06. Juni 2021 / 19:19 Uhr

Geht's jetzt schnell? Wolfsburg einig mit Köln-Abwehrmann Bornauw

Geht's jetzt schnell? Wolfsburg einig mit Köln-Abwehrmann Bornauw

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Mit dem VfL Wolfsburg einig: Sebastian Bornauw.
Mit dem VfL Wolfsburg einig: Sebastian Bornauw. © Rolf Vennenbernd/dpa-Pool/dpa
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Der VfL Wolfsburg will Sebastiaan Bornauw vom 1. FC Köln verpflichten. Mit dem Spieler ist er sich einig, aber die Verhandlungen mit dem 1. FC Köln gestalten sich schwierig.

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Mit Aster Vranckx vom KV Mechelen hatte der VfL bereits Ende des vergangenen Jahres den ersten Neuen für die neue Saison verpflichtet. Vier, fünf weitere Spieler sollen in diesem Sommer ebenfalls den Schritt nach Wolfsburg machen. Aber: Wer wird nach Vranckx der zweite Neue? Sebastiaan Bornauw? Mit dem Innenverteidiger ist sich der VfL laut Express einig. VfL-Manager Jörg Schmadtke wollte das auf SPORTBUZZER-Nachfrage weder bestätigen noch dementieren, als er schmunzelnd anmerkte: "Schauen wir mal..."

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In der vergangenen Woche hatte Schmadtke das VfL-Interesse an Bornauw bestätigt. „Ja, wir haben beim 1. FC Köln unser Interesse für Bornauw hinterlegt. Jetzt schauen wir mal, welche Vorstellungen die Kölner haben.“ Die 10-Millionen-Marke könnte zur Grenze werden – der FC jedoch will mehr haben, deutlich mehr, Wolfsburg möglichst weniger zahlen. Und so gestalten sich die Gespräche mit den Verantwortlichen des Geißbock-Klubs bisher schwierig. Kriegt der VfL seinen Wunschspieler für die Abwehrzentrale? „Ich kann nicht sagen, was da passiert. Es hängt davon ab, wie die Kölner sich da aufstellen und was sie machen wollen oder auch nicht“, will sich Schmadtke beim Poker mit den Kölnern nicht in die Karten schauen lassen.

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Was die Kölner wollen, ist klar: Sie wollen bei einem Bornauw-Wechsel so viel Kohle wie möglich verdienen. „Bislang gibt es noch kein konkretes Angebot“, sagte FC-Finanzchef Alexander Wehrle dem Kölner Boulevard-Blatt. Bei einem Kölner Abstieg hätte der Belgier den Klub für festgeschriebene 6 Millionen Euro verlassen können, jetzt ist die Ablöse des Defensivmannes, der in Köln noch einen Vertrag bis 2024 hat, frei verhandelbar. Und die Kölner brauchen nach einer Saison ohne Fans Kohle, sie pokern.



Und Teil des Pokers ist es jetzt zu sagen, man wolle den Spieler nicht abgeben – so wie es die FC-Verantwortlichen nun machen: „Sebastiaan ist ein hochkarätiger Spieler, den wir nicht abgeben wollen. Er ist noch jung, schnell, zweikampfstark und zudem noch torgefährlich bei Standards. So etwas findet man nicht so oft“, sagt FC-Interims-Sportchef Jörg Jakobs. Die Kölner träumen von einer Ablöse von deutlich über 15 Millionen Euro, jahrelang waren solche Summen in Wolfsburg für einen Spieler keineswegs Utopie, aber nachdem Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer im Sommer 2018 übernahmen, hatte es Deals in dieser Größenordnung nicht mehr gegeben – und soll es trotz des Erreichens der Königsklasse auch in diesem Sommer nicht geben.