01. Juni 2020 / 16:20 Uhr

"Gemeinsam sind wir stark": Liverpool-Spieler senden Botschaft - Spieler knien auf Foto am Anstoßkreis

"Gemeinsam sind wir stark": Liverpool-Spieler senden Botschaft - Spieler knien auf Foto am Anstoßkreis

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Liverpool-Star Virgil van Dijk ist mit der gesamten Mannschaft auf das Knie gegangen.
Liverpool-Star Virgil van Dijk ist mit der gesamten Mannschaft auf das Knie gegangen. © imago images/Sportimage
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Starkes Zeichen des FC Liverpool. Die Spieler des Tabellenführers der englischen Premier League haben mit einer gemeinsamen Aktion ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt. Stars wie Virgil van Dijk oder James Milner posteten in den sozialen Netzwerken ein Bild, auf dem zu sehen ist, wie alle Spieler des Kaders auf ein Knie gehen.

Die Spieler des FC Liverpool haben sich mit einer symbolischen Aktion dem Protest gegen Rassismus und Polizeigewalt nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd in den USA angeschlossen. Auf einen Foto, das die Profis in den sozialen Netzwerken über ihre Kanäle verbreiteten, ist zu sehen, wie der komplette Kader rund um den Anstoßkreis in Anfield auf die Knie geht. Jeder Liverpool-Profi schrieb dazu den Satz "Gemeinsam sind wir stark. #BlackLivesMatter" Der 46-jährige Floyd war am Montag voriger Woche nach einem brutalen Polizeieinsatz gestorben. Acht Minuten und 46 Sekunden lang drückte ein weißer Polizist sein Knie auf Floyds Nacken.

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Im American Football hatte Quarterback Colin Kaepernick 2016 eine Protestwelle gegen Unterdrückung von Schwarzen und gegen Polizeigewalt in den USA gestartet. Der heute 32-Jährige war während der Nationalhymne auf das Knie gegangen. Gladbach-Profi Marcus Thuram kniete sich nach seinem Treffer im Bundesliga-Spiel gegen Union Berlin am Sonntag ebenfalls hin. "Er hat es auf den Punkt gebracht, er hat ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, was wir natürlich alle komplett unterstützen", sagte Trainer Marco Rose über die Szene.

Thuram war nicht der einzige Bundesliga-Spieler, der seinen Protest nach dem Tod von George Floyd am Wochenende öffentlich gemacht hat: Weston McKennie von Schalke 04 zeigte Wut und Anteilnahme auf einer Armbinde, die Dortmunder Jadon Sancho und Achraf Hakimi forderten auf T-Shirts "Justice for George Floyd" (Gerechtigkeit für George Floyd).

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Mit ihren starken Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt in den USA brachten sie zugleich den DFB und die DFL in ein Dilemma. Den Statuten zufolge sind solche Aktionen untersagt. Der DFB kündigte an, dass sich der Kontrollausschuss damit befassen werde. "Wir sollten keine Angst haben, die Stimme zu erheben für das, was richtig ist, wir müssen uns alle zusammentun und gemeinsam für Gerechtigkeit kämpfen. Zusammen sind wir stärker", schrieb Sancho auf Twitter.

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