15. Oktober 2020 / 12:49 Uhr

Gegen Rudolstadt: FC Eilenburg will Pokalschmach auswetzen

Gegen Rudolstadt: FC Eilenburg will Pokalschmach auswetzen

Susan Stephan
Leipziger Volkszeitung
Symbolbild
Gegen Einheit Rudolstadt soll es für den FC Eilenburg deutlich besser laufen. © Christian Modla
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Gegen Achtligist SG Weißig war Schluss im Pokal. Nichts wird es mit einer erneuten Finalteilnahme und der Chance auf die Qualifikation für den DFB-Pokal. Dafür liegt nun der Fokus auf die Liga.

Eilenburg. Die Nachwehen des Pokaldilemmas schmerzen auch Tage später – umso glücklicher ist Nico Knaubel, dass der Fokus am Sonnabend dem Liga-Alltag gilt. Der Trainer des FC Eilenburg empfängt mit seinem Team um 13 Uhr Einheit Rudolstadt. Sollte es weiter in Strömen regnen, muss wohl auf den Kunstrasen ausgewichen werden. „Wir spielen auf alle Fälle, nur auf welchem Platz steht noch nicht sicher fest“, so Knaubel, der ein Sympathisant des „normalen“ Rasens ist. Die Trainingswoche hat gut getan, war „inhaltlich“ wie immer, aber in der Verarbeitung anders. Knaubel hat die Niederlage beim Kreisoberligisten ausgewertet, Erkenntnisse gewonnen und an Lösungen gearbeitet. Diese wird es schon am Samstag brauchen.

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Rudolstadt und den FCE verbindet aktuell nämlich vor allem eins: die Bilanz! Die Thüringer haben die letzten drei Spiele in der Liga gewonnen – genau wie Knaubel-Elf. Es dürfte ein Duell auf Augenhöhe werden.

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Die Thüringer spielen seit fast neun Jahren in der 5. Liga. Dabei war der Aufstieg 2011/12 eher untypisch. Rudolstadt belegte in der Thüringenliga nur den 3. Platz, stieg aber dennoch auf, weil der Zweitplatzierte, Eintracht Sondershausen, verzichtete. Seitdem hat sich die Mannschaft, die vom ehemaligen Spieler Holger Jähnisch betreut wird, in der 5. Liga etabliert. Der Kopf des Teams ist seit einigen Jahren Marco Riemer, der als Profi beim FC Carl Zeiss Jena viel Erfahrung sammelte. Mittlerweile ist Riemer 32 und bastelt an seiner Trainerkarriere.

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Steven Hache aus den Niederungen

Ähnlich wie der FC Eilenburg setzt auch Rudolstadt auf Konstanz. In der Sommerpause wurden lediglich vier neue Spieler verpflichtet, fünf Spieler verließen den Verein. Die Mannschaft ist eingespielt und das war in den letzten Oberliga-Spielen ein Trumpf. Dazu kehrte mit Benjamin Bahner ein Mittelstürmer mit Torinstinkt zurück. Der 28-Jährige knipste in sieben Spielen schon sechs Mal und dürfte der Eilenburger Abwehr alles abverlangen. Bahner war in den vergangenen zwei Spieljahren beim Landesklasse-Vertreter Chemie Kahla am Ball.

Aus den Niederungen kam auch Steven Hache. Der Stürmer, der in Dommitzsch wohnt und zuletzt in Torgau spielte, sorgte bei seinen bisherigen Einsätzen für den FCE stets noch einmal für Schwung, momentan kann er das nicht tun. Eine Schulterverletzung bremst den schnellen Angreifer aus. Auch Philipp Sauer wird wegen einer Hochzeit – nicht die eigene J - fehlen. Dazu hat sich Jakob Funken bei der Pokalniederlage am Knöchel verletzt. Dagegen ist Dennis Kummer, zuletzt von einer leichten Erkältung gebremst, wieder voll bei der Sache. Auch Sebastian Heidel und Adam Fiedler sind zurück und Kandidaten für die Startelf.