05. November 2020 / 08:07 Uhr

Geisterspiel ohne Happyend: DSC-Volleyballerinnen verlieren gegen Stuttgart

Geisterspiel ohne Happyend: DSC-Volleyballerinnen verlieren gegen Stuttgart

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DSC-Zuspielerin Jenna Gray stellt für Camilla Weitzel  (r.).
DSC-Zuspielerin Jenna Gray stellt für Camilla Weitzel  (r.). © Matthias Rietschel
Anzeige

Die Bundesliga-Damen vom Dresdner SC haben am Mittwochabend gegen Allianz MTV Stuttgart in leerer Halle ihr Heimspiel mit 0:3 verloren. Eine echte Klatsche war es für die Volleyballerinnen dennoch nicht.

Anzeige

Dresden. Das erste „Geisterspiel“ in der Geschichte brachte für die DSC-Volleyballerinnen kein Happyend. Nach drei Siegen in Folge kassierte das Team von Trainer Alexander Waibl im Spitzenspiel gegen Allianz MTV Stuttgart am Mittwochabend eine 0:3-Niederlage. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Neuauflage des Pokalfinales vom Februar ohne Fans gespielt werden. Daran lag es aber nicht, dass die Gastgeberinnen nicht das zeigen konnten, was in ihnen steckt.

Anzeige

„Wir waren heute in keiner Phase des Spiels wirklich gut. Alles wirkte etwas nervös und angespannt. Wir haben zwar gekämpft, aber es fehlte die nötige Lockerheit. In den ersten beiden Sätzen waren wir auf Augenhöhe, haben aber in einigen Momenten unsere Chancen aus halbhohen Bällen nicht genutzt und hatten einige Sorgen in der Annahme, so dass wir nicht in den Rhythmus kamen“, fasste Alexander Waibl die 89 Minuten zusammen.

Mehr zu DSC Volleyball

„Natürlich ist es ärgerlich, aber es war ja trotz des 0:3 keine richtige Klatsche. Wir haben vieles gesehen, an dem wir weiter arbeiten müssen. Da fehlen zum Teil Kleinigkeiten, die wir besser machen können. Und daraus ziehen wir jetzt viel Motivation“, so Waibl, der kämpferisch anfügte: „Ich bin der Mannschaft nicht böse oder übermäßig enttäuscht. Wir haben Spielerinnen mit viel Talent, brauchen aber noch Zeit.“

Auch Libera Lenka Dürr, die diesmal wieder den Vorzug vor Morgan Hentz bekam, meinte: „Wir haben schon Ende des zweiten Satzes irgendwie den Faden verloren. Eigentlich waren wir ja zum Teil nah dran, aber dann haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Aber wir sind noch ein junges Team. Da geht es immer wieder mal rauf und runter. Dennoch denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind. Man darf ja nicht vergessen, dass Stuttgart unheimlich viel Erfahrung aufs Parkett bringt.“

DSC kann Blatt nicht wenden

Die Gäste hatten schon im ersten Satz den besseren Start erwischt. Beim DSC wackelte die Annahme und durch ein paar kleine Fehler gerieten die Dresdnerinnen schnell mit 4:7 in Rückstand. Mit der für Lena Stigrot eingewechselten Emma Cyris kam dann mehr Stabilität in die Annahme. Und der DSC kämpfte sich heran. Eine Aufschlagserie von Camilla Weitzel brachte die Dresdnerinnen sogar mit 22:18 in Front.

Den Vorteil gab das Waibl-Team durch leichte Fehler wieder aus der Hand. Drei Satzbälle konnte der DSC nicht nutzen. In der engen Schlussphase machte dann einmal mehr Stuttgarts überragende Diagonalangreiferin Krystal Rivers den Unterschied.

In Durchgang zwei setzte sich der Schlagabtausch auf Augenhöhe zunächst fort. Ein 13:10-Vorsprung ging dann wieder schnell flöten. Vor allem im Angriff zeigten sich die Gäste deutlich durchschlagskräftiger. Im dritten Abschnitt gerieten die Gastgeberinnen schnell ins Hintertreffen, verloren den Faden und mühten sich vergeblich, noch einmal das Blatt zu wenden. Als MVP wurde beim DSC Camilla Weitzel geehrt, die mit 16 Punkten auch erfolgreichste Scorerin war.