10. Mai 2019 / 14:23 Uhr

Gegnercheck: Bayern München will sich gegen RB Leipzig zum Meister machen

Gegnercheck: Bayern München will sich gegen RB Leipzig zum Meister machen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Niko Kovac kann mit seiner Truppe am Samstag in Leipzig die Meisterschaft klarmachen. Mit einem Sieg in der Messestadt wäre dem FC Bayern München die siebte Meisterschaft in Folge sicher.
Niko Kovac kann mit seiner Truppe am Samstag in Leipzig die Meisterschaft klarmachen. Mit einem Sieg in der Messestadt wäre dem FC Bayern München die siebte Meisterschaft in Folge sicher. © dpa
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Trotz einer durchwachsenen Saison könnte sich der FC Bayern München am Samstag in der Red Bull Arena zum siebten Mal in Folge zum deutschen Meister krönen. Gegen RB Leipzig braucht der Rekordsieger dafür drei Punkte.

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Der FC Bayern München will in seinem letzten Auswärtsspiel der Saison gegen RB Leipzig (15.30 Uhr/Sky) die siebte Meisterschaft in Folge klarmachen. Gegen seit 17 Pflichtspielen ungeschlagene Rote Bullen braucht der deutsche Rekordsieger mit aktuell vier Punkten Vorsprung auf Borussia Dortmund einen Dreier, um alle Zweifel zu beseitigen. Während der FCB in den vergangenen drei Jahren am Ende stets einen zweistelligen Punktevorsprung hatte, könnte die Titelentscheidung in diesem Jahr bei einem Heimsieg der Leipziger jedoch mal wieder auf den letzten Spieltag vertagt werden.

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21.12.2016:  Bayern München - RB Leipzig 3:0, Yussuf Poulsen mit Philipp Lahm im Zweikampf. Zur Galerie
21.12.2016: Bayern München - RB Leipzig 3:0, Yussuf Poulsen mit Philipp Lahm im Zweikampf. ©
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Das liegt zum einen an konstanteren Leistungen der Verfolger. Dass die Mannschaft von Ralf Rangnick mit jetzt 65 Punkten – im ersten Bundesligajahr wurde RB mit 67 Punkten am Ende Vizemeister – schon keine Chance mehr auf Platz zwei hat, belegt die hohe Leistungsdichte an der Tabellenspitze.

Vieles deutete auf Durchmarsch hin

Doch auch die Bayern haben entscheidenden Anteil am spannenden Meisterkampf. Dabei deutete zu Beginn der Saison einmal mehr alles auf einen Durchmarsch hin. Niko Kovac kehrte als Trainer sowie frischgebackener Pokalsieger zu seinem alten Arbeitgeber zurück und startete mit fünf Siegen in die Spielzeit. Die darauffolgende Schwächephase mit nur zwei Erfolgen aus sieben Partien und der bitteren 2:3-Niederlage gegen Hauptkonkurrent Borussia Dortmund lässt sich rückblickend nur schwer erklären. Am zwölften Spieltag fand sich das Star-Ensemble nach dem 3:3-Unentschieden gegen Überraschungsaufsteiger Fortuna Düsseldorf plötzlich nur noch auf Rang fünf wieder, der BVB war zu diesem Zeitpunkt bereits neun Punkte enteilt.

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Gerade rechtzeitig, um Kovacs wackelnden Stuhl nicht endgültig zu Fall zu bringen, fing sich die Mannschaft, ließ in den 14 darauffolgenden Partien nur bei der 1:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen Punkte liegen und stand danach wieder auf Platz eins der Tabelle. Die Pleite gegen die Werkself sollte zwar bis dato die einzige in der Rückrunde bleiben, jedoch fehlte es dem FCB saisonübergreifend vor allem gegen die Kleinen der Liga an Kaltschnäuzigkeit und alter Dominanz: Unentschieden wie zweimal gegen den SC Freiburg sowie Augsburg und zuletzt Nürnberg hatte es in den vergangenen Jahren in dieser Häufigkeit nicht gegeben.

Schwächen gegen kleine Gegner

Weil die Mannschaft aber in vermeintlich großen Spielen wie beim 5:0 gegen Dortmund, dem 5:1 gegen Gladbach oder dem 6:0 gegen Wolfsburg sowie in der Champions League überzeugen konnte, unterstellten ihr Kritiker nach vermeidbaren Punktverlusten ein Mentalitätsproblem. Gerade Stars wie Thiago oder James Rodriguez schafften es nicht immer, ihre Leistung für die so genannten Pflichtsiege abzurufen – ein Grund, warum die Bayern-Bosse noch immer nicht entschieden haben, ob sie die Kaufoption für den Leihspieler von Real Madrid am Ende der Saison ziehen.

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<b>Im Tor:</b> Peter Gulacsi vs. Sven Ulreich - hier hat RB mit dem ungarischen Nationalkeeper eindeutig die Nase vorn. Zur Galerie
Im Tor: Peter Gulacsi vs. Sven Ulreich - hier hat RB mit dem ungarischen Nationalkeeper eindeutig die Nase vorn. ©

Statistisch kommt der FCB zudem nicht an die Glanzleistungen der vergangenen Spielzeiten heran. Während es offensiv dank eines auch in diesem Jahr regelmäßig treffenden Robert Lewandowski (bisher 22 Saisontore) zu stattlichen 83 Buden und damit einem ähnlichen Wert wie in den Vorjahren reicht, offenbarte die Defensive immer wieder Schwächen. Bereits jetzt haben die Bayern 31 Gegentore gefressen.

Ungewohnt wacklige Defensive

Zum Vergleich: In den Vorjahren fingen die Bayern in der gesamten Saison nie mehr als 28 Gegentreffer. 2016 und 2017 blieb man sogar unter der 20-Tore-Marke. Vor allem die beiden bis vor einiger Zeit noch als nahezu unantastbar geltenden Innenverteidiger Jerome Boateng und Mats Hummels bereiteten nicht nur wegen häufiger auftretender Verletzungsprobleme Sorgen. Fehlendes Tempo gegen die jungen Konterspieler der Liga und ungewohnte Wackler im Zweikampfverhalten kosteten nicht nur die Zugehörigkeit zum Nationalteam, sondern auch den Stammplatz in der Bayern-Defensive. Längst ist Niklas Süle zum Chef in der Abwehr und wichtigen Stabilisator aufgestiegen.

Auch auf anderen Positionen ist der Umbruch eingeleitet worden. Serge Gnabry sowie Kingsley Coman haben sich auf den offensiven Flügelpositionen festgespielt und dürften die Roten Bullen vor spannende Herausforderungen stellen. Dafür muss Kovac am Samstag bei Generalprobe für das DFB-Pokalfinale zwei Wochen später in Berlin auf Stamm-Torhüter Manuel Neuer verzichten. Der Nationalspieler wird nicht rechtzeitig fit und bleibt in München.

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