14. Oktober 2021 / 10:28 Uhr

Gelungener Restart Burgenlauf 2021

Gelungener Restart Burgenlauf 2021

Jörgen Heller
Märkische Allgemeine Zeitung
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43. Bad Belziger Burgenlauf lockt 744 Teilnehmer in den Fläming.

Perfekte Laufbedingungen erlebten die vielen kleinen und großen Teilnehmer bei der nachgeholten 43. Auflage des Burgenlaufes, die im vergangenen Jahr pandemiebedingt ausfallen musste. Über insgesamt 477 Starter, die sich am Sonntagmorgen zum Start an der Burg Eisenhardt in Bad Belzig einfanden, freute sich der veranstaltende SV Päd., Med. & Co. Belzig, der den Burgenlauf erstmals in Kooperation mit dem FC Borussia Belzig durchführte. Die recht kühlen Temperaturen brachten den ein oder anderen Starter vor dem Lauf sicherlich zum Frösteln. Dafür wurden alle – wie bei vielen vergangenen Auflagen – von strahlendem Sonnenschein verwöhnt. Somit bot der herbstbunte Fläming eine tolle Bühne für die Protagonisten, die auf ihren jeweiligen Strecken für hervorragende Zeiten sorgten.

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Bevor sich die Läufer, Nordic Walker und Wanderer gegen 10 Uhr auf ihre jeweiligen Strecken aufmachten, starteten bereits um 8 Uhr exakt 20 Ausdauerverrückte zur Premiere des Ultralaufes über 50 Kilometer. Sie liefen an der Burg Rabenstein entlang und bogen dann am Schloss Wiesenburg auf die Strecke über 25 km ein.

Nach dem ersten Burgenlauf-Ultra waren alle Starter im Ziel regelrecht von den Socken. „Ich habe es so genossen. Schade, dass ich jetzt wieder ein Jahr auf den Burgenlauf warten muss“, meinte Torsten Richter vom Lauftreff Gördensee Brandenburg, der nach 4:14:24 Stunden Fünfter wurde. Premieren-Sieger wurde Andy Baake vom TV Dessau 92, der nach 3:50:45 Stunden als Erster die Burg erreichte. Und Annette Müller von LG Nord Berlin war mit ihrer Zeit von 4:24:56 Stunden als Gesamtsechste schnellste Ultraläuferin.

Zwei Titel erfolgreich verteidigt

Für die eigentliche Königsdisziplin, die 25 Kilometer über Wiesenburg, begaben sich zur 43. Auflage 68 Teilnehmer auf die Strecke, die nach der Änderung im Jahr 2019 wieder leicht verkürzt wurde. Erneut gab es auf dem Hagelberg, der mit 201 Meter höchsten Erhebung Brandenburgs, wieder eine Bergprämie in Form einer Torte der Bäckerei Gericke zu gewinnen. Die Sieger der Bergwertung, Enrico Wiessner FH Runners Berlin und Almut Dreßler-Ahlburg von der LG Nord Berlin, waren auch im Ziel die schnellsten auf dieser Strecke. Der Sieger, der vor zwei Jahren Platz zwei belegt hatte, war mit seiner Zeit von 1:36:13 Stunden richtig flott unterwegs, genauso wie Dreßler-Ahlburg, die ihren Sieg von vor zwei Jahren sogar wiederholen konnte. Sie war mit ihrer Zeit von 1:45:46 Stunden unter den vielen männlichen Startern starke Gesamtfünfte. Erwähnenswert ist auch der zehnte Platz von Thomas Blanke. Der Altherren-Fußballer vom SV Union Linthe war damit schnellster Fläminger über den langen Bakken.

Auf der frequentiertesten Strecke über 8 km erreichten das Ziel in diesem Jahr insgesamt 207 Teilnehmer. Über diese Distanz gelang es Claudius Alert von Triathlon Potsdam, seinen Titel von 2019 zu verteidigen. Der in Brandenburg (Havel) lebende Ausdauerspezialist kam nach 30:23 Minuten ins Ziel. „Wenn man bedenkt, dass die Strecke teilweise sehr aufgeweicht war, ist das eine richtig gute Zeit“, fand Ingo Flechner vom Organisationsteam. Lokalmatador Lukas Hehne aus Lehnsdorf belegte den dritten Platz. Der Fußballer vom FC Stahl Brandenburg war mit 31:43 Minuten ebenfalls sehr flott unterwegs. Schnellste Frau war Anja Weick von FH Runners Berlin, die nach 36:47 Minuten Gesamtplatz 21 belegte.

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Beim Juniorenlauf über 3,3 Kilometer starteten 37 Teilnehmer. Hier war Jonas Stolze von Borussia Belzig in einer Zeit von 14:15 Minuten nicht zu schlagen. Paula Luenser aus Neuenhagen (15:06) war schnellste Juniorin. Der Kidslauf führte einmal um die Burg über 1,4 Kilometer mit 60 Startern. Niklas Dorsch von den Brücker Titanen gewann diesen in 5:21 Minuten. Ida Kristin Lempio, die für den SC Delphin Lübeck an den Start ging, war das schnellste Mädchen (5:59). 34 Nordic-Walker nahmen beim 43. Burgenlauf die 8 Kilometer auf sich. Horst Pieth vom Kanuverein Brandenburg wurde von Dieter Bornheimer vom Team Einstein Frankfurt (Main) auf den zweiten Platz verwiesen. Schnellste Nordic-Walkerin war Sabine Elke Paegelow vom Team Einstein Berlin, die Gesamtfünfte wurde. In diesem Jahr gab es auch zwölf Wanderer, die den Fläming auf der Strecke über 8 Kilometer in allen seinen Facetten genossen.


Bei der Siegehrung zur Mittagszeit im Burghof kam es zu einer weiteren Premiere. Erstmals wurde das Fläming-Lied, zu dem Stephan Schürer vom Organisationsteam den Text geschrieben hatte, erfolgreich aufgeführt.
Er und alle Mitorganisatoren waren hoch zufrieden mit der Durchführung der 43. Auflage. „Der Burgenlauf war ein voller Erfolg. Wir haben so viele positive Rückmeldungen erhalten, die auch der Lohn für die große Anstrengung sind“, meinte Schürer und wollte damit den 70 Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz sowie den vielen Sponsoren großen Dank aussprechen.

Alle Ergebnisse und viele weitere Bilder auf www.burgenlauf.de