17. April 2019 / 15:27 Uhr

"Gemeint, es geht mit 70 Prozent": VfL Wolfsburg verliert Test gegen eigene U23 mit 0:1

"Gemeint, es geht mit 70 Prozent": VfL Wolfsburg verliert Test gegen eigene U23 mit 0:1

Tim Lüddecke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
„Es war nicht das, was wir uns gewünscht haben: VfL-Coach Bruno Labbadia.
„Es war nicht das, was wir uns gewünscht haben": VfL-Coach Bruno Labbadia. © dpa
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Das Testspiel gegen die eigene U23 sollte eigentlich dazu dienen, dass die Profis, die beim VfL Wolfsburg zuletzt nicht so viele Einsatzzeiten bekommen hatten, sich zeigen konnten. Das klappte nur bedingt – Trainer Bruno Labbadia war gar nicht amused. 

Der VfL Wolfsburg hat das am Mittwoch im AOK-Stadion ausgetragene Testspiel gegen die eigene U23 mit 0:1 verloren. Trainer Bruno Labbadia war gar nicht zufrieden mit seiner Mannschaft, die sich nicht aus den Stammspielern zusammensetzte, sondern aus den Akteuren, die zuletzt weniger Einsatzzeiten bekommen hatten. Den Treffer für das Wolfsburger Regionalliga-Team erzielte Anton Stach kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit.

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„Es war nicht das, was wir uns gewünscht haben – dass sich auch ein paar Leute aufdrängen“, erklärte Labbadia nach dem Spiel, das auf 45 Minuten in der ersten Halbzeit und 40 Minuten in der zweiten angesetzt war. Der Coach störte sich weniger an dem Ergebnis, als an der Art und Weise, wie die Spieler, die eigentlich Werbung in eigener Sache machen sollten, sich präsentiert hatten: „Wir haben extrem viele Chancen, teilweise freistehend, liegen lassen. Es war wie so oft in einem Vorbereitungsspiel, wenn man meint, es geht mit 70 Prozent. Und dann kriegt man irgendwann ein Tor…“

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"Es war keine Energie drin"

Dabei hatte sich der 53-Jährige vor allem deshalb etwas mehr erhofft, weil einige dieser Spieler demnächst durchaus wieder gefragt sein dürften – aktuell drohen sieben (!) VfL-Profis bei einer weiteren gelben Karte Sperren. Und aufgrund der langen Woche vor dem nächsten Spiel gegen Eintracht Frankfurt (erst am Ostermontag) sei der Test auch von der Belastungssteuerung her sinnvoll gewesen. „Aber wir werden ansprechen, dass uns das nicht gefallen hat. Es war keine Energie drin“, so Labbadia, „nur ein paar Spieler haben sie gehabt, zumindest das nehmen wir mit.“

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Felix Klaus (Rückenbeschwerden), Josip Brekalo (Fußprellung aus dem Dienstagtraining) und auch Daniel Ginczek (Rückenbeschwerden) konnten gar nicht erst mitspielen. „Das ist sehr schade, das Spiel wäre sehr wichtig für sie gewesen: Klaus und Brekalo sind die letzten Wochen nicht so oft zum Einsatz gekommen“, erläuterte der Wolfsburger Coach, „und gerade für Ginczek wäre es mal die Gelegenheit gewesen, ein längeres Spiel zu machen – vorbereitend auf die letzten Wochen der Saison“.

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