15. Februar 2021 / 18:39 Uhr

Gelb-Alarm in Wolfsburg: Gleich vier Profis stehen vor einer Sperre!

Gelb-Alarm in Wolfsburg: Gleich vier Profis stehen vor einer Sperre!

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Gelbsperren drohen John Anthony Brooks, Maximilian Arnold, Xaver Schlager und Maxence Lacroix (v. l.).
Gelbsperren drohen John Anthony Brooks, Maximilian Arnold, Xaver Schlager und Maxence Lacroix (v. l.). © dpa
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Vier Spieler des VfL Wolfsburg stehen bei vier Verwarnungen - was sagt Trainer Oliver Glasner dazu, der beim 0:0 gegen Borussia Mönchengladbach schon zum fünften Mal in Folge dieselbe Startelf aufbot?

"Never change a winning team!" - ein beliebtes Fußball-Motto. Eines, das offenbar auch Oliver Glasner gefällt. Denn der VfL-Trainer änderte auch im Duell mit Borussia Mönchengladbach erneut nichts an seiner Anfangsformation. Beim 0:0 gegen die Fohlen-Elf schickte der Österreicher zum fünften Mal in Folge dieselbe Startelf auf den Rasen. Das gab es zuletzt 2012 beim Wolfsburger Fußball-Bundesligisten. Demnächst jedoch dürfte Glasner zu Änderungen gezwungen werden.

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Im Tor mit Koen Casteels, Kevin Mbabu, Maxence Lacroix, Jay Brooks und Paulo Otavio in der Abwehr, davor Maximilian Arnold und Xaver Schlager im defensiven Mittelfeld, Ridle Baku und Renato Steffen auf den offensiven Flügel, Yannick Gerhardt im zentralen Mittelfeld und ganz vorn Torjäger Wout Weghorst – an dieser Formation hält Glasner schon seit Wochen fest. Aber: Mit Schlager, Arnold, Lacroix und seit Sonntagabend auch Brooks haben gleich vier Profis vier Gelbe Karten in dieser Saison gesehen. Heißt: Bei der nächsten Verwarnung wären sie für ein Spiel gesperrt!

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VfL-Trainer Glasner bereitet das jedoch kein Kopfzerbrechen, weil er etwa mit Kapitän Josuha Guilavogui gute Alternativen im Kader hat. Der Franzose kann sowohl in der Innenverteidigung als auch im defensiven Mittelfeld spielen. „Ich bin froh, dass alle Spieler fit und in Form sind und dass ich völlig bedenkenlos einen anderen Spieler reinstellen kann, weil ich genau weiß, er wird für die Mannschaft da sein und seine Aufgabe erfüllen“, so der Österreicher.

Der 46-Jährige erklärte auch, warum er von fünf Wechselmöglichkeiten nur eine gegen die Borussia nutzte. Lediglich Joao Victor (konnte für keine Impulse sorgen) kam für den bei seiner Auswechslung irritiert guckenden Renato Steffen ins Spiel, Offensivkräfte wie Admir Mehmedi, Maximilian Philipp oder Bartosz Bialek durften diesmal aber nicht ran. Warum? „Ich habe mir die ganze Zeit Gedanken gemacht, ob ich noch einen Impuls von der Bank brauche. Aber ich hatte das Gefühl, wir sind nah dran am Tor. Das war eine reine Bauchentscheidung, die Jungs waren fit“, begründete der Trainer, der momentan aus dem Vollen schöpfen kann.

Geht Ginczek im Sommer?

Und so war für Stürmer Daniel Ginczek, der im Winter mit Köln und Schalke in Verbindung gebracht worden war, diesmal nicht einmal Platz im Kader, was dem Ex-Stuttgarter keineswegs gefallen dürfte. „Die Situation ist momentan nicht ganz einfach für ihn“, so Manager Jörg Schmadtke. „Aber Daniel versucht, sich gerade wieder in eine gute Position zu bringen.“ Er werde „wieder gebraucht werden. Und dann wird er funktionieren müssen."

Klar ärgere sich Ginczek über seine persönliche Situation, gleichwohl könne er aufgrund seiner Erfahrung damit auch umgehen. Abwanderungsgedanken habe der bei Ex-VfL-Trainer Bruno Labbadia noch gesetzte Ginczek keine geäußert. Schmadtke: „Er stand nicht bei mir im Büro und hat gesagt: Ich will woanders hin.“ Allerdings: Ändert sich an Ginczeks sportlicher Situation beim VfL nichts, dürfte ein Wechsel im Sommer erneut ein Thema werden – obwohl er in Wolfsburg noch einen Vertrag bis 2022 hat.