19. August 2020 / 18:38 Uhr

Gelungene Wettkampfpremiere auf neuer Luckenwalder Tartanbahn

Gelungene Wettkampfpremiere auf neuer Luckenwalder Tartanbahn

Sport Lucki
Märkische Allgemeine Zeitung
Speeerwurf Frauen  Claudia Trache TU Dresden
Jaqueline Kohl (weibliche Jugend U18) vom LC Jüterbog beim Dreisprung im Luckenwalder Seelenbinder-Stadion (11,20 m). © Privat
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Leichtathletik: Sportlerinnen und Sportler aus Nah und Fern bei erstem großen Wettkampf in Brandenburg nach der Coronapause.

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Der Premierenwettkampf am Sonntag auf der professionell anmutenden Tartanbahn im ohnehin schon schmucken Seelenbinder-Stadion war für die Leichtathletik- und Laufgemeinschaft (LLG) Luckenwalde schon etwas ganz Besonderes. Beim gastgebenden Verein begann kurz nach dem letzten Lauf der diesjährigen Luckenwalder Crosslaufserie im März die Corona-bedingte Zwangspause für die Leichtathleten. Und nun holte die LLG mit ihrem allerersten Wettkampf auf der neuen Tartanbahn die Sportler wieder aus dem Dornröschenschlaf. Es war der erste größere Leichtathletikwettkampf in Brandenburg nach der Pause.

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Mehr als 110 Teilnehmer dürsteten regelrecht danach, sich endlich wieder im fairen Wettstreit zu messen. Bei rund 250 Starts zeigten sie gute sportliche Leistungen. Die Zuschauer, unter denen sich neben Familienangehörigen der Athleten auch eine Reihe sportinteressierter Luckenwalder befanden, bildeten mit einer noch größeren Zahl eine zusätzlich motivierende Kulisse, die die doch etwas hemmende große Hitze und aufkommende Winde ein bisschen ausglichen.

In Bildern: Das sind Brandenburgs Sportler des Jahres seit 1998.

Brandenburgs Sportler des Jahres seit 1998. Zur Galerie
Brandenburgs Sportler des Jahres seit 1998. ©

Der 22-jährige Erfurter Cuno Philipp, der den Weitsprung mit 7,40 Meter dominierte, vollbrachte wohl die absolut beste Leistung des Tages im Seelenbinder-Stadion. Bei den Frauen sorgte Christin Beier aus Mahlow im Weitsprung mit 5,35 Meter die beste Leistung der Sportler ab 16 Jahren. Sie war ebenfalls über 100 Meter in 12,88 Sekunden die Schnellste, während der 17-jährige Paul Tucholski aus Mellensee mit neuer Bestleistung in 12,0 Sekunden auch von den Erwachsenen nicht zu toppen war. Über 200 Meter hatten die Sportler allerdings besonders mit Gegenwind zu kämpfen. Mit der 17-jährigen Hannah Kalthoff war auch hier eine Mahlowerin Schnellste in 28,16 s. Sie hofft auf eine noch bessere Zeit bei den Landesmeisterschaften am kommenden Wochenende in Berlin.

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Im männlichen Bereich zeigte der Weißenseer Routinier Hendrik Polland in 24,37 Sekunden als Schnellster seine Qualitäten. Bemerkenswert waren auch die guten Leistungen im Speerwurf. Hier waren Theo Donath (LC Jüterbog) mit 46,84 Meter und die Mellenseerin Laura Duckhorn mit 43,37 Meter das Maß aller Dinge. Über 400 Meter machte der 17-jährige Luckenwalder Luca Schweigert mächtig Dampf. Er ließ in 51,97 Sekunden der Konkurrenz keine Chance. Ihm fehlt nun noch eine halbe Sekunde zur Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft Anfang September in Heilbronn. Die 15-jährige Rika Schaarschmidt von der LG Niederbarnim ließ im weiblichen Bereich die ältere Konkurrenz mit 66,39 Sekunden hinter sich.


Dreisprung und 400 Meter Hürden hatten etwas gemeinsam: Während dem Brandenburger Jungtrainer Patrick Meyer die Weite von 11,60 Meter zur Tagesbestleistung reichte, musste Jaqueline Kohl vom LC Jüterbog nach übersprungenen 11,20 Meter schmerzbedingt abbrechen und ihren Versuch, die DM-Quali zu erreichen, ebenfalls auf das Wochenende verschieben. Gleiches galt für die beiden 18-jährigen Luckenwalder Talente Alexandra Keil und Rebekka Haschker, die nach Sturz und vielleicht zu großer Nervosität vor eigenem Publikum Theresa Anders von der TSG Wittenberg (Sachsen-Anhalt) den Vortritt lassen mussten.

Alles in allem war es ein erstes schönes Wettkampf-Fest in Luckenwalde. Die Kinderkrankheiten übersahen die Teilnehmer noch großzügig. Stattdessen lobten sie den Mut und den Einsatz der TF-Kreisstädter. Der LLG-Vorsitzende Jens Abicht bedankte sich bei der Stadt Luckenwalde, dem Sponsor und nicht zuletzt bei den vielen LLG-eigenen Helfern sowie den Kampfrichtern und Helfern aus den benachbarten Vereinen LC Jüterbog, RSV Mellensee, SC Trebbin sowie Mahlow, die uneigennützig den ersten Luckenwalder Bahnwettkampf ermöglicht hatten.

Aussagen wie „Wir kommen gerne wieder“ von Wettkampfteilnehmern aus Dresden und zahlreiche Dankesworte von Sportlern aus Greifswald, Finsterwalde und anderen Orten machen den Gastgebern für zukünftige Bahnveranstaltungen in Luckenwalde Mut.