22. November 2019 / 15:02 Uhr

Geithain möchte gegen Einheit Frohburg punkten

Geithain möchte gegen Einheit Frohburg punkten

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Kilian Helbig (blau) hat mit seinen Geithainern heute ein dickes Brett zu bohren.
Kilian Helbig (blau) hat mit seinen Geithainern ein dickes Brett zu bohren. © Wolfgang Riedel
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Fußball-Kreisoberliga: Einheit Frohburg will im heimischen Werner-Seelenbinder-Stadion gegen Alemmania Geithain ungeschlagen bleiben. Borna spielt am Sonntag in Großsteinberg.

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Reichlich die Hälfte des Teilnehmerfeldes der Fußball-Kreisoberliga der Männer befindet sich momentan in einer englischen Woche. Da bleibt abzuwarten, welchen dieser Mannschaften nach der kommenden 13. Runde die Zunge draußen hängt. Oder werden eher die am Feiertag spielfreien Teams nach Luft schnappen? Denn der temporeiche Hinrunden-Endspurt hat mittlerweile begonnen.

Auf einem recht schweren Boden ziemlich viele Körner gelassen und beim 2:2 gegen Klinga-Ammelshain einen Zwei-Tore-Vorsprung eingebüßt. Für den BSV Einheit Frohburg (3.) war es kein optimaler Mittwoch. Dennoch lassen sich die Rennstädter – welche zu Hause im Werner-Seelenbinder-Stadion weiterhin ungeschlagen sind – die Laune vor dem Nachbarschafts-Duell gegen den FSV Alemannia Geithain (8.) nicht vermiesen.

Co-Trainer Mirko Deißner bleibt entspannt: „Uns hat die Cleverness gefehlt, um das Ding gegen Klinga über die Runden zu bringen. Das wird uns allerdings nicht aus der Bahn werfen, wir gehen unseren Weg unbeirrt weiter. Natürlich wird die Aufgabe gegen die Geithainer nach deren Spielabsage im Pokal gegen Borna nicht einfacher, aber wir jammern nicht herum.“

Ordentliche Vorbereitung

Das Einheit-Urgestein baut auf eine ordentliche Vorbereitung und lässt an der Zielstellung keinen Zweifel aufkommen: „Wir haben am Donnerstag noch ein lockeres Training gemacht und wollen am Samstag ohne Wenn und Aber drei Punkte holen.“

Die Alemannen nutzten zuletzt den heimischen Kunstrasenvorteil zu drei Erfolgen am Stück. Durch das 3:1 gegen Döbeln wurde der Tabellenkeller verlassen, bevor die Pokalpartie gegen Borna wegen Personalnot (Coach Marco Seifert: „Mehr als sieben Leute hätte ich nicht zusammen bekommen.“) abgeblasen wurde und man nun ausgeruht an die Wyhra fährt. Schließlich soll nach sechs Pleiten in Folge gegen den BSV wieder einmal etwas Zählbares heraus springen.

Seifert spekuliert mit dem Ende der schwarzen Serie: „Es soll unter allen Umständen mindestens ein Zähler hängen bleiben, ohne auf Unentschieden spielen zu wollen. Die Situation ist für uns viel freundlicher als noch vor vier Wochen, dagegen hat Frohburg in dieser Zeit reichlich Federn gelassen. Da gibt es eigentlich keinen Favoriten. Wobei die Umstellung auf Natur-Rasen zu einer Kraftfrage wird. Die personelle Lage verbessert sich deutlich, obwohl manches noch unklar ist.“ Definitiv ausfallen dürften wohl Michael Preis (Arbeit), Nils Sanne und der aus der Reserve hochgezogene Martin Polster (beide verletzt).

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Wenig Verständnis für Spielabsage

Dem Bornaer SV (1.) kam der Ausfall im Pokal überhaupt nicht gelegen, gerade nach dem 4:1 im Derby gegen Frohburg wären die Schwarz-Gelben gern im Rhythmus geblieben. Trainer Marco Gruhne hat wenig Verständnis für die erneut so kurzfristigen Geithainer Probleme: „Auch wir hätten nur zwölf Mann zur Verfügung gehabt und von denen mussten sich einige frei nehmen. Und dann telefoniere ich am Vorabend herum und bestelle alle wieder ab.“

Dem nun anstehenden Match beim TSV Großsteinberg (6.) – welcher den Ostrauern beim 4:2 die erste Niederlage beigebracht und vier Siege hintereinander vorzuweisen hat – schaut der Coach mit einer Mischung aus Respekt und Optimismus entgegen: „Ein undankbarer Gegner, das wird garantiert ein heißer Tanz. Doch wir sind jetzt Spitzenreiter, wollen dies bleiben und wissen, was zu tun ist. Nämlich mit Demut an die Sache heran gehen, Vollgas geben und alles in die Waagschale werfen.“ Wenngleich Nico Winkler noch gesperrt und Eddie Vorwerk noch verletzt ist. Die Bornaer sind in der Fremde übrigens noch unbesiegt und konnten den TSV bisher stets bezwingen.

Der SV Chemie Böhlen (7.) hätte eigentlich zwischen Samstag und Mittwoch ein Trainingslager abhalten können. Und zwar irgendwo in der Nähe von Regis-Breitingen und Deutzen, wo in den beiden Regionalbegegnungen immerhin vier Punkte eingefahren werden konnten. Worauf sich laut Spielertrainer Toni Röder im Hinblick auf den nächsten Auswärtstrip zum Neuling SV Klinga-Ammelshain (5.) durchaus aufbauen lässt: „Wir wollen auf jeden Fall an die jüngsten Leistungen anknüpfen und nach sieben Zählern in drei Spielen sofort nachlegen. Allerdings stellt der Aufsteiger einen richtig dicken Brocken dar. Einer soliden Defensivarbeit kommt deshalb besondere Bedeutung zu. Wir werden eine schlagkräftige Truppe aufbieten, schon am Mittwoch standen 18 Spieler im Kader.“

Tröger: "Geradlinigkeit ist gefragt"

Weitaus weniger zufrieden mit dem 3:3 war der Kontrahent SV Blau-Weiß Deutzen (13.). Coach Rolf Tröger erklärt warum: „Das spielen wir die beste erste Halbzeit seit langer Zeit, führen völlig verdient mit 3:1 und geben das Ding noch aus der Hand. Es ist schade, dass sich die Jungs für ihr Engagement nicht belohnt haben.“ Daheim in der Glück-Auf-Sportstätte gegen den ehemaligen Klassenprimus SV Ostrau (2.) – welcher im Mai mit 5:0 geschlagen wurde – „ist Geradlinigkeit über die kompletten 90 Minuten gefragt. Wir haben keine Angst vor großen Namen und werden alles versuchen, das Spiel zu gewinnen.“ Obwohl Kevin Kunath, Michael Hanowski (beide Arbeit) und Jonny Lange (private Gründe) fehlen werden.

Beim SV Regis-Breitingen (14.) war das Füße hochlegen am Buß- und Bettag von vorneherein eingeplant. Was nach der 0:2-Schlappe gegen Böhlen keineswegs ungelegen kam, um die Wunden zu lecken und die Sinne zu schärfen. Ob dies gelungen ist, wird sich im Dr. Fritz-Fröhlich-Stadion gegen den VfB Leisnig (10.) zeigen. Immerhin besitzen die Grün-Weißen gegen die Muldestädter eine positive Bilanz.

Durchschlagskraft in der Offensive

Woran sich nach Ansage von SVR-Trainer Jochen Schulz auch nichts ändern soll: „Schließlich soll bis zur Winterpause noch der eine oder andere Punkt her. Doch dafür müssen wir unbedingt die Durchschlagskraft in der Offensive erhöhen. Allerdings ist es Woche für Woche schwierig, das Fehlen von Leistungsträgern zu kompensieren. Gegen Böhlen war es vier fehlende Akteure, von denen zum Glück zwei ins Aufgebot zurück kehren. Wir sollten uns an das Spiel in Klinga erinnern, wo alles prima geklappt hat.“

Zudem treffen der SV Tresenwald Machern (15.) und der Roßweiner SV (4.), der SV Naunhof (12.) und der TSV Burkartshain (9.) sowie der Döbelner SC (11.) und Schlusslicht SC Partheland (16.) aufeinander. Haupt-Anstoßzeit ist am Samstag um 14 Uhr, lediglich in Großsteinberg beim Gastspiel der Bornaer ertönt der Anpfiff erst Sonntag zur selben Zeit.

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