21. November 2021 / 12:22 Uhr

Kein Gehalt für Kimmich und Co. während Quarantäne? Das sagt Ex-Bayern-Boss Rummenigge 

Kein Gehalt für Kimmich und Co. während Quarantäne? Das sagt Ex-Bayern-Boss Rummenigge 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge spricht über die aktuelle Situation beim FC Bayern rund um den ungeimpften Joshua Kimmich.
Der ehemalige Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge spricht über die aktuelle Situation beim FC Bayern rund um den ungeimpften Joshua Kimmich. © Getty Images/dpa (Montage)
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Karl-Heinz Rummenigge hat sich zu der Meldung geäußert, dass der FC Bayern den ungeimpften Spielern in Corona-Quarantäne das Gehalt kürzen. Für den früheren Klub-Boss sei die Entscheidung nachvollziehbar.

Die Impf-Debatte um Joshua Kimmich hat den FC Bayern fest im Griff. Die Bild am Sonntag enthüllte nun eine "knallharte Konsequenz" der Bayern-Bosse um Oliver Kahn. Die Spieler, die wie Kimmich als Kontaktpersonen in Quarantäne geschickt wurden, sollen für die jeweilige Ausfallzeit auf Teile ihrer üppigen Gehälter verzichten. Das beträfe auch die offenbar ebenfalls ungeimpften Serge Gnabry, Jamal Musiala und Eric Maxim Choupo-Moting. Der Verein gab zu dem Bericht auf Anfrage keine Stellungnahme ab.

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Bei Sky äußerte sich allerdings der frühere Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge zu dem Thema und erklärte: "Die Politik hat seit dem 1. November in Bayern ermöglicht, dass das Gehalt nicht weiter gezahlt werden muss, wenn ein Ungeimpfter in Quarantäne muss. Wenn das stimmt, was die Bild-Zeitung vermeldet, ist das sicherlich auch als Zeichen zu verstehen, dass der Verein reagiert", so der 66-Jährige, der kein offizielles Amt beim Rekordmeister mehr innehat.

Rummenigge fuhr fort: Der Klub "muss reagieren. Man darf nicht vergessen, dass beim nächsten Heimspiel nur noch mit 25 Prozent Zuschauerkapazität spielen darf." Dadurch entstehe ein "wirtschaftlich großer Schaden für den FC Bayern". Dieser kann durch Einsparungen des Gehalts abgeschwächt werden.


Kahn und Co. stecken in der Klemme. Ein Ausfall wie von Kimmich gefährdet auch die Saisonziele des Rekordchampions. Gleichzeitig sollen die durchgeimpften Kimmich-Kollegen zum dritten Piks schreiten. Corona, Impfen, Spiele mit nun wieder weniger Zuschauern, womit dem FC Bayern weitere Millionen-Einnahmen entgehen - all' das wird in der Münchner Kabine und auch auf der Vorstandsetage eifrig diskutiert.

"Ich weiß aus gesicherter Quelle, dass viele Gespräche zu dem Thema mit den Spielern stattgefunden haben", so Rummenigge über die Versuche des Klubs, die Spieler von der Impfung zu überzeugen. "Das Ergebnis hat man in Augsburg gesehen. Wenn wichtige Spieler fehlen, trifft das auch den FC Bayern. (...) Irgendwie haben jetzt alle im Verein versucht, das Problem zu lösen. Es ist bisher nicht gelungen. Vielleicht gelingt es jetzt."