12. September 2019 / 17:18 Uhr

Gemischte Gefühle bei Babelsberg 03 - Horlitz stärkt Vorbeck den Rücken

Gemischte Gefühle bei Babelsberg 03 - Horlitz stärkt Vorbeck den Rücken

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Durchlief den kompletten Nachwuchsbereich bei der SG Dynamo Dresden: Babelsbergs neuer Innenverteidiger Noah Awassi.
Durchlief den kompletten Nachwuchsbereich bei der SG Dynamo Dresden: Babelsbergs neuer Innenverteidiger Noah Awassi. © Jan Kuppert
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Regionalliga Nordost: Nach dem 2:2 gegen den FSV Wacker Nordhausen treffen die Kiezkicker am Sonntag auf den SV Lichtenberg 47.

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So richtig wussten die Regionalliga-Fußballer des SV Babelsberg 03 das 2:2 (0:1) im Nachholspiel gegen den FSV Wacker Nordhausen am Mittwochabend nicht einzuschätzen. Zum einen lieferte man gegen den prominent besetzten Kader des Aufstiegsanwärters aus Thüringen einen couragierten Auftritt, auf dem sich in den kommenden Spielen aufbauen lässt. Zum anderen wartet das Team von Trainer Marco Vorbeck, das im Achtelfinale des AOK-Landespokals am 12. Oktober beim Brandenburgligisten Oranienburger FC gastiert, nach sieben Punktspielen weiter auf den ersten Dreier und rangiert auf Tabellenplatz 15.

Während bei anderen Vereinen nach solch einer Bilanz durchaus die Trainerfrage gestellt wird, stärkt SVB-Vorsitzender Archibald Horlitz seinem Coach den Rücken. „Ich habe Marco schon vor dem Spiel gegen Nordhausen gesagt, dass er unsere volle Unterstützung hat. Wir haben nicht den leisesten Zweifel an seiner Arbeit“, betont der 61-Jährige, der am Mittwochabend nach dem zwischenzeitlichen 2:1 durch Tobias Dombrowa auf der Tribüne ausgelassen jubelte.

In Bildern: Babelsberg 03 und Wacker Nordhausen trennen sich 2:2.

Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow (in rot) wirft den Ball ab. Zur Galerie
Nulldrei-Keeper Marvin Gladrow (in rot) wirft den Ball ab. © Jan Kuppert
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„Die Mannschaft hat gezeigt, dass sie den Kopf nicht hängen lässt und absolut gewillt ist. Mit dieser Einstellung und der Rückkehr einiger aktuell verletzter Spieler bin ich zuversichtlich, dass wir unser Saisonziel, einen Platz im Mittelfeld der Tabelle, realisieren können.“

Unter den Augen des in Potsdam geborenen Bundesliga-Kickers Robert Andrich vom 1. FC Union Berlin entwickelte sich am Mittwoch eine ausgeglichene Anfangsphase. Die Gästeführung fiel in Minute 32 nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, den die SVB-Defensive nicht richtig klären konnte. Florian Esdorf stocherte das Spielgerät im zweiten Versuch über die Linie. „Bis dahin haben wir es eigentlich gut gemacht und wenig zugelassen“, befand Noah Awassi, der vor 1641 Zuschauern im Karl-Liebknecht-Stadion sein Punktspieldebüt für die Kiezkicker feierte. „Ganz zufrieden bin ich mit meinem Auftritt nicht“, sagt der 21-Jährige, der den kompletten Nachwuchs bei Dynamo Dresden durchlief und später im Männerbereich auch für Union Fürstenwalde und Sportfreunde Lotte auflief.

„Für mich war es nach langer Zeit das erste Punktspiel, da braucht man einfach noch etwas Zeit. Ich bin hier in Babelsberg sehr gut aufgenommen worden und freue mich auf die kommenden Aufgaben.“ In der vergangenen Spielzeit kam der 1,93 Meter große Innenverteidiger bei den Sportfreunden aus Lotte nur in drei Spielen zum Einsatz.

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Nach dem Seitenwechsel stand zunächst Wacker-Keeper Jan Glinker im Fokus: Der 35-jährige Ex-Zweitliga-Schlussmann konnte einen Schuss von Dombrowa nur nach vorne abwehren. Tom Nattermann war zur Stelle und traf zum Ausgleich (55.). 120 Sekunden später hatte Glinker einen Blackout und spielte das Leder Dombrowa genau in die Füße. Der 20-jährige Babelsberger behielt die Nerven und traf zum 2:1 (57.).

Die Träume vom ersten Punktspielsieg zunichte machte in Minute 68 Nils Pichinot, der am zweiten Pfosten freistehend verwandelte. Lucas Scholl, Sohn von Ex-Bayern-Profi Mehmet, sah nach einem rüden Einsteigen gegen Babelsbergs Kapitän David Danko noch die Rote Karte (77.), ehe Schiedsrichter Robert Wessel die packende Partie abpfiff. „Ich bin total stolz auf die Mannschaft, welche Moral sie nach dem Rückstand wieder gezeigt hat. Nach der Roten Karte haben wir es dann nicht gut ausgespielt, haben ohne Not zu viele Fehlpässe gespielt und laden den Gegner wieder zu Toren ein. Daraus müssen wir weiter lernen. Am Ende bin ich gemischter Gefühle“, bilanzierte Vorbeck.

SV Babelsberg 03: Gladrow - Montcheu (90. Yesilli), Awassi, Wilton, Cepni - Kretzer (85. Sagat), Reimann, Danko - Wolf (46. Kaya), Nattermann, Dombrowa.
Wacker Nordhausen: Glinker - Heidinger, Pluntke, Esdorf, Haritonov - Becker - Beil (89. Göbel), Kores (84. Löhmannsröben), Scholl - Pichinot, Kammlott (79. Genausch).

Bogdan Rangelov vor Rückkehr in SVB-Kader

Am Sonntag (13.30 Uhr) sind die Babelsberger bei Lichtenberg 47 gefordert. Beim Aufsteiger, der auf Tabellenplatz neun rangiert und in dieser Saison unter anderem durch ein 5:1 über Nordhausen aufhorchen ließ, könnte Bogdan Rangelov erstmals in dieser Saison wieder im SVB-Kader stehen. Unterdessen hat der Nordostdeutsche Fußballverband am Donnerstag die Regionalliga-Spieltage 11 bis 17 exakt terminiert. Das SVB-Heimspiel gegen Energie Cottbus findet demnach am 27. Oktober statt.

5. Oktober, 13.30 Uhr: FC Rot-Weiß Erfurt (H)
20. Oktober, 13.30 Uhr: Lok Leipzig (A)
27. Oktober, 13.30 Uhr: FC Energie Cottbus (H)
2. November, 13.30 Uhr: VfB Auerbach (A)
8. November, 19 Uhr: FSV Optik Rathenow (H)
23. November, 13.30 Uhr: ZFC Meuselwitz (A)
29. November, 19 Uhr: Berliner AK (H)

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