17. Mai 2019 / 13:13 Uhr

Gegnercheck: Werder Bremen hofft auf Patzer der Konkurrenz und Sieg gegen RB Leipzig

Gegnercheck: Werder Bremen hofft auf Patzer der Konkurrenz und Sieg gegen RB Leipzig

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
LEIPZIG, GERMANY - DECEMBER 22:  Bruma (R) of Leipzig scores his team's third goal  during the Bundesliga match between RB Leipzig and SV Werder Bremen at Red Bull Arena on December 22, 2018 in Leipzig, Germany (Photo by Matthias Kern/Bongarts/Getty Images)
RB Leipzigs Bruma erzielte im Hinspiel den Treffer zum 3:2-Erfolg gegen den SV Werder Bremen. © 2018 Getty Images
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Im letzten Spiel der Bundesliga-Saison 2018/19 trifft RB Leipzig auswärts auf Werder Bremen. Die Hanseaten wollen noch mit aller Macht in die Europa League, auch um bei Leistungsträgern wie Max Kruse oder Milot Rashica bessere Karten zu haben.

Bremen/Leipzig. Wie schon der FC Bayern München am vergangenen Wochenende muss auch Werder Bremen am Samstag gegen ein befreit aufspielendes RB Leipzig noch mal alles rausholen. Die Norddeutschen haben sich dank eines 1:0-Erfolgs am vorletzten Spieltag gegen den direkten Konkurrenten TSG 1899 Hoffenheim ihre Restchance auf die zwischenzeitlich bereits abgeschriebene Teilnahme an der Europa League bewahrt. Platz sieben würde zumindest für die Qualifikationsrunde im Sommer reichen.

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RB Leipzig - SV Werder Bremen 3:2 Zur Galerie
RB Leipzig - SV Werder Bremen 3:2 ©

Mit 50 Punkten liegt das Team von Florian Kohfeldt auf dem neunten Rang. Einen Zähler davor hofft auch die TSG den siebtplatzierten Wolfsburgern im Kampf ums internationale Geschäft noch in die Suppe spucken zu können. Während Werder bei einem eigenen Sieg RB ein Unentschieden der TSG gegen Mainz reichen würde, müsste der VfL sein Heimspiel gegen den FC Augsburg schon verlieren, damit die Bremer sicher für die Qualifikation planen können.

Bremen will Chance am Leben halten

Nehmen lassen möchte man sich diese, wenn auch kleine Chance, an der Weser freilich nicht, zumal der Einzug in die Europa League die Krönung für eine beeindruckende Saison wäre. Denn auch wenn nach den Niederlagen gegen Bayern München und Fortuna Düsseldorf in den vergangenen Wochen etwas die Luft ausgehen zu schien, hat sich Bremen in dieser Spielzeit so stark und vor allem konstant präsentiert wie lange nicht. Zu Jahresbeginn blieb der SVW zwölf Liga-Partien ohne Niederlage und stand zwischenzeitlich auf Platz sechs Tabelle. Im Pokal kämpften sich die Hanseaten gar bis ins Halbfinale und schieden dort nach einem mehr als fraglichen Elfmeter schließlich gegen den deutschen Rekordmeister aus.

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Doch nicht nur als Lohn für die gezeigten Leistungen wäre das internationale Geschäft wichtig für den Verein. Auch mit Blick auf Personalsituation im kommenden Jahr hat die Entscheidung zwischen Platz sieben, acht und neun große Bedeutung, wäre doch die Qualifikation zur Europa League besonders im Vertragspoker mit Superstar Max Kruse ein schlagendes Argument. Der Kapitän und elffache Liga-Torschütze ist eines der Gesichter des Bremer Erfolgs, doch sein Vertrag läuft im Sommer aus. Ob er auch in der kommenden Spielzeit grün auflaufen wird, ist weiter ungewiss. Ebenfalls noch nicht sicher ist, welche Rolle Kruse im Spiel gegen RB einnehmen kann. Seit zwei Wochen laboriert der Angreifer an einer hartnäckigen Oberschenkelprellung. Über einen Einsatz wird wohl erst kurz vor Anpfiff entschieden.

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Eggestein-Brüder auch in der kommenden Saison an Bord

Planen kann Kohfeldt, der seit seinem Dienstantritt in Bremen in der vergangenen Saison einen überragenden Schnitt von 1,53 Punkten vorzuweisen hat und jüngst ein Treuebekenntnis zum Club abgelegte, sowohl gegen die Roten Bullen als auch im kommenden Jahr mit den Brüdern Maximilian und Johannes Eggestein. Die Eigengewächse haben Anfang April ihre Verträge verlängert und sollen ihre Rolle in der Mannschaft bestätigen. Obwohl nach überragenden Leistungen von einigen Vereinen – darunter angeblich auch RB – beobachtet, wird wohl auch Senkrechtstarter Milot Rashica, dessen Vertrag ohnehin bis 2022 läuft, noch mindestens ein Jahr an der Weser bleiben. Sportchef Frank Baumann sieht den Angreifer trotz bereits elf Pflichtspieltreffern in dieser Saison noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung.

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Sollte es dem Manager tatsächlich gelingen, die aktuelle Mannschaft weitgehend zusammen zu halten, muss den Bremer Fans auch vor der kommenden Saison nicht bange werden – Europa League hin oder her.

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