26. März 2019 / 09:49 Uhr

Gelungener Wiedereinstieg des Eckernförder SV

Gelungener Wiedereinstieg des Eckernförder SV

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Die Mannschaft des Eckernförder SV startete mit einem 2:2 gegen den BSC Brunsbüttel ins Jahr 2019.
Die Mannschaft des Eckernförder SV startete mit einem 2:2 gegen den BSC Brunsbüttel ins Jahr 2019. © Jürgen Griese
Anzeige

112 Tage: Knapp vier Monate lagen zwischen dem letzten Pflichtspiel des Eckernförder SV in der Fußball-Landesliga Schleswig und dem 2:2 gegen den BSC Brunsbüttel nach der enorm langen Winterpause. „Es sind nicht die besten Voraussetzungen“, haderte ESV-Trainer Maik Haberlag vor der Partie und prognostizierte einen schwierigen Start in das Duell mit dem BSC. Doch zur Freude aller Anhänger der Schwarz-Weißen irrte sich der Cheftrainer.

Vor 120 Zuschauern in der Stadtwerke Arena zeigte die Haberlag-Elf einen von Beginn an couragierten Auftritt und mit viel Offensivdrang. „Ich glaube, dass hat auch Brunsbüttel ein stückweit überrascht“, erklärt der ESV-Coach. Denn gleich in den Anfangsminuten hatten die Gastgeber zwei hundertprozentige Tormöglichkeiten. „Wir hätten gut und gerne auch mit 2:0 oder 3:0 führen können“, weiß Haberlag. So konnten die Schwarz-Weißen nach dem traumhaften Freistoß von Ole Altendorf nach der starken Anfangsphase nur einmal jubeln – aber wie. Denn die Nummer neun der Gastgeber zirkelte den Ball unhaltbar in den linken Knick. „Vor und nach dem Training legt er sich schon mal die Bälle zurecht und trainiert solche Situationen. Aber die Dinger hat er auch einfach im Fuß“, freut sich der ESV-Coach über das sehenswerte achte Saisontor seines Schützlings.

Anzeige

Doch die Freude über den Führungstreffer währte nicht lange. Brunsbüttel konnte das Altendorf-Tor schnell egalisieren. Dass die Gastgeber dennoch mit einem 2:1-Vorsprung in die Kabine gingen, lag an der nach Haberlag „einstudierten“ Freistoßvariante von Altendorf und Christopher-Dirk Nommels. Letzterer bugsierte den Ball nach schnell ausgeführtem Standard im Fallen im hohen Bogen über den BSC-Keeper hinweg ins Tor. Ob die Szene wirklich einstudiert war oder ob nicht doch der Zufall bei diesem kuriosen Treffer eine große Rolle spielte, bleibt das Geheimnis der Eckernförder.

Haberlag: „In einer anderen Phase der Saison, mit mehr Spielpraxis, hätten die zweiten 45 Minuten sicherlich anders ausgesehen"

Die fehlende Spielpraxis des ESV machte sich dann erst in der zweiten Hälfte bemerkbar. Die Gastgeber beschränkten sich weitestgehend auf die Verteidigung, auch weil Brunsbüttel den Offensivdruck erhöhte. „In einer anderen Phase der Saison, mit mehr Spielpraxis, hätten die zweiten 45 Minuten sicherlich anders ausgesehen“, sagte Haberlag. Der Übungsleiter der Eckernförder sah, wie die fehlende Praxis im Wettkampfmodus verhinderte, dass sein Team nochmal eine Schippe drauf legen konnte. Es zeigte sich, dass die zwei witterungsbedingten Ausfälle der vergangenen Wochen nicht spurlos an den Hausherren vorbeigingen. Auch wenn der ESV-Trainer versuchte, mit harten Einheiten und Spielersatztrainings die Spannung hoch zu halten, zeigte sich der Unterschied zwischen Vorbereitung und Wettkampfbelastung.

Anzeige
Mehr Fußball aus der Region

Klickt euch durch die Top-Elf der Hinrunde in der Landesliga Schleswig 2018/19:

Tor: Rico Nommensen (IF Stjernen Flensborg). Zur Galerie
Tor: Rico Nommensen (IF Stjernen Flensborg). ©

So hielt die ESV-Defensive dem Druck des BSC nicht Stand und konnte den Ausgleichstreffer in der Schlussphase nicht verhindern. Doch auch im Anschluss hatten beide Mannschaften noch gute Möglichkeiten, den Siegtreffer zu erzielen. Da dies keinem gelang, blieb unter dem Strich ein gerechtes Unentschieden. „Das war ein Spiel auf Augenhöhe“, bilanziert Haberlag, der sich nicht unzufrieden mit dem Punktgewinn zeigte. Schließlich ist nach einer sehr schwierigen Spielzeit 2017/18 jeder Zähler Gold wert. Schon jetzt hat der ESV mehr Punkte (32) als am Ende der letzten Spielzeit (31). Als Abstiegskandidat vor der Saison gehandelt, steht Eckernförde auf Platz sechs der Tabelle. Doch den Abstand zu den Abstiegsplätzen lässt Haberlag trotzd