16. November 2018 / 22:06 Uhr

Neustart geglückt! Die Grizzlys Wolfsburg besiegen Ingolstadt mit 4:3

Neustart geglückt! Die Grizzlys Wolfsburg besiegen Ingolstadt mit 4:3

Jakob Schröder
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt, 16.11.2018,
Raus mit der Freude! Die Grizzlys Wolfsburg besiegten den ERC Ingolstadt mit 4:3. © Boris Baschin
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Der Neustart ist geglückt! Die Grizzlys Wolfsburg fuhren im ersten Spiel nach der Deutschland-Cup-Pause gegen den ERC Ingolstadt einen 4:3-(1:0, 2:2, 1:1)-Erfolg ein. Vor 2310 Fans trafen Spencer Machacek, Daniel Sparre, Jeff Likens und Cole Cassels für die Grizzlys.

Wolfsburg übernahm sofort die Kontrolle und drückte die Gäste hinten rein. Zweimal hatte Brent Aubin die Chance zur Führung, scheiterte aber jeweils am stark reagierenden Jochen Reimer im Panther-Gehäuse. Von der Verunsicherung, die Wolfsburg zuletzt so oft gelähmt hatte, war nichts zu sehen. Die Grizzlys zeigten sich sicher im Passspiel, fanden zudem die richtige Balance zwischen spielerischen und einfachen Lösungen. Die Führung war eine Frage der Zeit, ein Schuss von Machacek schlug abgefälscht im Winkel ein. Bis zur ersten Pause blieb Wolfsburg spielbestimmend, erst ein Ausflug von Jerry Kuhn hinter das eigene Tor brachte Gefahr – Vili Sopanen konnte die Scheibe nicht kontrollieren. Wenig später hatte der Grizzlys-Goalie dann Glück, ein Schuss von Sean Sullivan prallte an beide Pfosten, aber eben nicht hinter die Linie.

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Grizzlys Wolfsburg gegen ERC Ingolstadt

Foto; Boris Baschin, Wolfsburg,SPORT, Eishockey, Grizzlys Wolfsburg - ERC Ingolstadt, 16.11.2018, Zur Galerie
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Auch der Start des zweiten Drittel ging an die Gastgeber, Gerrit Fauser verpasste mit einem Schuss knapp neben das Tor den zweiten Wolfsburger Treffer. Dann schossen sich die Grizzlys selbst ins Knie. Eine vermeidbare Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis brachte den Ingolstädtern ein Powerplay, das zweitbeste Überzahlteam der Liga schlug zu. Brett Olson ließ Kuhn aus dem Slot keine Chance. Der Ausgleich raubte Wolfsburg die Stabilität, die Panther nutzten das sofort aus, fuhren einen Konter, den Colton Jobke im Nachschuss durch die Beine von Kuhn verwertete. Grizzlys-Coach Hans Kossmann reagierte sofort mit einer Auszeit, die mit Verspätung Wirkung zeigte. Nach zwei gefährlichen Angriffen der Gäste zwang der stark aufspielende Björn Krupp die Gäste zu einer Strafzeit, die Sparre mit einem verdeckten Schuss zum Ausgleich nutzte. Und was im Wolfsburger Spiel in vielen Spielen überhaupt nicht funktionierte, klappte dann gleich nochmal. Powerplay, Schuss, drin! Diesmal war es Likens, der die Scheibe wenige Sekunden vor der zweiten Pause an die Latte und von dort ins Tor beförderte.

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Im Schlussabschnitt vergaben Christoph Höhenleitner für Wolfsburg, sowie Olson für Ingolstadt jeweils einen Alleingang, dann durften die Grizzlys wieder mit einem Mann mehr ran – und trafen erneut. Wieder war Reimer im Panther-Tor die Sicht versperrt, Cassels lenkte die Scheibe entscheidend ab und baute die Führung aus. Doch wieder machten sich die Hausherren das Leben schwer. Bei eigener Überzahl tauchte Jerry D´Amigo vor Kuhn auf und überlistete ihn aus spitzem Winkel durch die Beine. Ein Tor, das so nicht fallen darf. Diesmal ließ sich Wolfsburg vom Gegentreffer aber nicht aus der Ruhe bringen, blieb konzentriert und ließ sich nicht im eigenen Drittel einschnüren. Höhenleiter und Jeremy Dehner scheiterten jeweils am Pfosten, Kuhn behielt gegen Fabio Wagner die Oberhand. Eine unschöne Aktion der Gäste führte zur Entscheidung: Ville Koistinen musste nach einem bösen Check gegen Höhenleitner unter die Dusche, die Grizzlys gaben die Scheibe in der Schlussminute nicht mehr her - und sicherten sich so den ersten Sieg nach zuvor drei Niederlagen am Stück.