14. Oktober 2019 / 12:26 Uhr

Gemischte Gefühle beim Gettorfer SC: Keeper Lennart Weidner verletzt sich bei 4:0-Sieg schwer

Gemischte Gefühle beim Gettorfer SC: Keeper Lennart Weidner verletzt sich bei 4:0-Sieg schwer

Max Brosta
Kieler Nachrichten
Da zeigte Gettorfs Keeper Lennart Weidner seinen Teamkollegen noch, wo es lang geht, später musste er verletzt ausscheiden.
Da zeigte Gettorfs Keeper Lennart Weidner seinen Teamkollegen noch, wo es lang geht, später musste er verletzt ausscheiden. © Reinhard Gusner
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Großer Jubel nach Last-Minute-Sieg: Der TSV Altenholz unterstrich beim 2:1-Erfolg gegen den MTSV Hohenwestedt, dass in der Fußball-Landesliga Schleswig mit ihm zu rechnen ist. Gemischte Gefühle hingegen beim Gettorfer SC, der zwar 4:0 gegen den TSV Rantrum gewann, aber seinen Keeper Lennart Weinder mit einem gebrochenen Handgelenk und Verdacht auf Kreuzbandriss verlor. Sowohl die SpVg Eidertal Molfsee als auch der Osterrönfelder TSV hatten indes gar nichts zu lachen: Während der OTSV mit 1:2 in Jübek verlor, musste die SpVg eine 0:4-Heimpleite gegen Brunsbüttel schlucken.

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Gettorfer SC – TSV Rantrum 4:0

Nach fünf sieglosen Spielen in Folge konnte der Gettorfer SC endlich wieder gewinnen. „Ganz ehrlich, das war nicht unbedingt absehbar – gerade nach so vielen Ausfällen“, betonte GSC-Trainer Christian Schössler, und ergänzte: „Ein verdienter und ein so langersehnter Sieg.“ Die Rot-Weißen kamen gut in die Partie. Belohnt wurde die anfängliche Druckphase durch den Treffer von Lars Empen (13.), der nach sieben Jahren erstmals wieder für die Gettorfer ein Tor erzielte. „Die geforderte Aggressivität und Einstellung stimmte bei uns“, lobte Schössler, dessen Team im Anschluss jedoch seine klare Linie verlor. Rantrum wurde besser, ohne sich allerdings nennenswerte Torchancen zu erspielen. Die zweite Halbzeit startete dann mit einem Knall: Kevin Link (48.) nagelte den Ball aus gut 20 Metern ansatzlos unter die Latte. Danach machten die Gäste auf und warfen alles nach vorne. Gettorf verließ sich dagegen auf seine Konterchancen. Torben Hindersmann (59.) und erneut Link (66.) nutzten zwei davon und schraubten den auch in der Höhe verdienten Spielstand nach oben. Einziger Wermutstropfen: GSC-Keeper Lennart Weidner brach sich das Handgelenk und zog sich parallel wohl auch noch einen Kreuzbandriss zu. Am Montagnachmittag findet sein MRT-Termin statt.

Die Sportbuzzer-Redaktion wünscht Lennart Weidner eine gute und schnelle Besserung!

Klickt euch durch die Fotos zur Landesligapartie zwischen dem Gettorfer SC und dem TSV Rantrum:

Gettorfs Keeper Lennart Weidner (am Boden) und Jacob Braun (li.) sehen zu, wie ihr Teamkollege Erik Empen (Nr. 18) und der Rantrumer Lars Michalski (2. v. re.) um den Ball kämpfen. Zur Galerie
Gettorfs Keeper Lennart Weidner (am Boden) und Jacob Braun (li.) sehen zu, wie ihr Teamkollege Erik Empen (Nr. 18) und der Rantrumer Lars Michalski (2. v. re.) um den Ball kämpfen. ©

SpVg Eidertal Molfsee – BSC Brunsbüttel 0:4

Die Schlüsselszene für diese Abfuhr gab es wohl schon in der 2. Minute, als der Eidertaler Louis Schütt mit einer Riesenchance an BSC-Keeper Merlic Suhn scheiterte und Phil Bargmann im direkten Gegenzug zur BSC-Führung traf. „Danach ist bei uns nichts mehr passiert“, sagte der Eidertaler Coach Jörg Ahrens nach „der schlechtesten Saisonleistung“. Laslo Wanger und Luis Kronester vergaben im ersten Durchgang weitere Chancen der Gastgeber. Lasse Wolter (26.) und wieder Bargmann (30.) sorgten mit der 3:0-Pausenführung für die Vorentscheidung. Kurz nach Wiederanpfiff erhöhte Marvin Ehlert (50.) noch gegen enttäuschende Gastgeber. „Der super starke BSC war zwar unser bisher bester Gegner, dennoch haben wir diesmal viel zu wenig gezeigt. Jetzt sind wir wirklich im Abstiegskampf angekommen“, sagte Ahrens.

(Reinhard Gusner)

TSV Altenholz – MTSV Hohenwestedt 2:1

„Wir haben gezeigt, dass wir zurecht dort oben stehen“, freute sich TSVA-Coach Liridon Imeri nach dem Last-Minute-Sieg. In der vergangenen Woche kassierte der TSVA in der Nachspielzeit das 1:1 gegen den Osterrönfelder TSV. Nun traf Björn Kastner in der dritten Minute der Nachspielzeit zum 2:1 gegen den MTSV. Es war die letzte Aktion der Partie. „Für die Mannschaft hat es mich riesig gefreut. Wir haben gesehen, dass man sich das Glück erarbeiten kann. Auch wenn das Tor am Ende glücklich zustande kommt, haben wir unterm Strich verdient gewonnen“, erklärte Imeri. Dabei hatte sein Team anfänglich mit 0:1 (22.) zurückgelegen, zuvor allerdings einige Chancen versiebt. Christian Olsiewski (48.) egalisierte. „Danach hatten wir viele gute Möglichkeiten, hätten uns aber kurz vor Schluss nicht beschweren können, wenn wir das 1:2 kriegen“, so Imeri. Freistehend vor dem TSVA-Kasten war der MTSV am eigenen Unvermögen gescheitert.

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TuS Collegia Jübek – Osterrönfelder TSV 2:1

Eine schmerzhafte Niederlage für den OTSV. Nicht nur aufgrund des Ergebnisses. „Die Begleitumstände tun uns gerade für die nächsten Wochen enorm weh“, konstatierte OTSV-Co-Trainer Tim Fuhrmann. Während Dennis Schnepel zur Pause verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste, sah Mustafa Korkmaz (51., Unsportlichkeit) die Rote und Felix Peter Struck (82., wiederholtes Foulspiel) die Gelb-Rote Karte. Doch das seien nicht die Knackpunkte gewesen. „Natürlich spielt das auch mit rein. Aber Jübek hat einfach mehr investiert und sich den Sieg verdient. Von uns war das vor allem in der Offensive zu dünn, zu wenig Entlastung“, resümierte Fuhrmann. Jübek erspielte sich bereits in Halbzeit eins ein Chancenplus. Den Bann durchbrachen die Hausherren aber erst nach der ersten Roten Karte. Marcel Gimm (60., 70.) schnürte den Doppelpack. „Danach haben wir selbst in Unterzahl noch einmal alles nach vorne geworfen“, lobte Fuhrmann. Doch mehr als der Anschlusstreffer durch Struck (78.) sprang nicht heraus.