26. März 2020 / 10:15 Uhr

FIFPRO-Generalsekretär warnt: "Nicht einfach Ja sagen zum Gehaltsverzicht"

FIFPRO-Generalsekretär warnt: "Nicht einfach Ja sagen zum Gehaltsverzicht"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
FIFPRO-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann warnt vor einem pauschalen Gehaltsverzicht.
FIFPRO-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann warnt vor einem pauschalen Gehaltsverzicht. © imago images/Montage
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FIFPRO-Generalsekretär Jonas Baer-Hoffmann warnt vor einem pauschalen Gehaltsverzicht von Fußballern. Eine allgemeine Handlungsempfehlung werde man deshalb nicht vorgeben.

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Jonas Baer-Hoffmann warnt als Generalsekretär der internationalen Spielergewerkschaft FIFPRO vor einer pauschalen Forderung nach einem Gehaltsverzicht von Fußballprofis im Zuge der Corona-Krise. "In den Ländern, in denen ein Profi nicht mehr verdient als ein Durchschnittsarbeiter, kann man nicht einfach 'Ja' sagen zum Gehaltsverzicht", sagte Baer-Hoffmann dem Kicker und verwies auf eine Studie vor einigen Jahren, wonach weltweit über 75 Prozent der Spieler 4000 US-Dollar oder weniger im Monat verdienen.

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"Selbst wenn man von Deutschland aus über die Grenze nach Tschechien blickt, gibt es da jede Menge Profis, die nur 1500 bis 2000 Euro im Monat erhalten, und in Griechenland sind es in der 2. Liga teilweise sogar nur ein paar Hundert Euro...", betonte der 31-Jährige. Deshalb wolle man auch nicht eine allgemeine Handlungsempfehlung vorgeben.

WeKickCorona & Co: "Spieler verstehen, dass sie eine Verantwortung haben"

Auf nationaler Ebene sehe das anders aus. "Die Spieler verstehen durchaus, dass sie eine Verantwortung haben. Das sieht man auch an den Spenden und Spendenaufrufen, die unter anderen von Kimmich, Goretzka oder Ibrahimovic gemacht wurden", sagte Baer-Hoffmann. Insbesondere die Initiative WeKickCorona von Joshua Kimmich und Leon Goretzka konnte innerhalb weniger Tage mehrere Millionen Euro einsammeln.

Die Verträge von Dortmunds Mario Götze (von links), Paris' Thomas Meunier und Chelseas Willian laufen im Sommer 2020 aus. Zur Galerie
Die Verträge von Dortmunds Mario Götze (von links), Paris' Thomas Meunier und Chelseas Willian laufen im Sommer 2020 aus. ©

Sollten die Verbände die Fußball-Saison wegen der Coronavirus-Pandemie über das Ende des gewöhnlichen Vertragsjahres am 30. Juni verlängern wollen, verschließt sich die FIFPRO nicht einer Lösung. "Wir glauben, dass es lösbar ist - es benötigt allerdings eine kollektive Bereitschaft." Es sollte kein Spieler zwei Wochen vor Saisonende wechseln, falls die Spielzeit bis Mitte Juli geht.

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