05. September 2020 / 15:38 Uhr

Es geht wieder los! Die Kreisliga-Teams aus dem Nordosten der Region im SPORTBUZZER-Check

Es geht wieder los! Die Kreisliga-Teams aus dem Nordosten der Region im SPORTBUZZER-Check

Nicola Wehrbein
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Beim TuS Altwarmbüchen wurde ein Spieler positiv auf das Corona-Virus getestet.
Beim TuS Altwarmbüchen wurde ein Spieler positiv auf das Corona-Virus getestet. © Thomas Bork
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Endlich geht es wieder los! An diesem Wochenende starten die Amateurfußballer in die neue Saison. Auch in den Kreisligen rollt ab Samstag wieder der Ball. Der SPORTBUZZER gibt einen Überblick über den aktuellen Stand bei den Kreisliga-Teams aus dem Nordosten der Region.

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Erst die „ewig“ lange Corona-Zwangspause. Dann die mehrwöchige Vorbereitung. Es wird Zeit, dass es wieder richtig losgeht; der Wettkampf um Tore und Punkte möge beginnen. So oder ähnlich lautet der Tenor der Trainer und Aktiven im kleinen Fußball. Und dieses Wochenende ist es nun soweit: Die Kreisliga startet in die neue Saison.

Verteilt auf sechs Staffeln gehen insgesamt 58 Mannschaften ins Rennen – darunter 14 Teams aus dem hiesigen Einzugsgebiet. Die jeweiligen Staffelsieger qualifizieren sich für die Relegationsspiele um die vier Aufstiegsplätze. Die Letzten und Vorletzten des jeweiligen Klassements steigen in die 1. Kreisklasse ab. Aber nun lasset die Spiele erst einmal beginnen.

Mehr Teams im SPORTBUZZER-Check

Auf gute Nachbarschaft in Staffel 1

In der Kreisliga 1 ist der Nordosten der Region Hannover unter sich. Kurze Wege und Derbys en masse lassen die Herzen aller Beteiligten höher schlagen. „Wir freuen uns auf den Start und die Staffel“, sagt Aleks Budisa. Der Trainer von Aufsteiger TSV Kleinburgwedel musste einen mittleren Umbruch bewältigen, fünf Leistungsträger haben den Verein verlassen, zehn Neue, darunter Sufjan Ankour (OSV Hannover) und Okan Dogan (FC Lehrte), stießen dazu. „Die Mannschaft ist gut aufgestellt. Wir gehen die Sache optimistisch an, wobei das Hauptziel der Klassenerhalt ist. Jedes Spiel ist im Grunde ein Endspiel – angesichts der Neunerstaffel“, sagt Budisa, der den SV Uetze 08 ganz vorne sieht.

Uetze nimmt die Favoritenrolle an

Uetzes Trainer Özen Keyik nimmt die Favoritenrolle an: „Unser Anspruch ist es, unter die ersten drei Mannschaften zu kommen. Ich bin überzeugt, dass wir dazu fähig sind. Der siebenwöchigen Vorbereitung mit überzeugenden Testspielauftritten müssen jetzt in der Liga Taten folgen.“ Die Saison werde brutal hart. „Jede Rote Karte, jede Verletzung und jeder Ausrutscher wiegt doppelt schwer“, sagt Keyik. „Entscheidend wird die Konstanz sein. Wer Woche für Woche einhundert Prozent abliefert, macht am Ende das Rennen.“

Es gibt mehr Favoriten als vordere Plätze

Das junge Team vom TSV Engensen unter der Regie von Coach Kemal Yavuz sowie der TSV Wettmar werden ebenfalls hoch gehandelt. Wettmars Coach Elvedin „Beli“ Sabotic äußert sich allerdings eher zurückhaltend: „Ich denke, wenn wir in dieser ausgeglichenen Staffel Vierter oder Fünfter werden, ist das eine gute Sache.“ Mit der gleichen Zielsetzung tritt das neu formierte Team des FC Burgwedel an, Trainer Lieven Manuel peilt einen Platz unter den ersten fünf an.

Heeßeler SV II muss viele Angänge kompensieren

Für den Heeßeler SV II indes geht es diese Saison allein darum, die Liga zu halten, wie Manfred Sturm betont. Der Ur-Heeßeler und Jugendleiter des Klubs hat die Nachfolge von Marcel Pawlow angetreten. Nicht nur der alte Trainer, auch die Hälfte der Mannschaft ist weg. Sturm steht vor einer großen Herausforderung. Pawlow wechselte zu Ligakonkurrent TSG Ahlten, der B-Lizenzinhaber kann dort aus einem 24-Mann-Kader schöpfen, „Eine gute Mischung aus erfahrenen Spielern und jungen Talenten“, findet er. Ob die Reserve des MTV Ilten eine bessere Rolle spielen wird als in der vergangenen Spielzeit, wird sich vielleicht schon im ersten Saisonvergleich, dem Derby gegen den TSV Haimar-Dolgen zeigen. Zehnter im Bunde wäre eigentlich der MTV Immensen gewesen, aber der Klub musste seine Männermannschaft mangels Personal aus dem Spielbetrieb zurückziehen.

„Im Grunde gelten wir noch als Aufsteiger“

„Wir hätten es leichter haben können“, sagt Alexander Fleischer, der Trainer des SV Resse, bezüglich der Staffeleinteilung. In der Kreisliga 2 seien abgesehen von Neuling SV Eintracht Suttorf ausnahmslos hocherfahrene Teams vertreten. „Im Grunde gelten wir noch als Aufsteiger, schließlich sind wir die Vorsaison hoch und haben nur eine halbe Serie gespielt, dann war Schluss“, so Fleischer. „Unser Ziel ist es, drin zu bleiben. So schnell wie möglich weg von Platz acht, um wirklich ganz sicher zu gehen.“

In Elze hängt die Messlatte hoch

Coach Stefan Royer von Blau-Gelb Elze hängt die Messlatte deutlich höher: „Wir wollen unter den ersten drei Mannschaften dabei sein.“ Sechs talentierte Youngster aus dem eigenen Nachwuchs brächten mächtig Dampf ins Team. „Endlich haben wir mal einen guten internen Konkurrenzkampf, das hat uns die letzten Jahre gefehlt. Unsere Vorbereitung verlief sehr vielversprechend.“ Die beiden Nordostvertreter treffen auf den TSV Schloß Ricklingen, TSV Poggenhagen, TSV Mariensee-Wulfelade, TSV Bokeloh, TSV Berenbostel, SV Frielingen, FC Wacker Neustadt und Eintracht Suttorf.

Das sind die Bilder der Saison 2019/20 in Hannovers Amateurfußball

Harte Landung: Sarstedts Torschütze zum 3:1, Christian Schäfer, prallt hart auf den Boden.  Zur Galerie
Harte Landung: Sarstedts Torschütze zum 3:1, Christian Schäfer, prallt hart auf den Boden.  ©

Oliveira will mit KK II eine Etage hoch

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide II greift in der Kreisliga 5 an – und vielleicht nach den Sternen. Zumindest hat es sich der neue Trainer Antonio Oliveira zur Mission gemacht, die Krähen-Reserve vom Waldsee in den nächsten beiden Jahren in den Bezirk zu bringen. Die Konkurrenz ist allerdings heftig: TSV Kirch­rode, TuS Kleefeld, Polizei-SV Hannover, FC Stern Misburg, Sportfreunde Anderten und TSV Bemerode II heißen die Gegner.

Sparta-Coach Runge will "kein konkretes Ziel" ausgeben

Nicht umsonst spricht Carsten Runge von der schwersten Staffel. Sein Team von Sparta Langenhagen verzeichnet zwei namhafte Neuzugänge: Mit dem Duo Jordan Petrov und Adem Lukac haben sich zwei regionalligaerfahrene Akteure der DJK angeschlossen. Und Runge durfte sich noch über vier weitere Verstärkungen freuen. Nichtsdestotrotz bleibt er in puncto Saisonvorhaben verhalten: „Ein konkretes Ziel werde ich nicht ausgeben. Wir wollen das Beste aus unseren zweifellos guten Möglichkeiten machen, dann schauen wir mal.“

Die ersten Schlagzeilen schrieb der TuS Altwarmbüchen schon vor Saisonbeginn, ein Spieler des Teams ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Weil er kurz nach seiner Rückkehr aus dem Ausland bei einem Testspiel im Einsatz war, ist die Mannschaft bis einschließlich Sonntag noch in Quarantäne. Dabei wähnte sich Trainer Patrick Heldt auf einem guten Weg, „die Jungs sind gut in Schuss, alle ziehen mit“. Bleibt zu hoffen, dass Corona nicht erneut voll dazwischengrätscht und die Saison ins Wanken bringt.