den vierten Heimsieg der laufenden Zweitliga-Saison an. Gegen die in der Liga als einziges Team noch ungeschlagenen Franken hofft SGD-Trainer Alexander Schmidt auf Rückenwind von den Rängen und auf eine hochkonzentrierte Leistung seiner Mannschaft. “Wir müssen von der ersten Minute an da sein”, mahnte der 52-Jährige nicht zum ersten Mal in dieser Saison, nach dem frühen Rückstand in Hamburg aber nicht ohne aktuellen Anlass. Am Millerntor hatte Dynamo keine 60 Sekunden nach dem Anpfiff schon das 0:1 kassiert, konnte dann den eigenen Matchplan vergessen.

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Schmidt ist zuversichtlich, dass es diesmal besser gelingt, die eigene Konzeption durchzubringen. Die Mannschaft habe unter der Woche hervorragend trainiert, sich vor allem in der ersten Halbzeit des Testspiels gegen den Drittligisten Viktoria Berlin (Endstand 4:0) sehr gut präsentiert. Zudem vertraut der Augsburger auf die Heimstärke seiner Truppe, die erst eines von fünf Pflichtspielen im eigenen Haus verloren, alle anderen aber teils klar gewonnen hat: “Bis jetzt hat es eigentlich immer hervorragend geklappt. Die einzige Niederlage gegen Paderborn (0:3/d. Red.) ist aus meiner Sicht zu hoch ausgefallen. Da haben wir auch ein gutes Spiel gemacht. Darauf können wir aufbauen.”

Gegen die “Clubberer”, die vor einer Woche eine 0:7-Klatsche im Testspiel gegen den FC Ingolstadt einstecken mussten, sieht er seine Mannschaft psychologisch im Vorteil. Die hohe Niederlage gegen einen Ligakontrahenten müsse die Nürnberger Spieler schon nachdenklich stimmen, glaubt er. Zumal die Franken auch nicht mit Jugendspielern angetreten seien, sondern erfahrene Kräfte eingesetzt hätten. Der neunfache deutsche Meister sei insgesamt recht gut besetzt, habe exzellente Profis in seinen Reihen. Auf einen wie den norwegischen Nationalspieler Mats Möller Daehli (ehemals Freiburg und St. Pauli, zuletzt in Genk) müsse man unbedingt genau achten, so Schmidt, der auch anderen Nürnbergern “gehobenes Zweitliga-Niveau” attestiert.

Dynamo-Trainer Schmidt über die Testspielpleite der Nürnberger

Seine junge Mannschaft hat sicher in der Breite weit weniger Erfahrung zu bieten, sie muss mit Kampfgeist, Einsatz und Disziplin dagegen halten. Und sie muss ihre Reserven ausschöpfen. Davon gibt es laut Heinz Mörschel noch einige: “Wir sind noch lange nicht bei unserem Endlevel angelangt”, glaubt der Mittelfeldspieler. Für ihn ist die 2. Bundesliga genauso neu wie für Luca Herrmann. Der Neuzugang von der Freiburger Reserve bietet sich laut Schmidt nach Verletzungspause wieder als Alternative für das Mittelfeld der Dresdner an. Weniger Möglichkeiten bieten sich dem Trainer in der Abwehr, wo Schmidt den zuletzt gesetzten Michael Akoto (Muskelfaserriss im Oberschenkel) ersetzen muss. Ob er Kapitän Sebastian Mai eine Chance in der Innenverteidigung gibt oder auf Antonis Aidonis oder auch Paul Will zurückgreift, ließ Schmidt offen. Des Rätsels Lösung wird wohl erst am Sonntag kurz vor dem Anpfiff auf dem Aufstellungsbogen gelüftet. Für Kevin Ehlers (Hüftprobleme) kommt die Partie aber wohl zu früh.

Bisher wurden rund 14.500 Karten verkauft. Es gilt erneut die 3G-Regel, maximal 16.000 Zuschauer dürfen am Sonntag in die Arena. Es öffnen diesmal Tageskassen, die erste um 10 Uhr am Lennéplatz, die anderen um 11.30 Uhr.