29. Oktober 2020 / 16:54 Uhr

Gegentreffer in der Nachspielzeit: FSV 63 Luckenwalde mit Remis gegen Optik Rathenow (mit Galerie)

Gegentreffer in der Nachspielzeit: FSV 63 Luckenwalde mit Remis gegen Optik Rathenow (mit Galerie)

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Zweikampf am Mittwochabend im Werner-Seelenbinder-Stadion: Hier duellieren sich Aaron Bogdan (l., FSV Luckenwalde) und Vassilios Polichronakis (Optik Rathenow).
Zweikampf am Mittwochabend im Werner-Seelenbinder-Stadion: Hier duellieren sich Aaron Bogdan (l., FSV Luckenwalde) und Vassilios Polichronakis (Optik Rathenow). © Nico Roesenberger
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NOFV Regionalliga Nordost: Luckenwalde und Rathenow trennen sich 1:1 im Seelenbinder-Stadion.

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Die Analyse fiel kurz und knapp aus, zu später Stunde, als sich das Werner-Seelenbinder-Stadion leerte und beide Trainer in den Katakomben der Arena zum Mikrofon griffen. „Wir haben uns vorgenommen, drei Punkte hierzubehalten, das ist uns nicht gelungen. Dass wir einen so späten Gegentreffer bekommen haben, ist umso bitterer. Auf der anderen Seite hatte dieses Spiel auch keinen Sieger verdient“, resümierte Jan Kistenmacher, der Coach des FSV Luckenwalde.

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Durch einen Treffer in der Nachspielzeit im Duell der Fußball-Regionalliga Nordost hatte Optik Rathenow beim 1:1-Unentschieden einen Punkt aus der Flämingstadt mitgenommen. Der FSV hatte durch einen Treffer von Daniel Becker, der in der 36. Minute seinen vierten Saisontreffer erzielte, lange Zeit im Brandenburg-Derby geführt – deshalb fühlte sich das Remis nach einem Treffer von Lucas Will (90. +1 Minute) für die Luckenwalder wie eine Niederlage an. Allerdings räumte auch Fred Krüger, der Luckenwalder Pressesprecher ein: „Ich denke, am Ende eines kampfbetonten Spiels war es ein verdienter Ausgleich.“ Optik-Trainer Ingo Kahlisch befand: „Ich bin nicht zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wenn man kurz vor Schluss den Ausgleich macht, freut man sich irgendwo, aber wir müssen lernen, aggressiver zu verteidigen, konsequenter nach vorne zu spielen und unsere Möglichkeiten auszunutzen.“

In Bildern: FSV 63 Luckenwalde spielt 1:1 gegen Optik Rathenow.

Der FSV 63 Luckenwalde trennt sich von Optik Rathenow 1:1-unentschieden. Die Führung von Daniel Becker (36.) egalisierte Lucas Will in der ersten Minute der Nachspielzeit. Zur Galerie
Der FSV 63 Luckenwalde trennt sich von Optik Rathenow 1:1-unentschieden. Die Führung von Daniel Becker (36.) egalisierte Lucas Will in der ersten Minute der Nachspielzeit. © Felix Degenkolbe

Am Ende stand ein Ergebnis auf der Anzeigetafel, mit sich der Aufsteiger aus der Dahme-Fläming-Region vor 249 Zuschauern zwar nicht wie erhofft ordentlich Luft im Abstiegskampf verschafft hat, aber den Konkurrenten aus dem Havelland auf Distanz gehalten und sich im Abstiegskampf gut positioniert hat. Jan Kistenmacher bewertete die Darbietung auf dem Rasen am Mittwochabend trotzdem kritisch: „Ein Regionalliga-Spiel habe ich nicht gesehen, von beiden Mannschaften nicht. Der Abstand bleibt gleich, aber letztendlich haben wir zwei Punkte verloren, deshalb bin ich enttäuscht. Wir hätten mehr machen müssen.“

Vor dem späten Ausgleichstreffer standen intensive 90 Minuten, in denen sich beide Mannschaften wenig geschenkt hatten. Bereits nach wenigen Sekunden kamen die Gäste erstmals vor das Tor. Jonathan Muiomo versuchte es aber mit einem Querpass, anstatt den Torschuss zu wagen. In der Folge tasteten sich beide Teams vorsichtig ab. Luckenwalde kam nach einer Ecke zu einem Abschluss von Tobias Francisco und Optik hätte durch Nicola Köhler in Führung gehen können, als er im Eins-gegen-eins an André Thoms, dem FSV-Schlussmann, scheiterte.

FSV Luckenwalde nun zu Gast bei Energie Cottbus

„Wir haben eigentlich richtig gut gestanden und nur wenig zugelassen“, schätzte Lucas Will nach dem Spiel ein. Dennoch gerieten die Rathenower knapp zehn Minuten vor der Pause in Rückstand. Einen Schuss von Jakob Gesien konnte Optik-Schlussmann Lucas Hiemann zwar noch abwehren, doch gegen den Abstauber von Daniel Becker war er machtlos. Nach der Pause kamen die Gäste besser ins Spiel. Erneut war es Muiomo, der mit einem fulminanten 20-Meter-Knaller das Luckenwalder Tor nur knapp verpasste. Auf der Gegenseite musste Hiemann bei einem Kopfball von Lucas Vierling sein ganzes Können zeigen, um das Gegentor zu verhindern.

Mit zunehmender Spielzeit verlagerte sich das Spielgeschehen immer mehr in die Luckenwalder Hälfte. Rathenow wirkte fitter. Aber auch Optik hatte eigentlich nur eine klare Chance, als Danilo Martschinkowski aus halbrechter Position abzog, sein Schuss aber das Tor verfehlte. In der 90. Minute folgte dann die Schlüsselszene, die zum Ausgleich führte, als Martschinkowski einwarf, Gorbunow verlängerte und Will traf. „Ich glaube, das Unentschieden geht in Ordnung. Wir haben viel Moral gezeigt und uns den Punkt somit auch verdient. Wir müssen aber unsere Chancen besser nutzen, daran hapert es noch. Außerdem müssen wir noch konsequenter den Abschluss suchen, das gibt uns auch der Trainer immer mit auf den Weg“, so der 21-jährige Torschütze nach dem Spiel. Und er hatte auch gleich das Spiel am Sonntag gegen Bischofswerda (Anstoß, 13.30 Uhr, Stadion Vogelgesang) im Kopf: „Wir wollen natürlich auch gegen Bischofswerda ein positives Ergebnis einfahren.“ Für den FSV 63 steht am Sonnabend das Duell bei Energie Cottbus auf dem Programm (Start: 13.30 Uhr, Stadion der Freundschaft).