10. April 2019 / 15:00 Uhr

Gegen Ultras von Energie Cottbus: Polizei-Razzia in vier Bundesländern

Gegen Ultras von Energie Cottbus: Polizei-Razzia in vier Bundesländern

dpa und Lennart Wunderlich
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Polizeifahrzeug steht in der Cottbuser Mühlenstraße. Am Mittwochmorgen fanden laut Polizei Brandenburg über 30 Durchsuchungen in Brandenburg und mehreren angrenzenden Bundesländern wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung im Raum Cottbus gegen Personen der Hooligan-, Kampfsport- und rechtsextremistischen Szene statt.
Ein Polizeifahrzeug steht in der Cottbuser Mühlenstraße. Am Mittwochmorgen fanden laut Polizei Brandenburg über 30 Durchsuchungen in Brandenburg und mehreren angrenzenden Bundesländern wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung im Raum Cottbus gegen Personen der Hooligan-, Kampfsport- und rechtsextremistischen Szene statt. © Michael Helbig/dpa-Zentralbild/dpa
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3. Liga: Mitglieder der ehemaligen Ultra-Gruppierung "Inferno Cottbus" sollen sich weiter organisiert haben. Bei 20 Beschuldigten führte die Polizei am Mittwoch Razzien durch.

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Mit Hausdurchsuchungen ist die Polizei am Mittwochmorgen in vier Bundesländern gegen rechtsextreme Hooligans vorgegangen. Wie der RBB berichtet, wurden Ladengeschäfte und Wohnungen in Cottbus, Frankfurt (Oder), Henningsdorf und Kolkwitz (Brandenburg) und Berlin sowie in Görlitz (Sachsen) und Kühlungsborn (Mecklenburg-Vorpommern) durchsucht.

Allein in Brandenburg seien 30 Objekte betroffen gewesen. Die Durchsuchungen richteten sich dem Bericht zufolge gegen 20 Beschuldigte, denen die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen wird. Das Verfahren laufe seit April 2018. Nach Bild-Informationen soll es sich dabei um ehemalige Mitglieder der aufgelösten Ultra-Gruppierung "Inferno Cottbus 99", die die Fanszene des FC Energie Cottbus dominierte, handeln. Seit 2017 existiert diese offiziell nicht mehr. Im Untergrund soll sich die Gruppe allerdings weiterhin organisiert haben. Zentrum der Fahndungsmaßnahmen ist die südbrandenburgische Stadt Cottbus. Die Ermittlungen leitet dem Vernehmen nach die Staatsanwaltschaft Potsdam.

50 Straftatbestände stehen im Raum

Laut Redaktion RBB24 Recherche handelt es sich zudem um ein Netzwerk aus Rechtsextremisten, Kampfsportlern und Fußball-Hooligans, die sich mit organisierten Kriminellen verbunden haben sollen. Auch die Ausschreitungen in Chemnitz seien unter anderem auf Aktivitäten dieses Netzwerks zurückzuführen, hieß es. Die Verbindungen der Gruppe sollen auch ins Ausland reichen. Konkret werde den Beschuldigten der Verstoß gegen insgesamt 50 Straftatbestände vorgeworfen. Es gehe dabei um Bedrohung, Körperverletzung, illegalen Waffenbesitz, Steuerhinterziehung und ähnliche Delikte, berichtete der RBB.

Am Donnerstag um 11 Uhr soll eine Pressekonferenz zu den Ergebnissen der Aktion abgehalten werden.

In Bildern: 50 ehemalige Spieler von Energie Cottbus - und was aus ihnen wurde.

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