19. Dezember 2021 / 14:01 Uhr

Gelungener Jahresabschluss: RB Leipzigs Frauen gewinnen Spitzenspiel gegen Duisburg

Gelungener Jahresabschluss: RB Leipzigs Frauen gewinnen Spitzenspiel gegen Duisburg

Britt Schlehahn
Leipziger Volkszeitung
Im Zweitliga-Duell der Frauen spielten die RB-Frauen am 19. Dezember 2021 im RB-Trainingszentrum am Cottaweg gegen Duisburg. Freunde bei den RB-Frauen nach dem 1:0 Treffer in der 34. Minute. Kurz darauf folgte gleich das 2:0.
Klarer Sieg für die Frauen von RB Leipzig gegen den MSV Duisburg. © Dirk Knofe
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Mit einem 3:0 gegen den MSV Duisburg setzt das Team von Trainerin Katja Greulich zum Jahresende nochmal ein Ausrufezeichen und kann mit einem guten Gefühl Weihnachten feiern.

Leipzig. Die Frauen von RB Leipzig wollten die englische Woche und das Jahr erfolgreich zu Ende bringen. Eine gute Voraussetzung waren die beiden Siegen aus den letzten zwei Spielen.. Dementsprechend zeigte die Elf von Katja Greulich am Cottaweg eine souveräne Leistung und holte sich einen glatten 3:0-Heimsieg durch die Tore von Fudalla, Weilharter und Müller. So überwintert RB in der Nähe der Tabellenspitze.

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Fudalla eröffnet die Partie

Vor der Winterpause wartete auf RB mit der Partie gegen den MSV Duisburg ein ganz besonderes Spiel. Die englische Woche sollte nach Wunsch von Trainerin Katja Greulich mit drei Punkten und einem Heimsieg enden: "Im letzten Spiel vor Weihnachten wollen wir nochmals alles raus holen", so die Ansage, denn es geht darum "unseren Weg nach oben fortzusetzen". Da oben steht auf Tabellenplatz 2 der MSV Duisburg. Die Zebras streben nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga den direkten Wiederaufstieg an. Trainer Henrik Lehm erklärte im Vorfeld, dass es eine "sehr schwierige Partie" gegen den "direkten Konkurrenten" werden würde. Nichtsdestotrotz stand für ihn auch fest: "Wir wollen das Spiel auf jeden Fall gewinnen."

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Die Damen von RB Leipzig gewinnen das letzte Spiel im Jahr 2021 3:0 gegen den MSV Duisburg. Zur Galerie
Die Damen von RB Leipzig gewinnen das letzte Spiel im Jahr 2021 3:0 gegen den MSV Duisburg. ©

Wieder in der RB-Startelf stand nach ihrer Rotsperre Victoria Krug. Wie auch im Nachholspiel gegen Ingolstadt am Mittwoch eröffnete Vanessa Fudalla den Torreigen in der 35. Minute mit der 1:0-Führung, die Yvonne Weilharter vier Minuten später auf 2:0 erhöhte. Die Zebras konnten in der ersten Hälfte weder aus dem Spiel heraus noch durch Standards den Spielstand verändern. Allerdings musste kurz vor dem Pausenpfiff Barbara Brecht bei ihrem zweiten Startelfeinsatz vom Platz. Für sie kam Madlen Frank.

"Nicht ohne meine Mädels"

Ohne weitere personelle Wechsel begann die zweite Hälfte, in der sich die Zebras ganz offensichtlich sehr viel vorgenommen hatten. Allein nichts Zählbares ergab sich daraus für die Gäste. Greulich wechselte in der 65. Kyra Spitzner aus, für sie kam die Doppeltorschützin vom Mittwochsspiel - Medina Dešić. Auch wenn Duisburg druckvoll am Anschlusstreffer arbeitete, gelang es stattdessen Marlene Müller in der 73. Minute nach einigen bereits entgangenen Chancen den Spielstand auf 3:0 zu erhöhen. Die Zebras konnten dem nichts mehr entgegensetzen und so gewann RB ungefährdet mit 3:0. RBL-Trainerin Katja Greulich sagte nach der Partie: "Es war zunächst ein Abtasten, beide Teams standen sehr kompakt. Wir hatten eine gute defensive Ordnung, große Leidenschaft und viele Balleroberungen. Die Tore haben uns natürlich gutgetan. Es war unser bestes Spiel in der Hinrunde."

Damit kletterten die Gastgeberinnen erst einmal auf Platz 3, da noch das Spiel von Tabellenkonkurrent Nürnberg gegen den Nachwuchs der TSG Hoffenheim ansteht. Nun beginnt die Winterpause, die für RB zwei Wochen früher endet: Am 13. Februar steht dann nämlich das Nachholspiel gegen den SV Henstedt-Uelzburg an. Abseits dessen bleibt festzuhalten, dass es nicht nachvollziehbar ist, dass in Zeiten, in denen Funktionäre und Verbände immer wieder mit Aktionen um mehr Anerkennung des Frauenfußballs in Deutschland werben, solch ein Spitzenspiel ohne Live-Übertragung stattfindet.

Seit der Saison 2019/20 hat der Deutsche Fußball Bund für die 2. Frauen-Bundesliga durch Kooperation mit Medienpartnern vereinbart, dass "keine Minute der 2. Bundesliga verpasst wird." Dass die Verlegung von Markranstädt an den Cottaweg zu technischen Schwierigkeiten führen würde, hätte den Verantwortlichen klar sein können. "Nicht ohne meine Mädels" lautet das Motto der Liga. In dem Bereich gibt es noch ordentlich Luft nach oben.